Ratgeber für Absolventen & Berufseinsteiger

Die besten Tipps fürs Vorstellungsgespräch

Bewerbung – check! Einladung zum Vorstellungsgespräch – check! Damit du auch unter „Vertrag unterschrieben“ ein Häkchen setzen kannst, haben wir die besten Tipps fürs Vorstellungsgespräch für dich.

Wer denkt, er hat mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch schon fast gewonnen und einen Fuß in der Tür  des Wunschunternehmens, der begeht schnell einen großen Fehler – und bereitet sich nicht ausreichend auf das Vorstellungsgespräch vor. Du solltest es daher besser wissen: Wie Columbo in seinen besten Zeiten darfst du dabei kein noch so kleines Detail übersehen.

Schon vor dem Gespräch Teil des Teams werden

Zuerst einmal, solltest du gründliche Nachforschungen zu deinen Ansprechpartnern und zu dem Unternehmen anstellen. Es gibt nichts Peinlicheres als auf die Frage „Warum haben Sie sich eigentlich für uns entschieden?“ nicht ausreichend antworten zu können. Die erste Anlaufstelle ist dafür meist die Firmenwebsite. Hier gibt es nicht nur aktuelle Themen, wenn du Glück hast, stellt sich hier  sogar ein Teil des Teams vor und nennen idealer Weise sogar ein paar kleine - mehr oder weniger private, Details. Ebenso gute Informationsquellen könnten die XING- und LinkedIn-Profile deiner Ansprechpartner sein. Sammle alle Informationen die du finden kannst, im besten Fall weißt du am Ende nicht nur, ob dein Gegenüber Dortmund oder Schalke Fan ist, sondern auch, ob er sein Frühstücksei lieber hart- oder weichgekocht mag. Doch nicht nur deinen Ansprechpartner solltest du auf diesen Weg „kennenlernen“ – unser Tipp fürs Vorstellungsgespräch - schaue dir das Unternehmen als Ganzes an. Ob Bilder von der Firmenfeier oder aus dem Arbeitsalltag, mit unseren Firmenprofilen auf Karista kannst du einen Blick hinter die Kulissen werfen. Aber auch die Facebook-Karriereseiten vieler Unternehmen können dir helfen, einen ersten Eindruck von den Menschen und der Atmosphäre, die in dem Unternehmen herrscht, zu gewinnen.

Du fragst dich, warum der ganze Aufwand? Ganz einfach, im Idealfall hast du schnell einen Eisbrecher parat, das kann ein Seitenwink zum guten Ergebnis beim letzten Derby oder deiner Reiseleidenschaft sein. Zudem fühlst du dich während des Vorstellungsgesprächs nicht ganz so wie ein Fremder, wenn du dir bereits einen klaren Eindruck von Unternehmen, den Mitarbeitern und der Atmosphäre verschaffen konntest. Übrigens, das ist kein geheimer Tipp fürs Vorstellungsgespräch und du musst nicht nachts um eins, im dunklen heimlich die Facebook-Seiten stalken. Ganz im Gegenteil, Unternehmen sehen es gerne, wenn Bewerber Facebook- oder Blogbeiträge kommentieren.

Die besten Tipps fürs Vorstellungsgespräch

Spieglein, Spieglein…

Mit deiner Vorabrecherche kannst du aber auch noch ein ganz anderes Problem lösen: Die Wahl des passenden Outfits. Zeigt sich das Unternehmen jung und aufgeschlossen, darf natürlich auch dein Outfit beim Bewerbungsgespräch etwas moderner ausfallen. Bei einem konservativen Internetauftritt dagegen, solltest du auf Nummer sicher gehen und möglichst förmlich erscheinen. Vorsicht: Modern bedeutet nie in Jeans und T-Shirt. Seriöse Kleidung ist auch immer gleichbedeutend mit Ernsthaftigkeit und Respekt gegenüber dem Arbeitgeber – auch in Startups und Kreativagenturen.

