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Beruf als Wirtschaftspsychologe - Arbeiten in der Psychologie

Psychologie trifft auf Wirtschaft: Als Wirtschaftspsychologe bist du ein Mittler zwischen Individuen wie den einzelnen Mitarbeitern eines Unternehmens oder der Zielgruppe für ein bestimmtes Produkt und dem Unternehmen, das den größtmöglichen Profit erlangen möchte. Um deinen Job zu machen, brauchst du dabei weniger eine bequeme Couch als vielmehr ein gut ausgestattetes Büro. In das darfst du dich allerdings nur einen Teil deiner Arbeitszeit verkriechen, denn im Beruf als Wirtschaftspsychologe findet man dich auch regelmäßig in Beratungsgesprächen sowie bei der Durchführung von Coachings und Seminaren. Was dich sonst noch im Alltag eines Wirtschaftspsychologen erwartet und welche Spezialisierungen du wählen kannst, das erfährst du hier bei uns. 

Arbeitsalltag und Aufgaben als Wirtschaftspsychologe

Jobs als Wirtschaftspsychologe Wirtschaftspsychologe/-psychologin werden

Besonders häufig kommst du im Beruf Wirtschaftspsychologe bei der Personalauswahl zum Zug. Und das nicht erst bei den persönlichen Vorstellungsgesprächen. Denn du entwickelst Anforderungsprofile an die Mitarbeiter und entsprechende Auswahlverfahren wie beispielsweise (Online-)Assessment-Center. Doch deine Arbeit muss noch längst nicht getan sein, wenn die Mitarbeiter rekrutiert sind. Unter dem Stichwort „Wissensmanagement“ sorgst du nämlich dafür, dass Potenziale optimal genutzt werden. Du analysierst also die Anforderungen der einzelnen Arbeitsbereiche und die Potenziale der Mitarbeiter, die diese besetzen. Nun schaust du: Wer braucht eine Fortbildung oder wäre mit einem anderen Aufgabengebiet zu mehr Leistung fähig? Wer hat besonders viel Führungspotenzial und benötigt nun die entsprechende Förderung oder Arbeitsplatzerweiterung? Stellen dieser Art werden übrigens häufig unter dem Stichwort „Change Management“ ausgeschrieben, denn letztendlich suchst du Wege, das Unternehmen intern zu optimieren und leitest auch entsprechend eine Wende ein.

Natürlich stehen wirtschaftliche Zwecke immer im Vordergrund deiner Arbeit, dennoch bist du auch dafür da, Motivation und Firmenbindung der Mitarbeiter zu steigern, Stress zu mindern und für jeden Einzelnen das Beste aus sich und seiner Arbeitssituation herauszuholen. Sind deine Analysen erstellt, kannst du Entscheidungsträger beraten und Fortbildungen planen und ggf. selbst durchführen, beispielsweise Seminare zu den Themen Führungskompetenzen, Coaching oder Stressbewältigung. Du bist also nicht nur ein Analytiker, der die Situation von oben herab betrachtet, sondern bist immer nahe an den Menschen.

Im Beruf als Wirtschaftspsychologe kannst du aber auch einen ganz anderen Schwerpunkt haben, beispielsweise das Marketing. Auch hier steht die Analyse an erster Stelle. Ein Hersteller von Automobilen (oder auch jedem anderem Produkt) braucht deine Zielgruppenanalyse, um optimale Marketing und Verkaufsstrategien zu entwickeln. Er will wissen: Wie tickt unsere Zielgruppe, was spricht sie an, womit kann man sie ködern? Nicht nur die Markteinführung eines Produktes benötigt also die Vorarbeit eines Wirtschaftspsychologen, sondern auch das Aufpolieren des eigenen Images, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens.

Der Beruf Wirtschaftspsychologe ist also auch im Bereich Marketing eine Mischung aus Analyse und Beratungstätigkeit. Egal also, in welchem Bereich du arbeitest, du bist vor allem in deinem Büro, in Meetings- sowie Seminarräumen zu finden. Auch wenn deine Arbeitszeiten sich üblicherweise an der klassischen 9 to 5-Woche anlehnen, musst du dennoch auch mal mit Überstunden rechnen. Dein Arbeitgeber muss übrigens nicht zwingend ein Wirtschaftskonzern sein, denn du kannst auch im Auftrag einer Unternehmensberatung oder eines Recruiting-Unternehmens wechselnde Kunden betreuen, oder dich sogar als Wirtschaftspsychologe selbstständig machen. 

Voraussetzungen für den Beruf Wirtschaftspsychologe

Um den Beruf Wirtschaftspsychologe ergreifen zu können, ist natürlich ein Studium der Wirtschaftspsychologie ideal. Mit entsprechenden Ausrichtungen können auch Studiengänge wie Psychologie, Sozialwissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften eine Alternative sein.

