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Beruf als Interface Designer - Arbeiten im Design

Handys, Tablets, Navigationssysteme und sogar Fernseher – es werden immer mehr technische Geräte mit einem Touchscreen versehen, der nicht nur die Bedienung erleichtern, sondern auch das Nutzererlebnis steigern soll. Mit den Worten Usability und User Experience lässt sich das natürlich besser umschreiben. Im Beruf als Interface Designer fungierst du als „Schnittstellen“-Beauftragter zwischen Mensch und Maschine und sorgst nicht nur für das Design, sondern ermöglichst durch die Platzierung der Elemente eine unbeschwerte Benutzung. Der Job ist neu auf dem Markt, weswegen sich die genauen Arbeitsaufgaben noch im Wandel befinden. So viel sei aber bereits verraten: Du bist ein Gestalter, der Kundenwünsche in Bezug auf Darstellung wahr werden lässt, beispielsweise beim Aussehen eines „Weiter“-Buttons. Deine Arbeit verteilt sich auf so ziemlich alles, was mit einem Bildschirm zu tun hat oder sich darauf abbilden lässt. 

Arbeitsalltag und Aufgaben als Interface Designer

Jobs als Interface Designer Interface Designer/in werden

Auch wenn dein Arbeitsspektrum vom Autocomputer bis zu Werkzeugmaschinen reicht, beschäftigst du dich in deinem Interface Designer Beruf vor allem mit Apps, Websites und mobilen Anwendungen. Am Anfang steht beispielsweise ein Projekt zum Thema Screendesign für eine Internetseite an, bei dem du von vornherein involviert bist. Was gemacht wird und warum etwas gemacht wird, entscheiden andere. Du hingegen bist für das „Wie“ verantwortlich. Wie soll das Design beispielsweise einer mobilen Seite aussehen? Wo befinden sich Start- und Einstellungstasten und welche Form haben diese?

Der Benutzer soll bei der Bedienung eines Gerätes nicht grübelnd davor sitzen, sondern es intuitiv bedienen können. Im Interface Designer Beruf sorgst du dafür, dass die Funktion der Elemente, die du verwendest, klar zu deuten ist. Zum Beispiel muss ein Startknopf an der Form oder Symbolik erkennbar sein, ohne dass es extra draufsteht. Natürlich wirst du in deinem Beruf als Interface Designer nicht vollkommen alleine gelassen, sondern stehst in ständiger Interaktion mit Kollegen oder Kunden. Stickwort Kollegen: Du solltest keine Probleme damit haben mit verschiedenen Experten zusammenzuarbeiten. Vielleicht kommt dir in einem Gespräch mit dem Produktdesigner oder Programmierer eine geniale Idee.

Um überhaupt einen Entwurf erstellen zu können, musst du alles über den Kunden, das Produkt und dessen Benutzer wissen. Das bedeutet intensive und persönliche Kundenmeetings, weswegen auch die nötige Flexibilität zu dem Beruf als Interface Designer gehört. Anschließend wird über die Vorgehensweise diskutiert, Flowcharts werden erstellt und die Grundideen skizziert. Nun liegt es an dir den Entwurf so umzusetzen, dass letztendlich alle damit zufrieden sind. Deine erste Anfertigung ist natürlich nicht auf Anhieb vollkommen, weswegen dein Schaffen in verschiedenen Phasen erfolgt, die immer näher an das gewünschte Endergebnis heranrücken. Das erledigst du dann bequem aus deinem Büro. Alle Zeit der Welt darfst du dir damit jedoch nicht lassen, weil du oftmals an Deadlines gebunden bist.

Wie genau du Illustrationen oder moderne Designs anfertigst und welche Programme du dafür verwendest, hängt von deiner Stelle ab. Oftmals arbeitest du aber mit Photoshop, um deinen Entwurf anzufertigen. In deinem Beruf als Interface Designer steht für dich Funktionalität kombiniert mit ansprechender Gestaltung im Vordergrund.

Einen möglichen Arbeitsplatz findest du in kleineren Designerunternehmen, Konzernen oder sogar in der Forschung. Dabei solltest du bedenken, dass du gerade als Berufseinsteiger bei Start-Ups gut aufgehoben bist. Denn dort wird von dir wahrscheinlich mehr verlangt, als bei einem internationalen Großunternehmen mit einer internen Designabteilung. In deinem Beruf als Interface Designer arbeitest du oftmals in Firmen, die weniger als 100 Mitarbeiter haben. Mehr als 70 Prozent der Interface Designer sind in der Dienstleistungsbranche tätig, gerade wenn sie selbständig unterwegs sind, was in dem Interface Designer Beruf ebenfalls keine Seltenheit ist.

Voraussetzungen für den Beruf Interface Designer

Wer sich mit der Berufsbezeichnung Interface Designer brüsten will, muss dafür natürlich auch etwas leisten. Zuallererst brauchst du einen Bachelorabschluss im Bereich Medien oder Design. Besonders beliebt sind Studiengänge wie Grafik-Design, Webdesign, Mediengestaltung, Visual Design oder natürlich Interface Design.

