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Beruf als Verwaltungsangestellter höherer Dienst - Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung

Schon zu Unizeiten hast du leidenschaftlich gern To Do-Listen abgehakt, und wenn die nächste Fachschaftsparty geplant werden musste, warst du ganz vorne mit dabei. Schon mal über den Beruf Verwaltungsangestellter höherer Dienst nachgedacht? Wo Antragsverfahren abgewickelt, öffentliche Leistungen genehmigt und betriebliche Abläufe koordiniert werden müssen, braucht man Beamte mit dem richtigen Riecher für alles, was mit Organisation zu tun hat. Wenn du Jura oder Wirtschaftswissenschaften studiert hast und es in deinem Kopf so aufgeräumt ist wie in der Sockenschublade von Monk, dann ist der Beruf Verwaltungsangestellter höherer Dienst wie für dich gemacht. Weil du bestimmt schon mit den Hufen scharrst, haben wir alle nötigen Infos ordentlich für dich sortiert! 

Spezialisierungen
Verwaltungs-angestellte/r höherer Dienst

Arbeitsalltag und Aufgaben als Verwaltungsangestellter höherer Dienst

Jobs als Verwaltungsangestellter höherer Dienst Verwaltungs-angestellte/r höherer Dienst werden

Was genau du im Beruf Verwaltungsangestellter höherer Dienst den ganzen Tag zu tun hast, ist gar nicht so leicht zu beantworten. Klar ist erstmal: Du bist Beamter der höchsten Laufbahn und hast irgendwas mit Verwaltung am Hut. Im öffentlichen nichttechnischen Dienst kann das auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene der Fall sein. Aber auch die Bundeswehr kommt als Arbeitgeber für den Beruf Verwaltungsangestellter höherer Dienst im technischen Dienst in Frage. Überall dort müssen schließlich Arbeitseinsätze geplant, Rechtsnormen eingehalten und Geldmittel genau kalkuliert werden. Als Verwaltungsangestellter im höheren Dienst hast du die Fachaufsicht über diese Prozesse, ganz egal, in welcher Behörde und auf welcher Ebene du arbeitest. Aber nicht nur Controlling-Qualitäten, auch juristisches Knowhow wird von dir verlangt. Wenn zum Beispiel rechtliche Problemfälle innerhalb deiner Behörde zu klären sind, musst du als Führungsperson oft eigenmächtig über Grundsatzfragen entscheiden und diese durchsetzen können.

Übst du den Beruf Verwaltungsangestellter höherer Dienst auf Bundesebene aus, gehören sogenannte „Normsetzungsverfahren“ zu deiner Arbeitsroutine. Dabei arbeitest du eng mit den Abgeordneten des Parlaments zusammen und formulierst für sie wichtige Dokumente wie Verwaltungsvorschriften oder neue Gesetzesentwürfe, die anschließend im Parlament besprochen werden. Als Mitwirkender an neuen Gesetzesbeschlüssen trägst du enorm viel Verantwortung und wägst die Interessen verschiedener Gruppen und Institutionen gegeneinander ab. Vermittlungsgeschick ist hier dringend gesucht! Arbeitest du in einer Behörde der öffentlichen Verwaltung auf Landes- bzw. Kommunalebene, dreht sich dein Arbeitsalltag im Beruf Verwaltungsangestellter höherer Dienst vor allem um Haushaltsfragen und Bürgerbelange. Für welche Einrichtungen wird wie viel Geld zur Verfügung gestellt? Wie kann man noch besser auf die Bürgerinnen und Bürger eingehen? Die Antworten auf solche Fragen findest du und sorgst dafür, dass deine Entscheidungen in die Tat umgesetzt werden.

Es soll bitte auch mal weg vom Schreibtisch und eventuell ins Ausland gehen? Dann kannst du z.B. bei der Bundeswehr die öffentliche Verwaltung zum Beruf machen. Vor allem wirtschaftswissenschaftliche und technische Skills sind hier gefragt, wenn du im technischen Dienst der Wehrverwaltung arbeitest. Hier kalkulierst du von oberster Stelle aus die Geldmittel, die für sämtliches Bundeswehrequipment zur Verfügung stehen. Je nach Fachrichtung bist auch in die Entwicklung von Prototypen und IT-Systemen involviert. 

Voraussetzungen für den Beruf Verwaltungsangestellter höherer Dienst

Um in Deutschland Beamter zu werden, musst du zunächst Deutscher im Sinne des Grundgesetzes oder EU-Bürger sein. Welche Voraussetzungen du darüber hinaus für den Start in die Beamtenlaufbahn mitbringen musst, hängt davon ab, für welchen Bereich du dich interessierst.

Möchtest du den Beruf als Verwaltungsangestellter höherer Dienst bei der öffentlichen Verwaltung von Bund und Ländern anfangen, brauchst du dein erstes Staatsexamen im Bereich Rechtswissenschaft. Den Beruf als Verwaltungsangestellter höherer Dienst im nichttechnischen Dienst startest du dann über ein zweijähriges Referendariat. Sobald du dein zweites Staatsexamen bestanden und den Status einen Volljuristen erreicht hast, wirst du in den Beamtenstatus auf Widerruf übernommen. Im Schnitt wirst du nach drei, maximal nach fünf Jahren auf Lebenszeit verbeamtet, wenn dein Dienstherr mit dir zufrieden ist.

