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Beruf als Systemanalytiker - Arbeiten in der Informatik

In deinem Beruf als Systemanalytiker bist  du nicht nur Informatiker, sondern auch Unternehmensberater. Allerdingst erteilst du weder Ratschläge in Sachen Bonität, noch bist du für das Risikomanagement zuständig. Du kümmerst dich lieber um den technischen Beistand und überprüfst die Leistungsfähigkeit der Programme für den betrieblichen Alltag. Als Systemanalytiker darfst du daher nicht enttäuscht sein, wenn man dich nicht als Vollblutinformatiker bezeichnet. Du verfügst zwar über einwandfreies technisches Wissen, selbst programmieren wirst du aber selten etwas. Viel häufiger beurteilst du, ob die Entwickler ihre Sache gut gemacht haben, indem du nicht nur den Informatiker in dir aufrüttelst, sondern diesen auch mit kaufmännischen Eigenschaften ausrüstest.  

Arbeitsalltag und Aufgaben als Systemanalytiker

Systemanalytiker/in werden

Fuzzling, Ping oder Doomsday File – was eher an einen Jugendslang erinnert, ist aus deinem Arbeitsalltag nicht wegzudenken. In deinem Beruf als Systemanalytiker gehört das IT-Alphabet genauso zu dir wie der Morgenkaffee. Dass du dementsprechend über weitreichendes Wissen verfügen solltest, muss wohl kaum erwähnt werden.

Ein Alltag ohne Technik ist für die heutigen Verhältnisse wie die Erde ohne Sauerstoff. Ob Handy und Computer für jedermann oder Fahrkartenautomaten und Gepäcksysteme für Großkunden – alles arbeitet mit einer Software, die zu jeder Tages- und Uhrzeit funktionieren muss. Auch über den Erfolg eines Unternehmens kann eine Software, die den Betriebsablauf regelt, entscheiden. Willkommen in deiner Arbeitswelt. Heute wird versucht den größten Arbeitsaufwand technisch zu bewältigen. Ob Datenspeicherung, Auswertung oder Bearbeitung – für alles gibt es ein tolles Programm, das diese Aufgaben schon fast von allein erledigt. Deine Herausforderung dabei ist zu überprüfen, ob diese Software den Arbeitsalltag effizient unterstützt oder ob es sogar andere Systeme gibt, die besser geeignet wären.

Dafür wertest du die Arbeitsprozesse aus und erstellst Anforderungsmodelle, die den Alltag des Betriebs zusammenfassen. Damit verschaffst du dir nicht nur einen Überblick, sondern kannst auch gleichzeitig feststellen, wo Arbeitsabläufe beispielsweise verzögert werden. Das Problem benennen und sich dann aus dem Staub machen, ist natürlich nicht die feine Art. Deswegen überlegst du dir die Lösungsansätze gleich mit. Dabei steht für dich dann die Umsetzbarkeit im Vordergrund. Wie notwendig ist beispielsweise eine Softwareänderung und wie groß wäre der Gewinn für das Unternehmen? Aber auch die technische Umsetzung behältst du im Blick. Dabei ist nicht Wunschdenken gefragt, sondern die sorgfältige Wahl der Innovationen, die den Anforderungen der Realität gerecht werden.

Dass du dich dabei selber ans Werk machst und die optimale Software programmierst, wird jedoch eher selten vorkommen. Zwar kannst du durchaus mit Entwicklern zusammenarbeiten oder selber die eine oder andere Kleinigkeit ändern, aber für die Programmierung werden andere bezahlt. In deinem Beruf als Systemanalytiker ähnelst du mehr einem Projektleiter. Du überlegst dir eine Verbesserung, die jeden nur begeistern kann und arbeitest an der Realisierung mit. Dafür kannst du natürlich Entwürfe liefern, bist aber in den meisten Fällen auch für das Zeitmanagement, den Kostenaufwand und die Personalverfügung verantwortlich.    

Aber genug von Technik, denn in deinem Beruf als Systemanalytiker bist du nicht nur von virtuellen Realitäten umgeben, sondern auch von Kunden und Partnern. In manchen Betrieben bist du der Second-Level Support und beschäftigst dich mit komplizierten Anfragen in der Kundenbetreuung. Oder du bist bei der Anwendung behilflich und erläuterst den optimalen Umgang damit. Besonders wenn eine von dir vorgeschlagene Neuanschaffung vorgenommen wird, bist du in der ersten Zeit im Dauereinsatz. Du sorgst für eine erfolgreiche Einführung, indem du zur Stelle bist, wenn Fragen oder technische Hindernisse aufkommen.