Dabei solltest du aber nie vergessen: Bleib immer du selbst. Dieser Vorstellungsgespräch-Tipp gilt sowohl für den Dresscode als auch für alles andere. Es sind Persönlichkeiten, die im Endeffekt begeistern, und nicht dein teurer Anzug. Natürlich sollte dein Outfit den Standards entsprechen, aber dennoch solltest du dich darin wohlfühlen und ruhig zeigen, wer du bist.

„Erzählen Sie etwas über sich!“

Du weißt, mit wem du es zu tun hast, wie die Arbeitsatmosphäre und er Umgangston sind. Umso blöder wenn du nun, schon bei den vorhersehbarsten Fragen keine Antwort hast. Mit unseren Tipps fürs Vorstellungsgespräch passiert dir das aber natürlich nicht. Fragen zu deinen Stärken und Schwächen, Zukunftsplänen und natürlich zu deiner Intention, die dich zu diesem Unternehmen führte, solltest du fest einplanen. Bei all diesen Fragen steht eines an erster Stelle: Stell dich selbst nicht in den Mittelpunkt, obwohl die Frage genau das impliziert. Nenne zwar deine letzten Karriereschritte und halte auch Antworten zu Stärken und Schwächen bereit, aber setze immer alles in direkte Beziehung zum Unternehmen deiner Wahl. „In meinem Praktikum habe ich gelernt, was es heißt, unter Zeitdruck abliefern zu müssen. Das wird mir als Redakteur bei Ihnen sicherlich zugutekommen, ich kann auch unter Stress und mit kurzen Deadlines gute Texte abliefern.“

Nun ist ein Vorstellungsgespräch kein einseitiges Frage und Antwort Spiel. Idealerweise ergibt sich ganz von allein ein Gespräch, bei dem beide Seiten gleichermaßen zu Wort kommen. Ebenso häufig kommt es aber auch vor, dass dir als Bewerber am Ende des Vorstellungsgespräches Zeit eingeräumt wird, um Fragen zu stellen. Nun bloß nicht Fragen stellen, um überhaupt etwas zu sagen. Fragst du beispielsweise etwas, das du auch der Stellenanzeige hättest entnehmen können, wirst du schnell dabei ertappt, dass du diese nicht ausreichend studiert hast. Einen positiven Eindruck machst du dagegen, wenn du Interesse an der Zukunftsplanung des Unternehmens zeigst, dich über die Teamstruktur oder ähnliches informieren möchtest. So symbolisierst du langfristiges Interesse an einer Anstellung.

Murphys Gesetz: Rechne immer mit dem Schlimmsten

Unpünktlichkeit lässt sich in manchen Situationen nur schwer erklären. Unser Tipp fürs Vorstellungsgespräch ist deshalb, gehe immer vom Schlimmsten aus! Reist du mit dem Auto an, suchst du besser nicht eine, sondern zwei oder drei Routen raus. Immerhin könnte die Autobahn wegen eines schweren Unfalls gesperrt werden. Nimmst du den Zug solltest du sowieso auf alles gefasst sein - Gleisschaden, Personen auf den Gleisen, technische Störung – die Bahn ist um eine Erklärung nie verlegen. Doch während der Bahnkunde bei Verspätungen meckert und dennoch auch in Zukunft weiter den Dienst in Anspruch nimmt – was bleibt ihm auch anderes übrig - könnte dein zukünftiger Arbeitgeber sich schon längst für einen anderen Kandidaten entschieden haben.

Und was ist, wenn du am Morgen des Gesprächs mit Fieber und Halsschmerzen aufwachst? In diesem Fall solltest du zum Telefonhörer greifen und dein Problem erklären. Mache deutlich, dass du bereit wärst, trotzdem zu kommen, du aber niemanden anstecken möchtest. Die meisten Unternehmen werden froh sein, dass du nicht ihre ganze Belegschaft ansteckst, und dir einen anderen Termin geben. Sich einfach, ohne Ankündigung, krank zum Gespräch zu schleppen, wirkt zwar motiviert, kann aber auch einen schlechten ersten Eindruck hinterlassen, wenn du einfach nur vor dich hin schniefst.

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