Jobs in der Bildungsbranche

Die Bildungsbranche ist relativ unanfällig gegen Wirtschaftskrisen – Kinder wie auch Erwachsene müssen stets unterrichtet werden können, ob gerade eine Finanzflaute herrscht oder nicht. Es gibt gerade von Schulen Jahr für Jahr neue Stellenangebote in der Bildungsbranche. Vor allem Lehramtsstudenten sind also prädestiniert, hier zu arbeiten, doch sie sind nicht die Einzigen. Wer an einer Hochschule lehren möchte, kann das in seinem Fachbereich tun, unabhängig von seiner pädagogischen Ausbildung. Auch Fort- und Erwachsenenbildung erfordern vor allem Fachwissen, keine ausgebildeten Pädagogen. Letztendlich kann jeder, der sein Fachwissen weitergeben möchte, irgendwo in der Bildungsbranche Stellen finden.

Die 5 größten Arbeitgeber der Bildungsbranche

Unternehmensname Zahl der Beschäftigten in Deutschland
#1 universitaet-koeln 5500
#2 universitaet-hamburg 4070
#3 fu-berlin 4000
#4 universitaet-muenster 650
#5 universitaet-muenchen 221
Dein Alltag in der Bildungsbranche
Dein Alltag in der Bildungsbranche
Wusstest du schon, dass....?
  • die ersten Schulen überhaupt um ca. 2000 v. Chr. von den Sumerern gegründet wurde?
  • das erste Gründungsprivileg für eine Universität 1379 an die Stadt Erfurt ging?
  • nur rund 14 Prozent aller Grundschullehrer männlich sind?

Insider Tipps

Hilfswissenschaftler

Bewirb dich während des Studiums bei einem deiner Professoren als Hilfswissenschaftler. Du hast dann zwar eine Menge Arbeit neben deinem normalen Pensum, aber du gewinnst auch einen Mentor, der dir beim Fuß fassen in der Universitätslehre behilflich sein kann.

Feuerwehrstelle

Bekommst du nach dem Abschluss deines Referendariats keine feste Stelle als Lehrer, solltest du, wenn möglich, mit einer sogenannten Feuerwehrstelle vorlieb nehmen. Das bedeutet, dass du beispielsweise für eine junge Lehrerin einspringst, die im Mutterschutz ist. Diese Stellen sind befristet, aber sie sind Referenzen und besser als eine anhaltende Jobsuche.

Eigeninitiative

Möchtest du gern Kurse zu einem bestimmten Thema geben, wende dich selbst an Volkshochschulen in deiner Umgebung. Sie werden, wenn es Zeit und Platz für deinen Unterricht gibt, das Angebot ausschreiben. Der Kurs kommt zustande, wenn genügend Interessenten zusagen.

Arbeiten in der Bildungsbranche

Der bei Weitem größte Abschnitt in der Bildungsbranche ist die Lehre, sie beginnt schon im Kindergarten. Ob du Kinder und Jugendliche unterrichten möchtest oder Erwachsene, ob du Nachhilfe in speziellen Fächern geben willst oder mit körperlich oder geistig beeinträchtigten Schülern arbeiten möchtest – für all diese Berufswünsche gibt es in der Bildungsbranche Stellenangebote. Allerdings sind die wirklich gut bezahlten oft rar gesät: Während Volkshochschulkurse zum Beispiel bei genügend Interessenten zustande kommen und viele Eltern händeringend erschwinglich Nachhilfelehrer für ihren Nachwuchs suchen, sind feste Stellen an der Universität oder der Schule oft nicht leicht zu bekommen.

Die Lehre an der Universität ist für viele Absolventen ein Traum. Doch ehe es hier im öffentlichen Dienst zu einer Festanstellung kommt und zum hohen Gehalt eines Professors, musst du einen steinigen Weg gehen. Zahlreiche vielversprechende Doktoranden hangeln sich von befristetem Lehrauftrag zu befristetem Lehrauftrag und müssen nebenher anderen Jobs nachgehen, um ihr Leben finanzieren zu können. Dazu kommt die Mehrbelastung durch die Promotion und die Habilitation. Die wenigsten Menschen werden vor ihrem 40. Lebensjahr Professor. Manche Absolventen, die sich der Forschung verschrieben haben, kehren irgendwann der Bildungsbranche den Rücken und arbeiten in der freien Wirtschaft. Als Lehrer bewirbst du dich nach deinem Referendariat und mit Glück bekommst du sofort eine Festanstellung. Doch auch hier werden in der Bildungsbranche die Jobs rarer, und viele Absolventen mit befristeten Verträgen hingehalten.

Unternehmen in der Bildungsbranche

Schulen und Universitäten sowie Fernuniversitäten bieten in der Bildungsbranche viele Jobs, sie stehen für den traditionellen Bildungsweg. Inzwischen gibt es aber zahlreiche Alternativen der Weiterbildung. Es werden beispielsweise in Volkshochschulen oder speziellen Bildungseinrichtungen Fortbildungskurse angeboten und zertifiziert. Auch der Bereich der Nachhilfe wächst schnell an. Das ist darauf zurückzuführen, dass immer mehr Kinder das Abitur machen sollen und in verschiedenen Fächern ohne Hilfe den Anschluss verlieren würden.

Inzwischen haben sich verschiedene Nachhilfeanbieter auf den wachsenden Markt eingestellt. In der Bildungsbranche kommen Stellenangebote vermehrt aus dieser Richtung. Es werden nicht nur Menschen gesucht, die Nachhilfe geben können (dabei ist deine Ausbildung egal, es kommt nur auf dein Fachwissen an), oftmals werden sogar Franchisepartner gesucht. Diese sollen einen neuen Standort für das Nachhilfeunternehmen einrichten. Für den Job wird vor allem Organisationstalent benötigt und eine gewisse Befähigung zur Personalführung. Ein Studium ist keine Voraussetzung.