Wenn deine Karriereplanung eine Stelle in der Industrie vorsieht, bietet dir bereits ein Bachelorabschluss diese Möglichkeit. Natürlich wird dir auch der Master dabei nicht schaden. Allerdings ist der Bildungsweg oftmals zweitrangig, solange du überzeugende Arbeitsproben und innovative Ideen vorweisen kannst. Willst du aber mit deinem Interface Designer Beruf in die Forschung gehen, wäre eine Promotion zu empfehlen.

Es ist zwar leichter gesagt als getan, aber während deines Studiums solltest du im Idealfall praktische Erfahrungen gesammelt haben. Ein Konzeptentwurf für ein Uniprojekt, Anfertigungen von Designmustern im Praktikum oder als studentische Hilfskraft Screenshots bauen – solange du daraus etwas Vorzeigbares mitnehmen kannst, ist alles erlaubt.

Damit deine Idee auch Form annehmen kann, darfst du auf EDV-Kenntnisse nicht verzichten. Oftmals ist der gekonnte Umgang mit Photoshop die absolute Mindestvoraussetzung, wobei in manchen Fällen auch Illustrator, Flash, Fireworks oder InDesign gefragt sind. Zusätzlich solltest du mit technischen Ausdrucksarten wie CSS, HTML, WPF oder JavaScript umgehen können. Das Programmieren gehört eigentlich nicht zu deinem Beruf als Interface Designer, aber falls du doch mal einen Kurs dazu belegt hast, bringt dir das nur Pluspunkte. 

Spezialisierungsmöglichkeiten

Der Interface Designer Beruf ist bereits eine Spezialisierung. Es geht allerdings noch spezieller, da du deine Interfacekünste an den unterschiedlichsten Programmen und technischen Geräten vollführen kannst, beispielsweise Apps, Konsolen oder Musiksoftwares. Selbst wenn du deinen Arbeitsfokus auf Smartphones gelegt hast, musst du trotzdem zwischen den Softwares differenzieren, weil es einen Unterschied gibt, ob du ein Design für ein Android- oder IOS-System entwirfst. Wenn der Begriff Interface weiter gefasst wird, kannst du auch an Maschinen wie Drucker oder in der Medizintechnik arbeiten. 

Spezialisierungen
Interface Designer/in
Fachjargon
Wireframe

Wenn im Interface Design vom Wireframe gesprochen wird, ist damit ein Drahtgestell gemeint, das die ersten Schritte in der Umsetzung des Konzepts zeigt. Im Vordergrund steht die Platzierung der einzelnen Elemente, um die beste Bedienung zu gewährleisten. Erst dann folgen weitere Präzisionsschritte wie Form und Farbe. Es wird zwischen statischen und dynamischen Wireframes unterschieden.

Affordance

Oftmals wird Affordance mit Angebotscharakter übersetzt. Dabei soll bereits das Aussehen Hinweise auf die Verwendung geben und, wie der Name schon impliziert, zur Benutzung animieren. Es werden verschiedene Arten unterschieden, beispielsweise eine physikalische, emotionale oder funktionale Affordance.

Responsives Webdesign

Das responsive Webdesign, auch RWD genannt, soll die Einheitlichkeit einer Website auf unterschiedlichen Geräten garantieren. Ob Smartphone, Tablet oder Desktop – auf allen Geräten wird trotz unterschiedlicher Bildschirmauflösung dieselbe Darstellung einer Seite möglich. Das gilt besonders für die Navigation, Grafiken und Texte werden technisch mit Hilfe von HTML und CSS3 umgesetzt.

Wusstest du schon, dass...
  • es bereits 1972 einen Computer gab mit einem integrierten System zur Berührungserkennung?
  • 60 Prozent der Nutzer erwarten, dass eine mobile Seite innerhalb von drei Sekunden geladen ist?
  • das Betriebssystem Windows erst Interface Manager heißen sollte?
Was man kennen und können sollte
Obligatorische EDV-Kenntnisse
  • Word
  • Excel
  • PowerPoint
  • Photoshop
Weiterführende EDV-Kenntisse (beispielhaft)
  • Illustrator
  • Flash
  • Fireworks
  • InDesign
  • CSS
  • HTML
  • WPF
  • JavaScrip
Sprachen
  • Englisch
Dieses Berufsprofil ist entstanden mit Unterstützung von

Max Mondon ist Mediengestalter und Diplomdesigner. Er hat sein Studium an der Universität der Künste in Berlin absolviert. Seine beruflichen Erfahrungen sammelte er als Art Director, GUI Designer und User Interface/User Experience Designer. Seit 2010 ist er Gründer des Designstudios Mondon Design in Berlin.

Max Mondon
Interface Designer
Verwandte Berufsfelder: Design
Interface Designer als Beruf - Infos zur Arbeit im Berufsfeld

Beruf als
Interface Designer/in

User Interfaces Designer, User Experience Designer, Visual Designer Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: 45 Stunden: Normal
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2500-2900 €
Männer/Frauen-Relation 8/2
Bewerber pro Stelle: 50 Bewerber
Spitzenverdiener 5000 €