Karriere und Weiterbildung als Übersetzer

Um als Übersetzer Karriere zu machen, musst du an erster Stelle zwei Fremdsprachen beherrschen. Doch was viele vergessen ist, die Bedeutung der Muttersprache, denn immer häufiger scheitert die Bewerbung an mangelnden Ausdrucksformen und Grammatikkenntnissen. Du solltest also nicht darauf verzichten, regelmäßig an Übersetzer Weiterbildungen teilzunehmen. 

Karrierepfad als Übersetzer/in

Übersetzer Karriere und Weiterbildung

Volontariat

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Auch wenn die Sprachen sitzen und du hochmotiviert ins Berufsleben starten möchtest, solltest du den Unterschied zwischen Uni und Praxisleben nicht unterschätzen. Hast du bereits einige Praktika im In- und Ausland absolviert, sollte deinem Berufseinstieg nichts im Wege stehen. Andernfalls kann ein Volontariat den Einstieg in die Karriere als Übersetzer erleichtern.

Festanstellung

Als Übersetzer kannst du in Dolmetschbüros und bei Verlagen arbeiten.  Aufträge werden dann an diese Firmen geleitet und von dir und den anderen Mitarbeitern bearbeitet. Einige internationale Firmen haben dagegen eigene Abteilungen für Übersetzungen. Du arbeitest in der Regel eigenverantwortlich, wichtig ist es daher, dass du ein gutes Zeitmanagement besitzt, damit du alle Abgabetermine einhalten kannst.

Fortbildungen

Ob eine weitere Sprache, Fachjargon oder Methodik – als Übersetzer lernst du nie aus. Trends verändern sich laufend, damit du auch weiterhin deine Kunden glücklich machen und viele Aufträge entgegennehmen kannst, solltest du regelmäßig an Übersetzer Weiterbildungen teilnehmen.

Übersetzer bei der Europäischen Kommission

Einige der wohl anspruchsvollsten Aufgaben, die du als Übersetzer übernehmen kannst, wartet bei der Europäischen Kommission in Brüssel auf dich. Papiere, Beschlüsse und Vorlagen müssen in 23 Amtssprachen übersetzt werden. Voraussetzung ist das Beherrschen von mindestens zwei Sprachen. Besonders groß ist die Nachfrage jenseits der beliebten Sprachen wie Englisch, Spanisch und Französisch. Wer also Niederländisch, Irisch oder Maltesisch spricht, hat beste Chancen auf eine Anstellung.

Selbstständigkeit

Viele Übersetzer träumen davon auf eigenen Füßen zu stehen. Bis es so weit ist, solltest du aber erst einmal Erfahrungen sammeln. Denn um als selbstständiger Übersetzter Karriere zu machen benötigst du vor allem eins – Kontakte. Unkompliziert ist dagegen häufig die bürokratische Organisation, denn neben einem Büro (das auch in den eigenen vier Wänden sein darf) benötigst du nur wenige Materialien und hast entsprechend geringe Kosten. Dafür musst du mit deinen Aufträgen aber auch eine Altersvorsorge finanzieren und Leerlaufzeiten überbrücken. Du solltest dich daher in den Leistungen, die du anbietest, breit aufstellen. So kannst du besser gewährleisten, dass dein Terminkalender immer voll ist. 

Autor: Sabine Zagar

Beruf als
Übersetzer/in