Karriere und Weiterbildung als Unternehmensberater

Die Karriereaussichten für Berater sind gut, wenn sie selber gut sind. Heißt also, wer was erreichen möchte, sollte sich sehr anstrengend und seinem Privatleben für eine Zeitlang ade sagen. Denn lange Abende im Büro, Nächte im Hotel und eine 80-Stunden-Woche sind keine Seltenheit. Aber was tut man nicht alles, für eine herausragende Karriere als Unternehmensberater.

Das Gute am Beruf als Unternehmensberater ist, dass man nach einer kurzen Einarbeitungsphase ziemlich schnell ins kalte Wasser geworfen wird und auf sich selbst gestellt ist. So lernst du selber schnell dich zu organisieren und mit den unterschiedlichsten Situationen zurecht zu kommen. Wenn du den riesigen Erwartungen, die man an dich stellt, dann noch standhalten kannst, hast du gute Chancen als Unternehmensberater eine steile Karriere hinzulegen. 

Karrierepfad als Unternehmensberater/in

Unternehmensberater Karriere und Weiterbildung

Associate

Associate ist so ziemlich die erste Karrierestufe, die du als Unternehmensberater erreichen kannst, wobei hier auch noch Abgrenzungen zwischen Junior Associate, Senior Associate und Associate Consultant gemacht werden. Welche Position genau du erreichen kannst, hängt nicht nur von deinen Kenntnissen und deinem Abschluss ab, sondern auch von dem Unternehmen bei dem du angestellt bist. So gibt es Unternehmen, in denen du nach 2 Jahren als erste Karrierestufe zum Senior Associate Consultant aufsteigen kannst, während du bei anderen erst in der zweiten Instanz zum Senior Associate gekürt wirst. Wieder andere Unternehmen unterscheiden bloß zwischen Junior Associate und Associate.

Unter den Unternehmensberatern gibt es zudem die Bezeichnung Fellow oder Consulting Analyst. Ganz abhängig natürlich von der Beratungsfirma und dem Tätigkeitsfeld, in welchem du tätig bist, tauchen immer andere Bezeichnungen auf. Wie du siehst, können die Berufsbezeichnungen teilweise sehr verwirrend für Neueinsteiger sein.

Junior Berater

Grundsätzlich steigst du in einer Beratungsfirma immer erst als Junior Berater ein. Häufig werden hierfür auch die Titel Junior Associate oder Junior Consultant verwendet, die eigentlich nichts anderes bedeuten. Man sagt, dass nach den ersten 2 Jahren 40-60% in der Karriere als Unternehmensberater viele wieder abspringen und sich eine andere Tätigkeit suchen. Sei es, weil ihnen die Beratertätigkeit keinen Spaß mehr macht, weil sie überfordert sind oder weil sie vielleicht sogar einfach nicht so gut waren. Hast du es aber geschafft und konntest dich behaupten, wirst du ziemlich schnell befördert.

Senior Berater

Senior Berater sind nicht nur auf der Karriereleiter schon relativ hoch aufgestiegen, sie haben auch bereits einen Sprung in der Gehaltsklasse gemacht. Häufig werden hier auch die Titel Senior Consultant oder Senior Associate Consultant verwendet. Sie sind bereits gut angesehen und können ein paar Jahre Berufserfahrung nachweisen. Das ist sehr gut für ihre Karriere als Unternehmensberater. Hast du als Senior Berater in einem mittelständischen Unternehmen gearbeitet, hast du gute Chancen dich bei einem der großen Konzerne zu bewerben und dort große Projekte zu betreuen. Der Weg dorthin ist aber besonders in Beraterkonzernen sehr steinig. Denn wer sich nicht so entwickelt, wie die Firma sich das vorstellt, wird schnell ausgesiebt. Alleine der Umsatz ist, was hier zählt.

Partner

Immer wieder hört man, dass sich Berater wünschen, endlich Partner zu werden. Das hat auch einen guten Grund, denn wer zum Partner ernannt wird, hat es geschafft und die höchste Beraterstufe auf der Karriereleiter erreicht. Zusätzlich bekommt er damit großes Vertrauen ausgesprochen und hat viel mehr Entscheidungsfreiheiten. Und was man natürlich nicht verachten darf: Die Gehälter entwickeln sich parallel zu den Karrierestufen als Unternehmensberater. Wer also Partner ist, geht mit einem ordentlichen Gehalt nach Hause. In den Spitzenkonzernen kann das bis zu 400.000 Euro brutto im Jahr sein, während ein Partner im Schnitt nur 240.000 Euro sind. Wobei dies im Vergleich zu anderen Berufsgruppen auch schon ein Spitzengehalt ist. Partner werden in vielen Konzernen auch als Principal betitelt, häufig kann man aber auch den Titel Principal bereits tragen ohne schon Partner zu sein, das ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. 

Autor: Marina Paar

Beruf als
Unternehmensberater/in