Ratgeber für Absolventen & Berufseinsteiger

Lichtbild für die Bewerbung – Sofort sympathisch sein

Du hast eine spannende Stellenanzeige gefunden und eine ausgefeilte Bewerbung geschrieben. Jetzt brauchst du noch schnell ein ordentliches Lichtbild für den Lebenslauf. Da tut es doch sicherlich es doch sicher auch eins der neuen Passfotos, oder? Nein, tut es nicht. Trotz die Tatsache, dass seit dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz aus dem Jahr 2006 keine Bilderpflicht mehr besteht, wird immer noch sehr viel Wert auf ein ansprechendes Foto in der Bewerbung gelegt. Wir alle sind anfällig für Bilder – bei Facebook bleiben wir auch am ehesten an lustigen oder schönen Bildern hängen. Und Personaler sind auch nur Menschen. Können sie mit den Angaben aus dem Anschreiben und dem Lebenslauf ein Gesicht verbinden, merken sie sich die Bewerbung besser.

Keine Pflicht, aber Kür und Punkte in der B-Note

Da überall dazu geraten wird, trotz der weggefallenen Pflicht der Bewerbung ein Lichtbild beizufügen, solltest du es auch gleich gut machen. Viele kleine Fehler können den Personalern zeigen, dass du hier nicht sorgfältig gearbeitet hast. Niemals solltest du zum Beispiel aus Urlaubsbildern etwas zurechtschneiden, das einem Bewerbungsfoto ähnelt. Auch die Denkerpose mit in die Hand gestütztem Kinn kommt nicht gut an. Sollte ein Fotograf bei Frauen versuchen, das Lichtbild von schräg oben aufzunehmen und sie dazu animieren, die Augen weit zu öffnen, bleibt nur, den Laden schnellstmöglich zu verlassen. Auch gescannte Bilder, die so dunkel sind, dass man kaum etwas erkennen kann, missfallen Personalern. Verzichte für die Bewerbung auch besser auf Polaroids oder auf Bilder aus dem Fotoautomaten.

Lichtbild für die Bewerbung – Lebenslauf mit Lichtbild Lichtbild für die Bewerbung – Lebenslauf mit Lichtbild

Lass den Profi ran

Auch wenn die Kosten den größten Teil der gesamten Bewerbungskosten ausmachen können, solltest du einen professionellen Fotografen aufsuchen. Hör dich in deinem Freundeskreis um, ob jemand eine Empfehlung hat, und suche auch im Internet. Hier findest du die Bewertungen anderer Kunden und kannst dich so für denjenigen entscheiden, der am besten zu sein scheint. Der Vorteil ist hier, dass der Fachmann sich mit Bewerbungsfotos auskennt und dir helfen kann, dich richtig zu präsentieren. Beispielsweise könnt ihr zusammen die passende Hintergrundfarbe auswählen: Sie sollte dich nicht zu blass wirken lassen und auf angenehme Art mit der Farbe deiner Kleidung kontrastieren.

Diese Grundlagen solltest du beachten

Kleide dich sorgfältig und ordentlich, aber auch dem Job entsprechend, auf den du dich bewirbst. Möchtest du in einer Bank arbeiten, sind Hemd, Jackett und Krawatte für Männer und Bluse und Blazer für Frauen angebracht. Bewirbst du dich auf einen Job als Creative Director, kannst du es etwas weniger steif angehen lassen. Grundsätzlich aber gilt die Regel, dass du lieber etwas eleganter als zu lässig aussehen solltest. Kleide dich so, als würdest du zu einem wichtigen Meeting oder einem Kundengespräch gehen.

Tattoos und Piercings sollten zumindest nicht provokativ in die Kamera gehalten werden. Ein Übermaß an Schmuck oder Make-up wirkt ebenfalls negativ, genauso wie ein tiefer Ausschnitt. Bedenke immer, dass die Personaler davon ausgehen, dass du so wie auf dem Lichtbild in der Bewerbung die Firma nach außen hin repräsentieren möchtest. Versuche, dein Äußeres unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten und zu optimieren.

