Beruf als Webmaster - Arbeiten in IT

Was würden wir nur ohne den Webmaster Beruf machen? Ohne ihn und den Webentwickler gäbe es die Milliarden von Websites nicht und das Internet wäre ein schwarzes Loch, das aus gähnender Langeweile bestünde. Vorbei wäre es mit lustigen Memes, die uns auch den schlimmsten Montag versüßen, weg wären die GIFs, die uns zum Lachen bringen, auch wenn wir den Grund manchmal selbst nicht so genau wissen, und auch die obligatorischen Fail Videos, die unser Leben doch nicht so schlimm erscheinen lassen, wären verschwunden. Dass das nicht passieren darf, steht außer Frage. Dass du für noch viel mehr verantwortlich bist, wohl ebenso. Was genau dieses „viel mehr“ ist sowie alles zum Thema Bewerbung, Karriere und Gehalt erfährst du hier. 

Arbeitsalltag und Aufgaben als Webmaster

Arbeitsalltag als Webmaster Webmaster werden

Sonne, atemberaubende Natur und weite Landschaften wirst du in deinem Beruf als Webmaster nur sehen, wenn du Bilder davon als Desktophintergrund eingestellt hast. Deine Arbeit findet zu 99,9% in Gebäuden und dabei natürlich meistens auch sitzend am Computer statt. Wenn du also Rückenprobleme oder den ständigen Drang nach Frischluft hast, solltest du dir eine Karriere als Webmaster zweimal überlegen. Immerhin ist es im Job deine wichtigste Aufgabe, Websites zu erstellen und das kann man nun einmal schlecht auf einem Blatt Papier am Strand machen.

Grundsätzlich macht es keinen großen Unterschied, ob du als Selbstständiger, Freiberufler oder Angestellter dein Geld als Webmaster verdienst. Die Aufgaben unterscheiden sich kaum. Bei allen drei ist die Erstellung einer Website die Hauptaufgabe und deine Rolle als Architekt des Internets gleich. Dazu sind die verschiedenen Programmiersprachen wie Javascript oder PHP aber auch grafisches Wissen, für das Design der jeweiligen Seite, sehr wichtig. Dabei geht es in deinem Job allerdings nicht nur um die bloße Erstellung, sondern auch um die Pflege, Wartung und Betreuung der Website. Du reparierst Bugs, machst Updates und sorgst mithilfe von Keywords für eine bestmögliche Verteilung der Webinhalte. Auch Reichweite-Analysen gehören zu deinem Arbeitsalltag, um dem Kunden die Zugriffszahlen aufarbeiten und präsentieren zu können.

Als Freiberufler machst du das in der Regel alles alleine, selten holst du dir zur Erstellung von Grafiken oder Überschriften extra Designer oder Redakteure mit ins Boot. Schließlich wollen die dann auch ein Stückchen vom Lohnkuchen abhaben. In Unternehmen und Agenturen werden sehr aufwendige Internetseiten fast immer von ganzen Teams aus verschiedenen Abteilungen gestaltet, in denen auch du als Webmaster zu finden bist.

Wenn du im Beruf des Webmasters tätig bist, vereinst du viele Fähigkeiten und absolvierst Aufgaben, die auch Webdesigner sowie Webentwickler in ihrem Berufsalltag ausführen. Als Webmaster bist du eine Art Kombination aus beidem. Der Webdesigner kann zwar auch programmieren, hat seinen Schwerpunkt jedoch, wie der Name schon sagt, im Design. Der Webentwickler wiederrum konzentriert sich auf die Programmierung und Umsetzung von Websites und Web-Anwendungen, und weniger auf das Design. Generell gilt jedoch bei Online-Berufen, dass je grösser das Unternehmen ist, desto spezieller sind auch die Aufgaben des jeweiligen Online-Berufs. In kleineren Betrieben ist es die Regel, dass du als Webmaster auch die Aufgaben des Webdesigners und Webentwicklers ausführst, wohingegen ein größerer Betrieb einen Spezialisten in den jeweiligen Bereichen hat. 

Voraussetzungen für den Beruf Webmaster

Beste Voraussetzungen, um als Webmaster im Beruf durchzustarten, hast du mit einem Informatikstudium. Doch auch Autodidakten, die seit Jahren Websites programmieren und entwerfen, haben gute Chancen, als Webmaster durchzustarten. Denn gerade im Bereich des Internets gibt es viele Quereinsteiger, die sich alles Wichtige selbst beigebracht haben. Doch Programmierkenntnisse allein reichen hierbei natürlich nicht aus. Du musst in der Welt des World Wide Web zu Hause sein und dich mit Konzeption genauso gut auskennen, wie beispielsweise mit Webdesign. Du erstellst schließlich Layouts und Designs und deshalb musst du auch in Sachen Bildbearbeitungs- und Grafikprogrammen fit wie ein Turnschuh sein. Keine Frage also, dass das auch Kreativität voraussetzt. Die Planung und Erstellung einer Website ist immerhin ein künstlerischer Prozess, aber auch die Lösung von technischen Problemen erfordert oft ein großes Maß an Ideen. Wenn du noch nie selbst eine Website konzipierst und erstellt hast, sieht es bei einer Bewerbung eher schlecht für dich aus.

