Karriere und Weiterbildung als Softwareentwickler

Als Softwareentwickler gibt es keinen Tag, an dem du dich nicht selbst weiterbildest. Du gehörst zwar einer der ersten Generationen von Softwareentwicklern an, die mehrheitlich eine informationstechnische Ausbildung vorweisen können, aber nur als erfolgreicher Autodidakt kannst du in der schnelllebigen Branche immer wieder die passenden Lösungsansätze finden. Durch dein Studium bist du in der Lage Programmiersprachen schnell zu lernen, allerdings braucht es jahrelange Projekterfahrung, um als Experte zu gelten. Deine Softwareentwickler-Karriere ist dabei weniger stark auf eine bestimmte Branche limitiert als in anderen Berufsfeldern – wenn du nach 10 Jahren also keine Lust mehr auf medizinische Software hast und lieber im Bankwesen unterkommen möchtest, ist das ohne Probleme möglich. Wichtig ist nur, dass du für Neuerungen offen bleibst und dich auf dem Laufenden hältst, was beliebte Programmiersprachen angeht. 

Gefällt dir, was du machst, wirst du immer mehr zum Experten einer bestimmten Programmiersprache und/oder einer bestimmten Branche werden. Du machst dich damit gerade für bestimmte Nischenbereiche unersetzlich. 

Karrierepfad als Softwareentwickler/in

Softwareentwickler Karriere und Weiterbildung

Junior Softwareentwickler

Nach deinem Studium wirst du voraussichtlich als Junior Softwareentwickler ins Berufsleben starten.  Wie die Bezeichnung schon sagt, geht man davon aus, dass du noch nicht sonderlich viel Erfahrung mitbringst. Häufig erwartet dich deswegen auch ein Einarbeitungsprogramm oder eine besondere Betreuung durch einen erfahrenen Mitarbeiter.  Als Ausgleich für die Betreuung und die relativ geringe Verantwortung erhältst du zunächst nur ein Einsteigergehalt. Das kann sich aber sehr schnell ändern, wenn du Initiative und Talent zeigst. 

Schulungen/Weiterbildungen

Bei großen Unternehmen wirst du sicher die Möglichkeit bekommen, an der ein oder anderen internen Schulung teilzunehmen. Davon abgesehen wirst du dich hauptsächlich durch das Lesen von Fachzeitschriften bzw. –blogs und die Kommunikation mit deinen Kollegen weiterbilden.

Softwareentwickler

Mit 2-3 Jahren Berufserfahrung machst du den nächsten Schritt deiner Karriere als Softwareentwickler – du wirst die Bezeichnung „Junior“ los. Durch deine Erfahrung wirst du jetzt auch vermehrt an der Konzeption von Projekten mitwirken und sie eigenverantwortlich realisieren. In kleinen Teams kann es sein, dass du bereits jetzt Personalverantwortung bekommst und Praktikanten sowie Junioren betreust. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf dein Gehalt aus, mit dem Wechsel deines Titels dürfte auch eine Gehaltserhöhung drin sein.

Senior Softwareentwickler/ Lead Softwareentwickler

Das „Senior“ weist dich als leitenden Entwickler aus, der viel Projektverantwortung trägt, und ist das Ziel einer jeden Softwareentwickler-Karriere. Das heißt, du musst auch viel Kommunikationsstärke mitbringen, denn es ist an dir, die Programmierung der anderen zu überwachen und sie zu unterstützen. Wenn es keinen gesonderten Software-Architekt gibt, bist du für die technische Planung zuständig – du wirst also viel weniger Zeit mit der Programmierung, sondern viel mehr Zeit mit Projektplanung und -koordination verbringen. Wie du dir sicher schon denken kannst, geht mit dieser Position auch das höchste Gehalt einher.

Bewirbst du dich auf eine solche Stelle, solltest du mindestens 5 Jahre Berufserfahrung vorweisen können und im Idealfall auch schon etwas Personalverantwortung mitbringen. In kleinen Betrieben kann es aber mit der Beförderung zum Senior auch schneller gehen, wenn du hervorragende Arbeit leistest.

Selbstständigkeit

Du möchtest deine eigene Software entwickeln? Mit etwas betriebswirtschaftlichem Know-how oder einem wirtschaftswissenschaftlich geprägten Partner, ist auch die Selbständigkeit bzw. die Gründung eines eigenen Software-Unternehmens eine Karriere-Option. Die Möglichkeiten reichen von einer eigenen Dienstleistungsagentur bis hin zu projektfokussierten Startups, die sich einer ganz bestimmten Softwarelösung verschrieben haben. Sei dir aber darüber im Klaren, dass gerade große Software-Projekte viel Personal, viel Zeit und somit auch viel Budget verschlingen – du solltest dir also im Vorhinein viele Gedanken über die langfristige Finanzierung machen.

 

Beruf als
Softwareentwickler/in