Karriere und Weiterbildung als Soziologe

„Und in welchem Taxiunternehmen arbeitest du so?“ Diese Frage bekommst du als Soziologe häufiger gestellt und bist sie inzwischen wahrscheinlich auch leid. Denn als Soziologe hast du einen Beruf gewählt, dem in Sachen Karriere sein schlechter Ruf vorauseilt. Wir können das aber nicht bestätigen: Zwar kann deine Karriere als Soziologe bisweilen etwas holprig starten und du findest nicht gleich eine unbefristete Stelle, aber dein Studium war nicht umsonst. Deinen beruflichen Werdegang kannst du bereits im Studium in eine bestimmte Richtung lenken, indem du auf deine Fächerkombinationen achtest. An den meisten Hochschulen kann man zu dem Hauptfach Soziologie noch ein Nebenfach wählen. Soziologie mit dem Nebenfach VWL, BWL oder Psychologie ist eine gern gesehene Kombination, die dir bei deiner Karriere als Soziologe so manche Tür öffnet. Von Marktforschung über Pressestelle bis hin zur IT-Branche – deine Methodenkenntnisse und dein statistisches Wissen sind gern gesehen.

Karrierepfad als Soziologe/Soziologin

Soziologe Karriere und Weiterbildung

Master

Möchtest du in deiner Karriere als Soziologe eine Führungsposition einnehmen, ist ein Master immer eine gute Grundlage. Zudem kannst du dein erlangtes Grundlagenwissen aus dem Bachelor vertiefen und eine bestimmte Richtung einschlagen. Spricht dich die Datenanalyse an, dann kannst du dich während des Masterstudiums auf die Statistik spezialisieren, um später in der Marktforschung durchzustarten. Du kannst im Master aber auch in die Richtung soziale Arbeit gehen und zu dem theoretischen Wissen auch die soziale Komponente ausbauen.

Promotion

Gerade in der Soziologie ist eine Promotion eine vielversprechende Möglichkeit. Denn das Fach Soziologie ist Teilgebiet vieler anderer Studiengänge. Dementsprechend ist die Lehre ein guter Weg, eine Karriere als Soziologe starten. Hast du keine Lust an einer Hochschule zu arbeiten, dann schadet ein Doktortitel aber auch nicht. Wenn du dir die Entgelttabellen der Tarifvereinbarungen genauer anschaust, erkennst du den Gehaltssprung zwischen einem Masterabsolventen und einem promovierten Soziologen. Da kann man sich am Ende des Monats gerne mal das ein oder andere Paar Schuhe gönnen.

Team-, Abteilungs- oder Bereichsleiter

Als Soziologe hast du natürlich auch die Möglichkeit, eine Karriere im öffentlichen Dienst zu beginnen. Ob in der Stadtverwaltung oder als Kundenbetreuer bei der Bundesagentur für Arbeit – als Soziologe ist so vieles möglich! Und einmal im öffentlichen Dienst angekommen, werden auch für Soziologen Weiterbildungen angeboten. So kannst du dich beispielsweise  vom Teamleiter bis zum Bereichsleiter verbessern und deine Führungsqualitäten in einem kleineren Rahmen unter Beweis stellen. Oder du versuchst gleich, den Weg der Beamtenlaufban zu gehen. Dann winkt dir nicht nur ein höheres Gehalt, du genießt auch die Vorteile eines sicheren Arbeitsplatzes und einer geregelten Altersvorsorge.

Selbstständigkeit

Aufgrund deiner hohen Kommunikationsstärke und deinem hohen Grad an Methodenwissen ist eine Karriere als Soziologe auch in der Selbstständigkeit möglich. Warum als Unternehmensberater in einem großen Unternehmen arbeiten, wenn man auch sein eigener Chef sein kann? Auch als Coach oder Kommunikationstrainer kannst du beispielsweise angehenden Chefs dein geballtes Wissen mit auf den Weg geben und ihnen zeigen, wie man mit einfachen Mitteln die eigenen Mitarbeiter motivieren kann. Mit Fleiß und Mut ist es nicht abwegig, als Soziologe Karriere durch Selbstständigkeit zu machen. 

Autor: Svenja Heyer

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Soziologe/Soziologin