Wo genau du dann die helfende Fee bist, lässt sich nicht auf eine Branche beschränken. Entweder kannst du intern bei eine Firma anfangen, zum Beispiel in der Telekommunikation. Oder aber du entscheidest dich für die Dienstleistungsbranche und bist extern unterwegs, indem du wechselnden Betrieben ihren Traum von reibungslosen technischen Abläufen erfüllst. Auch die Consulting Branche würde dich nicht zurückweisen, wenn du ihr ein technisches Angebot machst, das sie nicht ablehnen können.

Voraussetzungen für den Beruf Systemanalytiker

Als Systemanalytiker solltest du dir vorher darüber im Klaren sein, in welchen technischen Gewässern du gern fischen möchtest. Denn je nach Branche beschäftigst du dich mit anderen Programmen und Systemen. Ob SAP, Java, Storage oder Data-Warehouse – du musst zwar nicht alles ein bisschen können, aber doch relativ breitgefächertes Wissen haben, das dann aber wirklich sitzt. Wenn du dir das angeeignet hast, kannst du dir mit der Zeit eine Spezialisierung suchen.  

In dieser Spezialisierung solltest du vorzugsweise auch Erfahrungen gesammelt haben, die sich in verschiedener Weise zeigen können. Ob du ein Praktikum absolviert, deine Bachelorarbeit diesem Thema gewidmet oder ein Projekt dazu geleitet hast. Mit einem rein theoretischen Wissen auf diesem Gebiet wirst du leider keinen Arbeitgeber überzeugen können.

Was in deinem Beruf als Systemanalytiker ebenfalls nicht wegzudenken ist, sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Ein Kunde braucht eine Software und du arbeitest an dem Konzept mit. Doch damit ist deine Arbeit noch nicht getan, denn in manchen Betrieben müsstest du dich beispielsweise noch um die Kostenaufstellung kümmern. Klar, dass du da nicht einfach ein paar Zahlen runterkritzelst, sondern dich mit dem Kostenmanagement auskennst.

Neben deinem technischen Können musst du auch charakterlich in der Branche vorzeigbar sein. In erster Linie bedeutet das, dass du Lernbereitschaft mitbringen musst. Denn Technik bedeutet gleichzeitig auch immer eine Weiterentwicklung. Schon wieder ein Update? Eine zusätzliche Programmfunktion? Eine größere Speicherkapazität? Um den alten Zeiten hinterher zu trauern, ist der Beruf des Systemanalytikers die falsche Entscheidung. Denn du musst dich ständig auf dem Laufenden halten und jede Neuerung im Auge behalten.

Auch das Klischee vom Informatiker-Einsiedler, der den ganzen Tag vor dem Computer hockt, passt nicht zu deinem Beruf als Systemanalytiker. Natürlich bist du auf deinen Laptop angewiesen, wenn es um Anforderungsmodelle oder Lösungsstrategien geht, doch genauso brauchst du kommunikative Fähigkeiten außerhalb deines Büros. Ob Konzeptpräsentationen, Beratung oder fachmännische Expertise – wenn deine Umgangsformen schwächeln, wird dir auch das neuste Technikwissen nichts bringen. 

Vergleicht man dich mit einem Leistungssportler habt ihr eins gemeinsam: Ohne Ausdauer geht nichts. Es kann auch mal vorkommen, dass deine Suche nach der leistungsfähigsten Software der berühmten Stecknadel im Heuhaufen gleicht. Bei solchen Problemen musst du natürlich Durchhaltevermögen beweisen und darfst bei deinen Problemlösungsansätzen weder verzweifeln, noch immer dieselbe Taktik haben. Nicht jeder Stein, der der technischen Errungenschaft in den Weg gelegt wird, ist gleich. Dementsprechend gehört Umdenken für dich zum Berufsalltag und ein Problem vom Neuen anzugehen, sollte dich auch nicht stören. Was deine Kreativität in solchen Fällen bremsen könnte, ist der Zeitfaktor. Unter Zeitdruck zu arbeiten und dabei fehlerfreie Beiträge zu liefern, kann an manchen Tagen zu deinem Aushängeschild werden. 