Du möchtest den Beruf Verwaltungsangestellter höherer Dienst lieber bei der Bundeswehr im technischen Dienst ausüben? In dem Fall wird für deine Laufbahn als Beamter ein Master- oder Diplomabschluss in einem wirtschaftswissenschaftlichen oder einem technischen Studienfach verlangt. Bringst du mindestens zwei Jahre Arbeitserfahrung mit und erfüllst die Anforderungen der Bundeswehr, wirst du direkt auf Widerruf verbeamtet. Kommst du ohne Berufserfahrung frisch von der Uni, hast du als Angestellter ein halbes Jahr Zeit, dich zu beweisen. Schlägst du dich gut, folgt nach diesen sechs Monaten die Verbeamtung auf Widerruf, die nach drei Jahren in den Beamtenstatus auf Lebenszeit umgewandelt werden kann.

Spezialisierungsmöglichkeiten

Verwaltungsangestellter höherer Dienst als Beruf zu haben, kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem, worauf du dich spezialisierst. Weil dein Dienstherr weiß, wie wichtig Spezialisten für bestimmte Fachbereiche sind, werden dir in deinem Beruf als Verwaltungsangestellter höherer Dienst viele unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem Tablett serviert. Kommst du aus der juristischen Ecke, kannst du dich z.B. auf Datenschutz-, Finanz- oder Völkerrecht spezialisieren. Oder darf es eher etwas Praktisches sein? Dann bist du gut bedient mit Fortbildungen zum Thema Personalwesen, Unternehmensführung oder Sachbearbeitung. Bist du im Beruf als Verwaltungsangestellter höherer Dienst im technischen Dienst der Bundeswehr tätig, kannst du dich dagegen auf den Rüstungsbereich spezialisieren. 

Spezialisierungen
Verwaltungs-angestellte/r höherer Dienst
Fachjargon
Haushalt

Gemeint ist hiermit nicht dein privater Haushalt, sondern der öffentliche Haushalt von Bund und Ländern. Je nach Ebene (Bund, Länder, Kommunen) erfüllt der Haushalt verschiedene Aufgaben, zum Beispiel in Form von Zinsen für Staatsanleihen auf staatlicher Ebene oder der Bezuschussung öffentlicher Einrichtungen in den Kommunen. Das Geld dieses öffentlichen Haushalts stammt nicht aus dem wirtschaftlichen Wettbewerb, sondern beispielsweise aus Steuereinnahmen. Weil natürlich neben den Einnahmen auch noch Geld ausgegeben werden muss, ist das oberste Ziel eines Haushaltsplans die Ausgabendeckung: Alle Steuereinnahmen sollen so eingesetzt werden, dass alle Ausgaben, etwa das Arbeitslosengeld, damit abgedeckt sind. Gewinnmaximierung spielt keine Rolle.

Kameralistisch

Abgeleitet von „Kameralistik“ bezeichnet dieser Begriff eine ganz bestimmte Art der Buchhaltung. Die kameralistische Buchführung, auch Kameralbuchhaltung genannt, kommt in der öffentlichen und kirchlichen Verwaltung zum Einsatz und hängt sehr eng mit dem öffentlichen Haushalt zusammen. Bei der kameralistischen Buchführung werden die Konten in vier Spalten geteilt (Reste vom Vorjahr, laufender Soll, Ist, neue Reste), um einen genauen Überblick über alle Einnahmen und Ausgaben der öffentlichen Finanzwirtschaft zu haben.

Leistungsprinzip

Das Leistungsprinzip wird aus dem Grundgesetz abgeleitet. In Art. 33, Abs. 2 ist dort festgeschrieben, dass jeder, der sich um ein öffentliches Amt bewirbt, nach seiner individuellen Leistung und fachlichen Befähigung beurteilt werden soll. Zum einen soll auf diese Weise die größtmögliche Fairness bei der Ämtervergabe garantiert werden. Zum anderen läuft das Leistungsprinzip auf eine Art Bestenauslese heraus, die garantieren soll, dass öffentliche Ämter nur von den fähigsten Mitarbeitern bekleidet werden.

Wusstest du schon, dass...
  • man als Beamter nur durch ein Disziplinarverfahren entlassen werden kann?
  • Beamte gewisse gesundheitliche Anforderungen erfüllen müssen? Besteht die Gefahr eines frühzeitigen Ruhestandes zum Zeitpunkt der Einstellung, wird‘s nichts mit der Verbeamtung.
  • beim Bund derzeit rund 165.500 Männer und nur 94.800 Frauen beschäftigt sind?
Was man kennen und können sollte
Softskills
  • Selbstständigkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Entscheidungsfreude
  • Kommunikationstalent
  • Diskretion
Fachwissen
  • Controlling
  • Finanzrecht
  • Völkerrecht
  • Finanzplanung
  • Sachbearbeitung
Sprachen
  • Englisch
  • Französisch (auf Bundesebene)
Autor: Laura Zink
Verwandte Berufsfelder:
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Beruf als
Verwaltungs-angestellte/r höherer Dienst

Regierungsrat/-rätin Bevorzugte Studiengänge
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