Im Beruf des Webmasters ist außerdem eine schnelle Auffassungsgabe sehr wichtig, da du in der Lage sein musst, Zusammenhänge schnell zu erfassen und deinem Projekt entsprechend einzuordnen. Dabei kommt es oft zu Zeitdruck, du solltest also auch belastbar sein und in stressigen Situationen die Ruhe bewahren.

Da du nicht nur in deinem stillen Kämmerchen sitzt und Codes generierst, sondern es zu deinen Hauptaufgaben gehört Kontakt mit Kunden zu pflegen, ist es unerlässlich, dass deine kommunikativen Fähigkeiten sehr ausgeprägt sind. Gerade als Selbstständiger oder Freelancer ist es die allerwichtigste Aufgabe, Kunden anzurufen, mit ihnen via E-Mail zu kommunizieren oder vor Ort auf ihre Wünsche einzugehen. Doch nicht nur Freiberufler sollten offen und kommunikativ sein, auch als Festangestellter führst du oft Telefonate. Diese finden nicht immer ausschließlich mit externen Kunden statt, sondern können auch intern geführt werden. Du bist quasi das Bindeglied zwischen den verschiedenen Spezialisten innerhalb des Unternehmens oder der Agentur. Die Redaktion hat Fragen an die Programmierer und diese wollen etwas von den Grafikern. Häufig sprechen sie einfach nicht die gleiche Sprache, da sie sich in den Fachgebieten der Kollegen nicht so gut auskennen. Als Webmaster bist du daher ein kleiner Spezialist in allen Fachgebieten und verbindest somit auch die verschiedenen firmeninternen Ebenen miteinander.  

Spezialisierungsmöglichkeiten

Wenn dich ein Bereich als Webmaster besonders interessiert, kannst du dich natürlich auch auf den jeweiligen Bereich spezialisieren. Mithilfe von Fortbildungen erweiterst du so dein Wissen und erwirbst zusätzliche Qualifikationen. Einige der Zertifikate werden dir sicherlich auch bei Beförderungen und Gehaltsverhandlung sehr hilfreich sein. Im Beruf als Webmaster für den Bereich Web Business konzipierst du Websites, Web-Anwendungen und Web-Interfaces. Bist du dabei der Hauptverantwortliche und übernimmst die Projektleitung, überwachst du häufig ein Team aus mehreren Mitarbeitern und passt auf, dass man dem Online-Recht entsprechend arbeitet. Denn nichts ist schlimmer, als später für etwas geradestehen zu müssen, was man nicht selbst verbockt hat oder hätte verhindern können.

Im Gegensatz dazu kümmern sich Webmaster in der Administration überwiegend um die Installation, Konfiguration und Wartung von Internet-Kommunikationsservern. Alle gängigen Server-Betriebssysteme sind dir bekannt und auch die bekannten Internetdienste wie WWW stellen keine Herausforderung für dich dar. Eine deiner wichtigsten Aufgaben ist es jedoch, die Sicherheit, Performance, Zuverlässigkeit sowie hohe Verfügbarkeit deiner Websites- oder Anwendungen für den User zu gewährleisten. 
Spezialisierungen
Webmaster
Fachjargon
VServer

Die Bezeichnung VServer steht für „virtueller Server“. Der Begriff beschreibt ein Webhosting, bei dem ein physikalischer Server simuliert wird. Benutzer können sich beispielsweise per SSH anmelden und daraufhin selbstständig Software auf diesem virtuellen Server installieren. Aber auch ein Webhosting mit einer großen Menge an Speicherplatz und Transfervolumen wird manchmal bereits als VServer bezeichnet.

Hosting

Das Bereitstellen von Webseiten auf einem Server wird mit dem Begriff Hosting beschrieben. Als Webmaster einer kleineren Site überlässt du das Hosting meist einem Provider, der auch als Hoster bekannt ist. Normalerweise teilt man sich zudem einen Server mit anderen Sites, denn wenn man sich seinen eigenen Server leisten kann, kann man diese eigentlich auch gleich selbst hosten.

DHTML

Die Abkürzung DHTML steht für „Dynamische Hypertext Markup Language“. Dabei beschreibt das Adjektiv „dynamisch“, dass die Elemente der Seite sich abhängig von Nutzeraktionen bewegen oder sich in Abhängigkeit davon verändern. Diese dynamischen Effekte werden von dir als Webmaster beispielsweise mit der Skriptsprache Javascript und CSS erzeugt.

Wusstest du schon, dass...
  • der Begriff Webmaster ursprünglich als Bezeichnung für den Administrator eines Webservers benutzt wurde?
  • HTML zusammen mit dem Protokoll HTTP im Jahr 1989 von Tim Berners-Lee entwickelt wurde?
  • awk und GLE sogenannte „selbstständige Skriptsprachen“ sind?
Was man kennen und können sollte
Codes
  • Delphi
  • Java
Scriptsprachen
  • Javascript
  • HTML
  • PHP
Designprogramme
  • Adobe Creative Suite
  • C4D
  • After Effects
  • Flash
Verwandte Berufsfelder: IT Medien Online
Webmaster als Beruf - Infos zur Arbeit in IT

Beruf als
Webmaster

Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: Ab 55 Stunden: Vielbeschäftigt
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 1700-3500 €
Männer/Frauen-Relation 8/2
Bewerber pro Stelle: 10 Bewerber
Spitzenverdiener 4500 €