Bewerbung als Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Während des Masterstudiums gibt es bereits vielfach für interessierte Studierende Infoveranstaltungen über die Möglichkeiten einer Dissertation. Oft kann man dadurch auch schon zu Professoren Kontakte knüpfen, die für einen als Doktorvater oder Doktormutter infrage kommen. Bei allem Vitamin B, der einem in der Uni allerdings weiterhelfen kann, kommt man nicht um eine Bewerbung auf einen Job als wissenschaftlicher Mitarbeiter herum. 

Anschreiben und Lebenslauf

Worauf du als wissenschaftlicher Mitarbeiter das Anschreiben ausrichtest, ist zum einen dein wissenschaftliches Interesse und zum anderen weshalb du denkst, diesem in der ausgeschriebenen Position besonders gut nachgehen zu können. Deinen Lebenslauf kannst du dahingehend optimieren besondere Stationen deines Studiums hervorzuheben. Hattest du zum Beispiel Seminare oder Projekte, in denen du mit deinen Arbeiten besonders glänzen konntest oder die deine fachliche Tiefe in deinem Forschungsbereich betonen, dann führe sie gesondert auf. Auch bereits eingegangene Mitgliedschaften in Fachgruppen und Gesellschaften machen sich im Lebenslauf sehr gut. Je nach Fach kann es sogar wichtig sein bestimmte Meilensteine wie Sprachzertifikate oder besondere Projektarbeiten nochmal vorzustellen.

Relevant und vielfach angefordert sind auch Empfehlungsschreiben von den Professoren aus deinem Studienverlauf. Meistens musst du sie nur nett darum bitten, dir ein solches Schreiben zu verfassen. Wenn du im Verlauf deines Studiums allerdings schon mehrfach bewiesen und gezeigt hast, dass du promovieren kannst und willst, bekommst du bestimmt aber auch schon von alleine ihre Unterstützung. Als Letztes musst du dann noch in einer 1-2-seitigen Projektskizze das Anliegen deines Forschungsinteresses und deines Dissertationsthemas erörtern und grob skizzieren. Dann steht deiner erfolgreichen Bewerbung als wissenschaftlichen Mitarbeiter eigentlich nichts im Wege und du wirst zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter Bewerbung - Tipps zu Anschreiben und Lebenslauf

Das Vorstellungsgespräch

Du wirst als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Vorstellungsgespräch mit deinem möglichen Doktorvater bzw. deiner möglichen Doktormutter wahrscheinlich ein eher informelles Gespräch führen, wenn ihr euch aus dem Studium schon kennt. Das bedeutet jedoch nicht, dass du ihn oder sie nicht dennoch davon überzeugen musst, dass du der Richtige für seinen Job als wissenschaftlicher Mitarbeiter bist. Denn wie Hiwi-Jobs sind auch die Stellen als wissenschaftliche Mitarbeiter, unabhängig vom Fach, im Durchschnitt heiß begehrt.

Wichtig als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Vorstellungsgespräch ist jedoch nicht nur, dass du deinen potentiellen Arbeitgeber von deiner fachlichen Qualifikation überzeugen kannst, sondern auch, dass ihr beide ungefähr auf derselben Wellenlänge tickt. Stimmt ihr zum Beispiel als Historiker unterschiedlichen Denkansätzen und -schulen zu, die sich gegenseitig eher feindlich gegenüberstehen, könnte eine Zusammenarbeit auf Dauer für euch beide nur Stress bedeuten. Kannst du ihn oder sie allerdings im Gegenteil sogar für dein Forschungsthema regelrecht begeistern, kannst du damit natürlich gut punkten. 

Der Bewerbungsprozess

Der Bewerbungsprozess für wissenschaftliche Mitarbeiter läuft zum Großteil über ausführliche Bewerbungsunterlagen mit einer Projektskizze für die eigene Forschung und dem Bewerbungsgespräch. Wenn sich hierbei Prof. und Bewerber gut verstehen, stehen die Chancen schon ganz gut. Seit der Einführung von Graduiertenkollegs an deutschen Hochschulen kann es jedoch sein, dass sich der Prozess bei dir anders gestaltet. Bewirbst du dich auf einen Job als wissenschaftlicher Mitarbeiter in solch einer Einrichtung, kann es vorkommen, dass du in der Stellenausschreibung etwas von "interview week" oder "selection week" oder auch schlicht und ergreifend dem Assessment-Center liest. Dann wirst du auf Einladung hin mit anderen Bewerbern deine Eignung in Gruppengesprächen, Vorträgen und deren Vorbereitung und Planspielen unter Beweis stellen müssen. Hier wird dann von einem Auswahlkomitee entschieden, wer den Job als wissenschaftlicher Mitarbeiter erhält. 

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Denken Sie innerhalb der Vertragszeit Ihre Promotion zu schaffen?
  • Wie sehen Sie sich in administrativen/Funktionsaufgaben?
  • Haben Sie schon Ideen für Seminare? Wie sehen Sie sich im Lehrbetrieb?

Dresscode

Den Dresscode für wissenschaftliche Mitarbeiter dürftest du während deines Studiums eigentlich schon genauestens studiert haben. Wenn deine Dozenten immer in Schlips und Anzug zum Seminar erschienen sind, wird es an deinem Institut wahrscheinlich auch lieber gesehen, wenn du während deiner Präsenzzeiten so angezogen bist. Bei den Geographen wiederum wirst du die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Professoren meist in leichter, geländefähiger Kleidung antreffen. Da man hier viel unterwegs ist und sich für die Forschung auch mal die Hände schmutzig macht, ist es einleuchtend, dass man hier dann auch lieber im Büro in gewohnter Arbeitskleidung sitzt. Dass sollte jedoch nicht bedeuten, dass du zum Vorstellungsgespräch für den Job als wissenschaftlicher Mitarbeiter auch schon in Latzhose und T-Shirt auftauchen solltest, um zu zeigen "Ich bin euer Mann fürs Gelände."; Hier eignen sich auch ein Hemd und eine gute Hose (es darf auch eine schwarze Jeans sein) besser, um dem wissenschaftlicher Mitarbeiter Dresscode zu entsprechen. 

Beruf als
Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in