Arbeiten im Großunternehmen

Die Arbeit in einem Großunternehmen ist eine ganz andere Dimension als in einem kleinen Familienunternehmen. Der Einstieg gelingt einem meistens übergangslos durch Praktika, Werkstudententätigkeiten und einer anschließenden Abschlussarbeit im Unternehmen. Je eher du dich unentbehrlich machst, desto besser. Denn nur gute Noten reichen für eine Karriere im Großkonzern nicht aus. Eine gewisse Härte, Ehrgeiz und eine große Portion Konsequenz müssen auf jeden Fall mitgebracht werden, denn teilweise herrscht dort eine wahre Ellbogengesellschaft.

DIE 5 GRÖSSTEN Unternehmen

Unternehmensname Umsatz in €
#1 Edeka 46,2 Mrd.
#2 Lanxess 8,3 Mrd.
#3 Klöckner 6,4 Mrd.
#4 PwC 1,55 Mrd. (in Deutschland)
#5 KPMG 1,33 Mrd. (in Deutschland)
Wusstest du schon, dass…
  • ein Unternehmen in der Wirtschaft je nach Definition als Großunternehmen gilt, wenn es mindestens zwischen 250 und 500 Mitarbeiter hat?
  • die Volkswagen AG im Jahr 2010 nach Umsatz das größte Unternehmen Deutschlands war?
  • das größte Unternehmen der Welt nach Umsatz aus den Niederlanden kommt? Wer hätte das gedacht, aber das Land, das flächenmäßig so groß wie NRW ist, hat diesen Platz dank der Royal Dutch Shell inne.

Insider Tipps

Eigene Ideen einbringen

Nicht nur in der Prozessentwicklung, auch in anderen Bereichen eines Großunternehmens kannst du dich als Mitarbeiter mit eigenen Ideen einbringen und somit das Unternehmen voranbringen. Wenn du in deiner Abteilung zur Verbesserung der Abläufe beitragen kannst oder Vorschläge hast, an welcher Stelle man wie sparen kann, sorgst du mit dieser Kostenoptimierung schon für wichtige Einsparungen und wirst sicher damit auch bei deinem Vorgesetzten punkten können.

Ins Ausland gehen

Nirgendwo stehen die Chancen so gut, dir eine berufliche Zukunft im Ausland aufzubauen, wie in einem Großunternehmen. Sie arbeiten international und haben viele wichtige Kontakte, Kunden oder Partner im Ausland. Am besten wäre es natürlich, wenn du deine Arbeit im Großunternehmen in Deutschland beginnst und in einer Zweigstelle oder Tochtergesellschaft des Konzerns mit Sitz im Ausland so richtig durchstarten kannst. Du kannst dabei für ein paar Monate oder Jahre im Ausland arbeiten oder dort auf unbestimmte Zeit beispielsweise eine Führungsposition übernehmen, um Strukturen, Systeme oder Produkte, aus dem deutschen Mutterkonzern, auch dort zu etablieren.

Networking

Networking ist bei Arbeiten in einem Großkonzern besonders wichtig. Häufig kennt man die gesamte Abteilung nur vom Vorbeigehen und steht außerhalb seines Arbeitsbereiches mit niemandem in Kontakt. Daher sollte man beispielsweise Pause nutzen, um gemeinsam mit den Kollegen in ein Restaurant oder die Kantine zu gehen, und zu Mittag zu essen. Auch Firmenevents wie Betriebsfeiern oder –ausflüge, sollte man nicht ungenutzt lassen, da man hier sehr schnell und einfach neue Freundschaften knüpfen kann.

Arbeiten in einem Großunternehmen

Im Gegensatz zu vielen mittelständigen Unternehmen bringt die Arbeit in einem Großkonzern sehr viel Eigenverantwortung mit sich. Man kann nicht immer einfach so Rücksprache mit dem Vorgesetzten halten, da dieser häufig nicht nebenan sitzt und man mal eben so in sein Büro spazieren kann. Häufig trennen eine ein paar Etagen, Flure oder sogar Gebäude und somit muss man eben viele Entscheidungen auch alleine treffen.

Auch die Arbeitsabläufe an sich fallen in der Regel wesentlich dynamischer aus als beispielsweise in Kleinunternehmen. Durch die große Organisation und Planung, die so viele Mitarbeiter mit sich bringen, gibt es ständig Neuerungen und Veränderungen, die den täglichen Arbeitsprozess beeinflussen. Stillstand gibt es bei der Arbeit im Großunternehmen also nicht.

Viele Mitarbeiter heben es besonders hervor, dass man in einem Unternehmen mit tausenden von Mitarbeitern auf eine sehr breitgefächerter kulturelle Diversität trifft. Und natürlich ist es wahrscheinlicher, in einem Großunternehmen, das international agiert und Kunden im Ausland hat, viel mehr Kulturen vereint sind als in einem Kleinunternehmen, das nur zehn Mitarbeiter hat.

Neben der vielen kulturellen Eindrücke und Möglichkeiten, sind auch die Stellen der Mitarbeiter viel weniger speziell und festgelegt und bieten somit viel mehr Möglichkeiten. Als Chemiker hat man zum Beispiel nicht nur in der Chemiebranche, sondern auch in der Automobilindustrie, sehr gute Chancen. Wenn man dann viel Bereitschaft an den Tag legt und sich traut, neue Schritte zu gehen, liegt einem in der Zukunft alles offen und so kann man am Ende sogar als Chemiker in der Unternehmensberatung eines Automobilkonzerns landen.

Ein Großunternehmen ist nichts für dich, wenn…
du lieber in einem familiären Umfeld arbeiten willst.

es dir wichtig ist, dass du stets in Kontakt mit deinem Vorgesetzten stehst.

dir Profit und Reputation nicht so wichtig sind.

du gerne flexible arbeiten würdest.

Ein Großunternehmen ist gut für dich geeignet, wenn…
du schnell ganz viel Geld verdienen willst.

dir Aufstiegschancen sehr wichtig sind.

ein breites Aufgabenspektrum dich interessiert.

du auf Erfolgsaussichten im Ausland hoffst.

Prominente Beispiele für Großunternehmen

Großunternehmen sind uns meistens sehr vertraut, da sie nun einmal so groß und präsent sind, dass man sie kaum übersehen kann – selbst wenn man es wollte. Häufig rechnet man aber nicht damit, dass man theoretisch schon von Arbeiten im Großkonzern sprechen kann, wenn mindestens 250 Mitarbeiter dort angestellt sind. Häufig denken wir bei Großkonzernen nämlich an tausende von Angestellten, die auf der ganzen Welt verstreut sind. Wir kennen die Unternehmen aus der Fernsehwerbung, von Werbeplakaten und aus Zeitschriften. Sie begegnen uns täglich und oft denken wir nicht einmal daran, dass wir gerade das Produkt oder die Dienstleitung eines Großunternehmens nutzen.

Die Volkswagen AG war im Jahr 2010 nach Umsatz gemessen beispielsweise das größte Unternehmen Deutschlands, gefolgt von der Daimler AG und E.ON. Auffallend dabei ist, dass die ersten beiden Plätze von der Automobilbranche besetzt werden. Bedenkt man jedoch die Reputation und den Stellenwert deutscher Qualitätsarbeit im Ausland in diesem Bereich, ist es wohl weniger überraschend. Seit vielen Jahrzehnten exportieren beide Großunternehmen erfolgreich über deutsche Grenzen hinaus und haben damit deutsche Autos zu einem echten Exportschlager gemacht.