Bewerbung als Redakteur

Als Redakteur eine Bewerbung zu verfassen ist keine leichte Aufgabe. Informativ, individuell mit einem Schuss Humor – so stellen sich Personaler das Redakteurs Anschreiben vor. Es wird nicht weniger als Perfektion erwartet. Um diesen Anspruch gerecht zu werden, solltest du dich vorbereiten, als würdest du die Reportage deines Lebens schreiben. Wie du Schritt für Schritt die perfekte Bewerbung als Redakteur anfertigst und was dich sonst bei der Bewerbung als Redakteur erwartet, das erfährst du nun bei uns. 

Anschreiben und Lebenslauf

Beginne die Anfertigung des Anschreibens als Redakteur wie immer mit der Recherche. Durchforste Online-Auftritte des Unternehmens, beispielsweise auf Facebook oder der Firmenwebsite und analysiere, welchen Stil die Beiträge der Redaktion haben – werden hier sachliche und Informative Inhalte gestaltet oder humoristische? Sammle alle Informationen und lege dir erst dann ein Konzept zurecht. Welcher Stil ist angebracht, gibt es Anspielungen auf die Firmenkultur, die du geschickt einbauen kannst, welche Stationen deines Lebenslaufs werden am meisten beeindrucken und sollten in den Mittelpunkt gestellt werden?

Steht das Konzept, kann es ans Schreiben gehen. Und wie auch in jeder Redaktion, solltest du den fertigen Beitrag erst dann in den Druck geben, wenn er gründlich redigiert und überarbeitet wurde. Bestimmt hast du redaktionserfahrene Freunde oder Bekannte, die gerne diese Aufgabe übernehmen werden und dein Redakteur Anschreiben gegenlesen. Der Lebenslauf als Redakteur sollte durch ein modernes Design und eine übersichtliche Gestaltung überzeugen. Nur so können die ‚inneren Werte‘ voll überzeugen. Aufzählen solltest du neben deinem schulischen Werdegang alle wichtigen beruflichen Stationen im Redakteursleben. In Stichpunkten kannst du angeben, welche Aufgaben du bei Praktika und (frei-) beruflichen Tätigkeiten erledigt hast. Ist das Thema deiner Abschlussarbeit relevant, kannst du auch dieses kurz skizzieren. 

Redakteur Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch als Redakteur ist üblicherweise ein erstes Kennenlernen in dem die Zukunftsvorstellungen, Arbeitsmethoden aber auch die persönlichen Interessen abgeklärt werden. Zeige in dem Gespräch Begeisterung: Für das Unternehmen, die Arbeit als Redakteur und die Themen, die dich zukünftig begleiten werden. Dennoch solltest du auch mit einigen fachlichen Fragen rechnen. Bei einer Radioredaktion beispielsweise ist von Interesse, mit welchen (Schnitt-) Programmen du bisher gearbeitet hast. In einer Printredaktion könnten eher deine Photoshop-Kenntnisse von Interesse sein. Zudem wird dein gegenüber mit Sicherheit versuchen rauszufinden, wie up to date du bist. Die branchenspezifische Entwicklung und aktuelle Nachrichtenlage solltest du also ganz genau im Blick haben. Übrigens, rechne damit, dass du nicht zwingend gesiezt wirst, duzen ist in vielen (aber natürlich nicht allen) Redaktionen bereits im Vorstellungsgespräch üblich. 

Der Bewerbungsprozess

Jede Bewerbung beginnt mit einem Anschreiben und Lebenslauf. Hast du mit dem Anschreiben und Lebenslauf deiner Bewerbung als Redakteur überzeugt, bist du aber noch lange nicht mit einem Fuß im Unternehmen. Denn die Bewerbung ist zunächst einmal dazu da, um auf dich neugierig zu machen. Ausschlaggebend können zuletzt deine Arbeitsproben sein, die du der Bewerbung anfügst. Wähle Beiträge, die zeigen, dass du den zukünftigen Aufgaben gewachsen bist. Arbeitszeugnisse, Empfehlungsschreiben und Referenzen sollten natürlich auch nicht fehlen. Üblich ist eine Bewerbung per E-Mail.

Wie umfangreich deine Bewerbung als Redakteur sein sollte, das erfragst du am besten im Vorfeld. Viele Redaktionen haben ein mehrschrittiges Bewerbungsverfahren, d.h. sie verlangen zunächst nur Anschreiben und Lebenslauf und fordern erst bei Gefallen Arbeitsproben und Referenzen an. Oftmals bekommst du sogar konkrete Aufgaben und musst einen Beitrag zu einem vorgegebenen Thema anfertigen. Hier musst du zeigen, dass du in der Lage bist, die Zielgruppe zu treffen und eine Fragestellung kreativ zu lösen.

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch erhältst du erst dann, wenn du mit deiner Bewerbung und den Arbeitsproben überzeugt hast. Und selbst wenn dieses optimal verläuft, kann nun auch noch ein Probetag als letzte Hürde warten. Hier wird nicht nur getestet, was du als Redakteur drauf hast, sondern auch, ob du in das Team passt. Bei alle Konzentration solltest du also immer versuchen, Kontakt zum Team aufzubauen und Interesse an deine zukünftigen Kollegen zu zeigen. Assessment Center sind in Unternehmen, beispielsweise in Presseabteilungen und bei Verlagen, durchaus möglich, die Regel sind sie jedoch nicht. 

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Mit welchen Programmen sind Sie vertraut?
  • Welche Blogs, Bücher und Zeitschriften lesen Sie regelmäßig?
  • Was halten Sie von den aktuellen Geschehnissen XY?

Dresscode

Das passende Outfit für ein Vorstellungsgespräch als Redakteur zu finden, ist mit Sicherheit nicht einfach. Du bewirbst dich ja nicht bei einer Bank, daher wirken Anzug oder Kostüm schnell übertrieben. Doch underdressed möchte man genauso wenig auf der Matte stehen. Ein gesundes Mittelmaß muss also her. Herren sind in Jeans, eleganten Schuhen und einem sportlich schicken Hemd gut beraten. Bei Damen darf es Rock, Stoffhose oder auch Jeans sein, möglichst in Kombination mit einer schicken Bluse bzw. einem schönen Oberteil. Wer Mode l(i)ebt, darf dies auch gerne zeigen und frisch und modern auftreten. Allerdings sollte das Outfit nicht allzu sportlich oder offenherzig sein. Generell solltest du natürlich im Auge haben, bei welcher Art der Redaktion du dich bewirbst. In einem Unternehmen herrschen beispielsweise etwas strengerer Regeln als bei einem Lifestyle Magazin.

Im Alltag hast du nur wenige Einschränkungen – von sportlich über Business Casual bis hin zum Trendsetter-Look ist alles vertreten. Ein gewisses Maß an Anpassung kann allerdings verlangt werden, immerhin repräsentierst du deinen Arbeitgeber häufig auf Terminen. 

Autor: Sabine Zagar

Beruf als
Redakteur/in