Mit Haut und Haar

Deine Frisur sollte auf dem Lichtbild für die Bewerbung ordentlich aussehen und gut liegen. Mit Gel, Spray und Lack kannst du es leicht übertreiben. Vermeide es auch, direkt vom Friseur zum Fotografen zu gehen: Oftmals brauchst du ein paar Tage, um dich an einen neuen Haarschnitt zu gewöhnen, und fühlst du dich unwohl oder fremd, wird man dir das ansehen. Frauen mit langen Haaren sollten diese entweder in einem ordentlichen Zopf bändigen oder sie über die Schultern zurücklegen.

Männer mit starkem Bartwuchs sollten sich direkt vor dem Losfahren zum Fototermin noch einmal rasieren. Ein Bartschatten passt besser in Whiskywerbungen als auf das Lichtbild für die Bewerbung. Bist du mit dem Fahrrad durch den kalten Wind gefahren und hast leuchtend rote Wangen oder eine rote Nasenspitze, solltest du sie mit Puder kaschieren – auch, wenn du ein Mann bist. Insgesamt ist es hilfreich, wenn du fit und ausgeruht, aber nicht abgehetzt beim Fotografen eintriffst.

Farbe bekennen?

Es gibt höchst unterschiedliche Tipps dazu, ob ein Lichtbild in der Bewerbung in Farbe oder in Schwarz-Weiß gehalten sein sollte. Letzten Endes ist es Geschmackssache. Ein praktischer Aspekt ist kosmetischer Natur: Neigst du zu Hautrötungen, sieht man sie dir auf einem Schwarz-Weiß-Bild viel weniger an.

Position und Bildausschnitt

Für den nächsten Punkt hör auf deinen Fotografen: Er zeigt dir, wie du dich in Position setzen, wie du in die Kamera blicken und wann du lächeln sollst. Frontal auf dem Lichtbild in der Bewerbung zu sitzen, wirkt etwas stumpf. Eine seitliche Haltung, der offene Blick in die Kamera und ein freundliches Lächeln sorgen für schöne, ansprechende Bilder. Auf ihnen sollten Kopf, Hals und Schultern zu sehen sein – eben so weit, dass der Ansatz der Krawatte bei Männern sichtbar ist. Ob der Kopf leicht angeschnitten sein soll oder nicht, entscheidest du gemeinsam mit dem Fotografen.

Größe und Ort für das Lichtbild in der Bewerbung

Es gibt sehr viele verschiedene Ratschläge für die richtige Größe des Bewerbungsfotos. Sie reichen von Passfotogröße bis hin zum Postkartenformat. Beides solltest du nicht in Erwägung ziehen: Das übliche Lichtbild in der Bewerbung ist etwa 4,5 mal 6,5 Zentimeter groß. Bei kleineren Bildern muss der Personaler genau hinschauen, um dich erkennen zu können, größere deuten für viele Menschen ein übersteigertes Selbstbewusstsein an. Wähle daher die Normgröße und sei damit auf der sicheren Seite.

Der normale Ort für das Lichtbild in der Bewerbung ist rechts oben im Lebenslauf, noch vor deinen Daten. Auf dem Foto solltest du grundsätzlich in die Bewerbungsmappe hinein, also dem Leser entgegen blicken. Ist es andersherum aufgenommen worden, solltest du es mit einem Grafikprogramm einfach spiegeln. Benutzt du ein Deckblatt, bringst du das Foto mittig im oberen Drittel oder in seiner Mitte an. Bei der Online-Bewerbung kannst du es einfach als Grafik in den Lebenslauf einfügen, bei der klassischen Variante per Post solltest du es mit beidseitigem Klebeband oder Klebestift befestigen, nachdem du mit Bleistift deinen Namen und deine Adresse auf die Rückseite geschrieben hast: So können die Personaler das Bild zuordnen, wenn es sich vom Blatt lösen und zu Boden fallen sollte.

Könnte zu dir passen