Jobs in der Dienstleistungsbranche

Die Dienstleistungsbranche ist ein sehr weites Feld und umfasst die verschiedensten Berufe. Bei dem Gut, das hier verkauft wird, handelt es sich nicht um Produkte, sondern um Leistungen. Die Branche wächst unermüdlich, vor allem, seit viele Jobs in der Produktion der Automatisierung zum Opfer gefallen sind. Rund zwei Drittel der arbeitenden Deutschen verdienen inzwischen als Dienstleister ihr Geld. Es gibt in der Dienstleistungsbranche Jobs für völlig Ungelernte und solche, für die nicht nur ein Hochschulstudium, sondern auch eine staatliche Anerkennung Voraussetzung ist. Von daher kannst du auf jeden Fall eine Anstellung als Dienstleister finden, unabhängig von deinem Abschluss.

Die 5 größten Arbeitgeber der Dienstleistungsbranche

Unternehmensname Zahl der Beschäftigten in Deutschland
#1 Edeka 317.000
#2 Deutsche Post DHL 175.000
#3 Deutsche Bank 98.254
#4 Deutsche Bahn 96.000
#5 Flughafen Frankfurt 8000
Dein Alltag in der Dienstleistungsbranche
Dein Alltag in der Dienstleistungsbranche
Wusstest du schon, dass....?
  • es trotz „Ärztemangels“ in Deutschland etwa 460.000 Ärzte gibt?
  • das geflügelte Wort der „Servicewüste Deutschland“ erst 1995 entstanden ist?
  • Hotelkaufleute und Altenpfleger in etwa dasselbe verdienen?

Insider Tipps

Erfahrung sammeln

Da die meisten Arbeitgeber sich von ihren potenziellen Angestellten Erfahrung wünschen, nimm ruhig während deiner Jobsuche schon einen Beruf an, der vielleicht nicht ganz deinen Vorstellungen entspricht. Weitersuchen kannst du immer, aber eine Lücke im Lebenslauf macht sich nicht gut.

Praktika und Volontariate

Wenn du nicht sofort eine Festanstellung in dem Bereich findest, in dem du gerne arbeiten würdest, lass dich zunächst auf ein Praktikum oder ein Volontariat ein. Das ist zwar schlechter bezahlt, aber es ist auch zeitlich begrenzt. Wenn du dich dabei bewährst, wirst du oft auch übernommen.

Beziehungen pflegen

Es ist immer gut, wenn du irgendwo schon einen Fuß in der Tür hast. Sorge dafür, dass ein bestimmter Professor dich nicht vergisst, absolviere neben dem Studium Praktika, besuche Vorträge oder Diskussionsabende und mach die Bekanntschaft von Menschen, die dir später nützlich sein könnten. Vitamin B ist heute wichtiger als je zuvor.

Arbeiten in der Dienstleistungsbranche

Inzwischen gibt es aus der Dienstleistungsbranche mehr Stellenangebote als aus den restlichen Bereichen der Wirtschaft. Das liegt an der extrem breiten Staffelung der ihr zugehörigen Berufe. Ärzte und Pfleger, Lehrer und Erzieher, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte, Unternehmens- und Personalberater, Bankangestellte, Spediteure und Versicherungsvertreter zählen zu den Dienstleistern. Weitere Beispiele sind Restaurant- oder Hotelfachleute, Berater an Telefonhotlines und Call-Center-Agents. Auch Verkäufer, Fahrer und Kontrolleure öffentlicher Verkehrsmittel, Menschen, die im Nachrichtenwesen tätig sind, Vermittler von Kunst und Kultur, Trainer, Masseure, und kirchliche Mitarbeiter finden in der Dienstleistungsbranche passende Stellenangebote.

Die Liste der möglichen Berufe ist fast endlos, daher gibt es in der Dienstleistungsbranche immer Stellen in großer Zahl. Ob es leicht ist, eine davon zu ergattern, hängt ganz vom jeweiligen Beruf ab. Die Prognosen gehen dahin, dass vor allem die Altenpflege und der Touristik-Bereich stark anwachsen werden. Wer hier die entsprechende Ausbildung hat, muss sich nicht sehr anstrengen, um einen Job zu finden. Im Medienbereich dagegen ist es gang und gäbe, dass du erst Praktika oder ein Volontariat absolvierst, ehe du für eine Festanstellung infrage kommst, und im Bereich von Kunst und Kultur reichen nicht nur Praktika und sehr gute Noten im Abschlusszeugnis der Universität aus: Hier bekommst du häufig nur dann eine Anstellung, wenn du die richtigen Menschen kennst. Bis es so weit ist, heißt es Klinken putzen.

Unternehmen in der Dienstleistungsbranche

Ebenso vielfältig wie die Berufe sind auch die Unternehmensformen, in denen Dienstleister arbeiten. Es gibt riesige Konzerne mit sechsstelligen Mitarbeiterzahlen allein in Deutschland, und es gibt kleine, familiengeführte Unternehmen oder auch komplett allein arbeitende Dienstleister. Du kannst in Agenturen arbeiten oder im öffentlichen Dienst, in kleinen Start-ups anfangen oder bei alteingesessenen Branchenriesen. Je nach Ausbildung verkleinert sich natürlich dieses Angebot, wenn du dich nicht unter Wert verkaufen willst. Eines jedoch ist in der Dienstleistungsbranche vielen Jobs eigen: Du solltest mit Menschen umgehen können und eine gewisse zeitliche Flexibilität mitbringen.