Spezialisierungsmöglichkeiten

Deine Spezialisierungsmöglichkeiten lassen sich in zwei Aspekten zusammenfassen. Zum einem solltest du dich als Systemanalytiker zwar viel Wissen, aber dich auf einen Hauptbereich festlegen. Denn jede Dienstleistung erfordert ihre eigenen technischen Handgriffe und DEN universellen Code für jedes Gerät wirst du dein Leben lang suchen. Deswegen solltest du das auswählen, was dich am meisten fasziniert und zum Fachmann dafür werden.

Zum anderen kannst du dich auf eine Branche spezialisieren. Naheliegend ist natürlich die IT-Branche, doch erfasst diese noch lange nicht alle deine möglichen Tätigkeitsbereiche. Genauso gut kannst du Sicherheitslinien bei Automobilen überprüfen oder beschäftigst dich mit ITSM im Lebensmittelhandel. Du fühlst dich in der virtuellen Welt zwar pudelwohl, aber gegen menschlichen Umgang hast du nichts einzuwenden? Dann kannst du auch in der Beratung tätig sein und wissend zur Seite stehen, wenn Firmen kurz davor sind, ihr Computersystem zu erneuern. Dass du dich auf eine Branche festlegst, ist allerdings nicht zwingend notwendig, weil zum Beispiel Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen, dennoch dieselben Programme verwenden können, wofür du Experte bist.   

Spezialisierungen
Systemanalytiker/in
Fachjargon
Overengineering

Mit Overengineering wird eine zu hohe Qualität eines Produkts bezeichnet. Das hört sich zwar positiv an, soll jedoch besser vermieden werden. Häufig kommt es vor, wenn Kundenwünsche nicht richtig ermittelt werden und ein Produkt entwickelt wird, das zusätzliche Funktionen hat, die nicht im Interesse der Kunden sind. Ein anderer Faktor sind beispielsweise die Kosten. Wenn die Ware perfektioniert wird, hat das meistens auch Auswirkungen auf den Verkaufswert. Doch wenn es nicht den Anforderungen des Kunden entspricht, ist dieser auch nicht bereit einen höheren Preis zu zahlen.

Requirements Interchange Format

Requirements Interchange Format wird mit ReqIF abgekürzt und ist ein Dateiformat, das für einen einheitlichen Austausch von Anforderungsdaten sorgen soll. Ursprünglich wurde es für die Automobilindustrie konzipiert, findet heute jedoch branchenübergreifend Verwendung. Die Rahmenbedingung stellt das XML Schema dar und vereinfacht die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Partnern.

Best of Breed

Der Best of Breed-Ansatz findet sich im Anwendungsbereich der Unternehmenssoftware. Es ist eine Systemlösung, die versucht die bestmögliche Anwendung herauszufinden, die eine optimale Lösung liefert und anpasst. Zwar gibt es auch Komplettlösungen für ein ganzes Unternehmen, diese sind jedoch nicht für alle Abläufe im Unternehmen bedingungslos geeignet.

Wusstest du schon, dass...
  • eine Softwareumstellung eines Autounternehmens dafür gesorgt hat, dass Ersatzteile wochenlang nicht geliefert werden konnten? Das Unternehmen hatte eine Warteliste für knapp 200 000 Teile.
  • im April 2009 aufgrund des Updatefehlers eines bekannten Anbieters um die 26 Millionen Handys keinen Empfang mehr hatten?
  • Banken mit Problemen zu kämpfen hatten, die durch die Änderung auf das SEPA Verfahren bedingt waren? Beispielsweise wurden Daueraufträge doppelt ausgeführt, weil sie zwar im neuen System verzeichnet waren, zur gleichen Zeit aber auch noch in der alten Datenbank existierten.
Was man kennen und können sollte
Programmierkenntnisse
  • Java
  • C++
  • Weitere Programmiersprachen
Sprachen
  • Englisch
EDV-Kenntnisse
  • Word
  • Excel
  • PowerPoint
  • SAP
Verwandte Berufsfelder:
Systemanalytiker/in als Beruf - Aufgaben und Infos

Beruf als
Systemanalytiker/in

Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: bis 40 Stunden: Entspannt
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2500-3000 €
Männer/Frauen-Relation 7/3
Bewerber pro Stelle: 15 Bewerber
Spitzenverdiener 7000 €