Hast du bereits im Bachelor Studium viel Arbeitserfahrung gesammelt, ist ein Direkteinstieg durchaus möglich, ansonsten lohnt sich aber ein Masterstudium, insbesondere dann, wenn du eine Spezialisierung oder eine zukünftige Führungsposition anstrebst. Denn hier hast du die Möglichkeit, bereits klare Schwerpunkte zu setzen.

Daneben brauchst du zum einen natürlich sämtliche Analyse- und Wirtschaftskenntnisse (die du im Studium und in Praktika erlernt haben solltest). Was auf dem Zeugnis aber häufig zu kurz kommt, ist die Ausbildung der persönlichen Fertigkeiten, auf die man im Beruf Wirtschaftspsychologe nicht verzichten kann. In Beratung beispielsweise brauchst du ein ausgezeichnetes Ausdrucks- und Durchsetzungsvermögen, denn du hast es nicht nur mit Kollegen sämtlicher Abteilungen, sondern auch mit vielen Führungspersönlichkeiten zu tun, die du von deinen Ansichten überzeugen musst. Genauso benötigst du aber auch Einfühlungsvermögen sowie eine professionelle Distanz. 

Spezialisierungsmöglichkeiten

Im Beruf Wirtschaftspsychologe hast du zahlreiche Spezialisierungsmöglichkeiten. Hier bieten sich Felder wie die Kommunikationsberatung, Personalführung, Manager- oder Konfliktberatung besonders an. Du analysierst die jeweiligen Probleme und bietest individuelle Hilfe, meistens in Form von Coaching oder Seminarangeboten an. Da nicht jedes Unternehmen Wirtschafspsychologen beschäftigt, kann sich die Selbstständigkeit als eine Anstellungsalternative anbieten. Möchtest du nicht nur „Beratung und Coaching“, sondern auch Therapie anbieten, sind in der Regel spezielle Fortbildungen notwendig. Zum Teil sind diese nur für Psychologieabsolventen zugänglich.

Ansonsten kannst du auch für Unternehmensberatungen im Beruf Wirtschaftspsychologe arbeiten. Ebenso finden sich in der Lehre und Erwachsenenbildung sowie Arbeits- und Berufsberatung interessante Spezialisierungen für Wirtschaftspsychologen. Nicht zu vergessen natürlich die Marktforschung. 

Fachjargon
Groupthink

Groupthink ist ein Phänomen, das häufig in homogenen Gruppen auftaucht, und zwar dann, wenn Entscheidungen getroffen werden, die jeder einzelne an und für sich ablehnen würde. Es geschieht aufgrund des Bemühens um Einheit und zeigt, dass homogene Gruppen nicht immer die besten Ergebnisse liefern können und dies bei Teamzusammenstellungen berücksichtigt werden sollte.

Psychografische Merkmale

Psychografische Merkmale sind besonders hinsichtlich einer Zielgruppenanalyse von Interesse. Anders als soziodemografische Merkmale wie Alter, Familienstand oder Einkommen werden hier Einstellungen, Werte, Vorlieben und Statusbewusstsein in den Fokus gestellt.

Prokrastination

Wird im Volksmund auch „Aufschieberitis“ genannt, also der Zwang, alle wichtigen Aufgaben auf die nächste Stunden, den nächsten Tag oder die nächste Woche zu schieben. Diese Erledigungsblockade wirkt sich aber längst nicht nur auf das Privatleben negativ aus, sondern ist auch im Beruf mehr als störend. Als Wirtschaftspsychologe ist es also deine Aufgaben, dem Problem auf den Grund zu gehen und (individuelle) Lösungen zu finden.

Wusstest du schon, dass...
  • Multitasking im Berufsleben zwar als selbstverständlich gilt, aber zu den häufigsten Stressfaktoren zählt?
  • dauerhafte Wut und Aggression den IQ sowie die Lebenserwartung senken?
  • manche Menschen ihre Persönlichkeit verändern, wenn sie in einer anderen Sprache sprechen?
Was man kennen und können sollte
EDV
  • MS Office
  • Lotus Notes
  • PeopleSoft.
Weitere berufsspezifische Fähigkeiten
  • Durchsetzungsvermögen
  • Analyseskills
  • Empathie
  • Kommunikationsstärke
  • Wirtschaftliches Denken
  • Präsentationskompetenz
Autor: Sabine Zagar
Verwandte Berufsfelder:
Wirtschaftspsychologe/-psychologin als Beruf - Aufgaben und Infos

Beruf als
Wirtschaftspsychologe/-psychologin

Psychologischer Unternehmensberater Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: bis 55 Stunden: Vielbeschäftigt
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2300-3000 €
Männer/Frauen-Relation 3/7
Bewerber pro Stelle: 6 Bewerber
Spitzenverdiener 10.000 €