Beruf als Produktionsingenieur - Arbeiten im Ingenieurwesen

Als Produktionsingenieur bist du der Herr über die Produktfertigung. Du organisierst Abläufe, verbesserst Prozesse und gibst alles, um das von den Konstruktionsingenieuren entwickelte Produkt so kostengünstig und hochwertig wie möglich zu produzieren. Aber nicht nur die Produktion selbst musst du im Beruf als Produktionsingenieur im Griff haben, es werden auch Aufgaben im Bereich Human Ressources auf dich zukommen.

Der Beruf als Produktionsingenieur ist ein sehr verantwortungsvoller und zugleich abwechslungsreicher Beruf. Natürlich zu deinen Aufgaben zählt zum Beispiel, Fertigungsschritte und Arbeitsmethoden zu planen oder den Materialbedarf zu berechnen. Diese Kernkompetenzen eines Produktionsingenieures hast du natürlich schon in deinem Studium erlernt. Trotzdem wirst du schnell merken, dass dein Wissen im Berufsleben ganz anders angewendet werden muss, als in der Uni.

Arbeitsalltag und Aufgaben als Produktionsingenieur

Produktionsingenieur/in werden

Als Produktionsingenieurin kannst du in fast allen Branchen der Industrie arbeiten. Chemie-, Lebensmittel-, Metallindustrie – in allen Bereichen wird produziert, also werden auch überall Produktionsingenieure gebraucht. In den meisten Fällen wirst du in einem Team von mehreren  Ingenieuren und Technikern arbeiten. Frei nach dem Motto „Mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen“ arbeiten an einem Projekt oftmals Ingenieure und Techniker aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammen. Teamfähigkeit ist also eine der Fähigkeiten, die du im Beruf Produktionsingenieur auf jeden Fall haben solltest.

Dein Arbeitsalltag als Produktionsingenieur ist so vielfältig wie deine Aufgaben. Du arbeitest hauptsächlich an deinem Schreibtisch und beschäftigst dich mit Produktionszahlen, den neusten Entwicklungen auf dem Maschinenmarkt und den aktuellen Produktionszahlen. Genauso wichtig wie administrative Arbeit im Büro sind jedoch die Meetings mit anderen Ingenieuren und Technikern. Hier geht es richtig ans Eingemachte: Ihr plant, vergleicht und entwickelt Möglichkeiten, um euer Produkt so effizient wie möglich herzustellen.

Voraussetzungen für den Beruf Produktionsingenieur

Neben hervorragenden Fachwissen werden für den Beruf Produktionsingenieur noch viele weitere Soft- und Hard-Skills vorausgesetzt. Daher solltest du dich schon im Studium für den Bereich Produktion interessieren. Durch Praktika, Nebenjobs oder ein Traineeship kannst du dich natürlich noch zusätzlich für den Bereich Produktion qualifizieren. Auf jeden Fall musst du in diesem Beruf sehr flexibel sein. Es kann passieren, dass du zum Beispiel wegen eines Projektes ins Ausland reisen musst, um dort Geschäftspartner, Lieferanten oder Firmenstandorte zu besuchen, um dort mit ihnen gemeinsam zu arbeiten oder neue Prozesse oder Maschinen zu kontrollieren. Dafür ist es natürlich wichtig, dass du die folgenden Produktionsingenieur Voraussetzungen erfüllst: sehr gute Englischkenntnisse, Reisebereitschaft, sehr hohe Sozialkompetenz.

Im Beruf Produktionsingenieur musst du außerdem dazu bereit sein, in Zeiten, die für dein Unternehmen besonders aufregend oder stressig sind auch mal nachts und am Wochenende erreichbar zu sein. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn eine neue entwickelte Maschine zum ersten Mal in der Produktion läuft. Dann ist es natürlich wichtig, dass du jederzeit auf Abruf stehst, falls doch etwas nicht so rund läuft wie in den Probedurchläufen und es zu Störungen kommt. 

Spezialisierungsmöglichkeiten

Als Produktionsingenieur hast du natürlich vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten. Es macht zum Beispiel einen sehr großen Unterschied, ob du in der Lebensmittelbranche oder im Bereich des Maschinen- und Fahrzeugbaus arbeitest. Du musst nicht nur unterschiedliche Produktionsrichtlinien und Gesundheitsschutz-Gesetze einhalten, am besten ist es, wenn du dich schon im Studium auf den Bereich spezialisierst, in dem du gerne arbeiten möchtest. Das erleichtert nicht nur die Jobsuche, sondern auch den Einstieg in den Beruf. 

Spezialisierungen
Produktionsingenieur/in
Fachjargon
Produktionscontrolling

Das Produktionscontrolling ist für jede Produktion unumgänglich, die sich stetig weiterentwickeln und verbessern will. Durch das Controlling ist es möglich, die Produktionsleistung zu kontrollieren und sie im Verhältnis zu anderen Kennzahlen zu optimieren. Das Produktionscontrolling hat die Aufgabe, alle Produktionsprozesse jederzeit im Blick zu haben und zu überwachen.

Produktionsleistung

Die so genannte Produktionsleistung berechnet sich aus der Anzahl aller Produkte, die in einem bestimmten Zeitraum in einem Unternehmen produziert worden sind. Sie wird auch als „Jahresleistung“ bezeichnet. Meist gibt es gewisse Vorgaben, die die Produktion erfüllen muss. So ist es natürlich das Ziel einer jeden Produktion, diese Vorgabe bei gleichbleibender oder besser werdender Qualität noch zu überbieten.

Produktionsfaktor

Produktionsfaktoren sind alle materiellen Güter, die man zur Produktion benötigt. Aber auch immaterielle Güter wie zum Beispiel Mitarbeiter, Lagerraum oder die Produktionshalle zählen zu den Faktoren, die den Erfolg einer Produktion bestimmen.

Wusstest du schon, dass...
  • fast die Hälfte aller Studienanfänger der Ingenieurwissenschaften an Universitäten ihr Studium abbrechen, weil sie an der Mathematik scheitern?
  • 8,7 Prozent aller Absolventen eine Position im Management bekleiden?
  • gute Produktionsingenieure sich eher durch Soft Skills auszeichnen als durch hart erlerntes Universitätswissen?
Was man kennen und können sollte
Programme
  • CAD
  • Excel
Sprache
  • Englisch
Autor: Eva Friese
Verwandte Berufsfelder: Elektrotechnik Ingenieur
Produktionsingenieur als Beruf - Infos zur Arbeit in der Medizin

Beruf als
Produktionsingenieur/in

Ingenieur Fertigung und Produktion, Ingenieur Produktion und Fertigung Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: 40-55 Stunden: Normal bis Vielbeschäftigt
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2600-3200 €
Männer/Frauen-Relation 7/3
Bewerber pro Stelle: 20 Bewerber
Spitzenverdiener 6500 €