Bewerbung als Sozialpädagoge

Du hast dein Studium im pädagogischen Bereich beendet, alle nötigen Praktika abgeschlossen und möchtest nun endlich den Arbeitsmarkt erobern. Mit deiner Bewerbung als Sozialpädagoge  sollte der erste schriftliche Eindruck so gut sein, dass du letztendlich auch zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Damit du deine Traumstelle auch bekommst, folgen hier ein paar Tipps für die erfolgreiche Bewerbung als Sozialpädagoge

Anschreiben und Lebenslauf

Anschreiben, Lebenslauf und deine Zeugnisse sind das erste, was die Personalabteilung von dir zu Gesicht bekommt, es sei denn du bewirbst dich in einer Einrichtung, in der du schon gearbeitet hast (in Praktika, dem Anerkennungsjahr o.ä.). Aus diesem Grund sollten sie gut formatiert und fehlerfrei sein, aber das versteht sich ja von selbst. Da du als Sozialpädagoge schon während deines Studiums Praxiserfahrung sammeln konntest, machen diese sich in deinem Lebenslauf natürlich besonders gut. Aber selbst kleine Nebenjobs aus der Schulzeit, wie z.B. Hausaufgabenbetreuung, Babysittertätigkeiten oder ein freiwilliges soziales Jahr, können demonstrieren, dass du dich schon immer für den sozialen Bereich interessiert hast, also erwähne sie ruhig in deiner Bewerbung als Sozialpädagoge. Im Anschreiben ist es wichtig, dass du betonst, warum du dich für diese Stelle interessierst und welche Erfahrungen dich dazu veranlasst haben, dich darum zu bewerben. Insgesamt gilt das Motto: Praxiserfahrung überzeugt, leere Worte nicht. 

Sozialpädagoge Bewerbung - Tipps zu Anschreiben und Lebenslauf

Das Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch hast du die Chance, auch persönlich einen guten Eindruck bei deinem (hoffentlich) zukünftigen Arbeitgeber zu hinterlassen. Du kannst aber auch erst einmal schauen, ob dir die Einrichtung, das Amt, die Schule, oder wo auch immer du arbeiten möchtest, überhaupt zusagt. Du hättest keine Bewerbung als Sozialpädagoge verschickt, wenn du nicht sowieso ein freundliches Wesen hättest, also musst du wohl nicht daran erinnert werden, dich offen und nett zu geben. Bereite dich gut auf das Gespräch vor, so dass du alle Fragen beantworten kannst. Meist werden keine Fakten abgefragt, sondern eher deine eigene Einschätzung von Situationen, deine Vorgehensweise und deine bisherigen Erfahrungen.

Der Bewerbungsprozess

Wie der Bewerbungsprozess ablaufen wird, ist von Stelle zu Stelle unterschiedlich. Auf administrative Stellen im städtischen Bereich werden sich aufgrund der besseren Bezahlung wahrscheinlich mehr Leute bewerben als auf einen Job in der stellvertretenden Leitung einer Kindertagesstätte. Es kann vor allem bei höheren Positionen durchaus vorkommen, dass du an einem Assessment Center teilnehmen musst. Darüber hinaus hast du im sozialen Bereich oft Vorteile, wenn du ein gutes Netzwerk mit vielen Kontakten hast. Du hast während deines Praktikums gute Arbeit in einer Einrichtung geleistet? Dann kann sich das auch rumsprechen, sodass du bessere Chancen auf die Stelle ausrechnen kannst als unbekannte Bewerber.

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Welche Erfahrungen haben Sie schon in Bereich XY gemacht? Was ist Ihnen dabei besonders gut gelungen, was hätte besser laufen können?
  • Was haben Sie aus ihren bisherigen Praktika gelernt?
  • Wie würden Sie reagieren, wenn ein Kind ein anderes schlägt / ein Senior sich nicht mit seinem Zimmernachbarn versteht / sich zwei Erzieherinnen vor den Kindern streiten / …?

Dresscode

Das weitläufige Klischee über Sozialpädagogen besagt, dass sie sich gerne in weiten Gewändern aus biologisch abbaubaren Materialien und Birkenstocksandalen bzw. insgesamt immer sehr alternativ kleiden. Dieses Klischee ist längst überholt. Natürlich gibt es im großen Tätigkeitsbereich der Sozialpädagogik keinen allgemeingültigen Dresscode, jedoch kann man auch hier allgemein ‚Business Casual‘ empfehlen. Im administrativen Bereich reicht es, in Jeans und Jackett oder Bluse zur Arbeit zu erscheinen, ein (Hosen-) Anzug oder High Heels sind nicht nötig und wären auch in der direkten Arbeit mit Menschen, besonders mit Kindern, definitiv fehl am Platz. Wenn man als Sozialpädagoge Karriere machen möchte, sollte man sich auch so kleiden. Auch wenn ein legeres Auftreten, Piercings und Tattoos durchaus akzeptiert werden, vermitteln sie rein optisch nicht den Eindruck, dass man nach einer Führungsposition strebt.

Autor: Leonie Feibig

Beruf als
Sozialpädagoge/-pädagogin