Bewerbung als Pfarrer

Theologiestudium, Vikariat, Probedienst: Um den Beruf des Pfarrers zu erlernen, steht dir eine lange Zeit der Ausbildung bevor. Hast du diese allerdings erst einmal hinter dich gebracht, steht einer Pfarrer Bewerbung nichts mehr im Weg. Vor allem eine Sache solltest du dabei aber im Hinterkopf behalten: Pfarrer zu sein ist nicht nur ein Beruf, eher ist es eine Berufung. Du stehst deiner Gemeinde 24 Stunden am Tag als Ansprechpartner zur Verfügung und hast einen Job auf Lebenszeit. Deshalb achten Arbeitgeber bei der Pfarrer Bewerbung besonders darauf, ob jemand wirklich in die Gemeinde passt und die richtigen Voraussetzungen mitbringt. Was du also beachten solltest, das erfährst du hier.

Anschreiben und Lebenslauf

Zunächst möchte dein potenzieller Arbeitgeber natürlich wissen, mit wem er es überhaupt zu tun hat. Du solltest in deinem Lebenslauf auflisten, wo du studiert, dein Vikariat und deinen Probedienst abgeleistet hast und welche Kenntnisse du dort erworben hast. Auch alle anderen praktischen Erfahrungen solltest du unbedingt miteinbringen. Dazu zählt beispielsweise die freiwillige Mitarbeit in einer Gemeinde. Des Weiteren ist es wichtig, in deinem Lebenslauf als Pfarrer deine Abschlüsse und kirchlichen Examina, die du während deines Studiums und deines Vikariats abgelegt hast, aufzulisten. Du spielst ein Instrument oder bist neben deinem Beruf ein besonders guter Sänger? Auch solche Fakten gehören in deinen Pfarrer Lebenslauf, denn sie lassen sich sehr gut mit deinem Beruf verbinden. In manchen Gemeinden ist Musikalität sogar Voraussetzung.

In deinem Pfarrer Anschreiben solltest du deine persönlichen Eigenschaften, die gerade dich für eben diese Pfarrerstelle unentbehrlich machen, erwähnen. Denk in deinem Pfarrer Anschreiben daran, dich selbst zwar in den Vordergrund zu stellen, aber erwähne auch, warum du dich für genau diese Gemeinde entschieden hast. Zähle dabei auf, was dich besonders anspricht und warum du denkst, dass gerade du dich in die Gemeinde perfekt einbringen könntest. Dabei könntest du zum Beispiel das Argument einbringen, dass du das Konzept der Gemeinde sehr ansprechend findest oder du selbst ein Konzept entwickelt hast, das perfekt zu der Pfarrei passen würde.

Weil du als Pfarrer allein für die Gemeinde und seine Mitglieder verantwortlich bist, solltest du Fähigkeiten wie Durchhaltevermögen, Kreativität, Einfühlsamkeit, Flexibilität, Eigenständigkeit und organisatorisches Talent mitbringen in deinem Anschreiben als Pfarrer besonders hervorheben. Vergiss aber nicht, deine Talente an Beispielen zu erläutern. Hast du beispielsweise während deines Studiums ein Auslandssemester absolviert, so beweist dies Eigenständigkeit und auch einen Blick über den Tellerrand hinaus. Doch deine wichtigste Voraussetzung für den Pfarrberuf sind natürlich dein Glaube und dein Interesse an der Vermittlung der christlichen Botschaft an die Gemeinde. In vielen Pfarrer Bewerbungen wird zudem eine Bescheinigung über die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche gefordert.

Pfarrer Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Wenn du mit deiner Bewerbung überzeugen konntest und zu einem Pfarrer Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, wird man dich fragen, warum du ausgerechnet diese Gemeinde leiten willst. Informiere dich also vorab über die Pfarrei und lege dir Argumente bereit. Auch deine Persönlichkeit sollte überzeugen. Wichtig ist, dich so darzustellen, wie du wirklich bist. In einem Pfarrer Vorstellungsgespräch solltest du dich seriös verhalten, da du in deinem Beruf für viele Gemeindemitglieder ein Vorbild darstellst. Ob das Vorstellungsgespräch locker oder eher ernst wird, kannst du möglicherweise schon erkennen, wenn du dich vorab über die Gemeinde informierst. Wichtig ist, dass du den Eindruck eines kompetenten und verantwortungsvollen Menschen hinterlässt, dessen Wunsch es ist, die christliche Botschaft nicht nur an diese Gemeinde zu vermitteln, sondern ihr auch vorzuleben. 

Der Bewerbungsprozess

Während der Bewerbungsprozess in den achtziger und neunziger Jahren sehr kompliziert war, geht es heutzutage immer lockerer zu. Das liegt vor allem daran, dass von Jahr zu Jahr mehr Pfarrer gesucht werden. Man vermutet, dass bis 2030 ein Drittel der Pfarrstellen nicht mehr besetzt sein werden. Stell dich also darauf ein, dass du bei deiner Pfarrer Bewerbung kein Assessment Center besuchen musst. Wie fast überall werden in vielen Gemeinden Onlinebewerbungen gefordert. Du wirst vermutlich recht schnell zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, da Gemeinden nicht unbesetzt bleiben können. Geh trotzdem nicht zu leichtfertig an deine Bewerbung, denn auch wenn viele Pfarrer gesucht werden, wird niemand willkürlich eingestellt. 

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Warum haben Sie sich dazu entschlossen, Pfarrer zu werden?
  • Welche Ideen zur Gestaltung unserer Gemeinde bringen sie mit, um sie auch für junge Menschen attraktiv zu machen?
  • Wie könnten sie als Pfarrer die Gemeinde bereichern?

Dresscode

Als Pfarrer hast du während der Gottesdienste einen strengen Dresscode. Typisch dafür sind Collarhemden und Talare. Bei der Arbeit außerhalb des Gottesdienstes allerdings trägst du eher praktische Kleidung, da es Tage gibt, an denen du Strecken zurücklegst, die andere nur auf dem Jakobsweg wandern. Dennoch sollte die Kleidung gepflegt und seriös wirken. Das gilt auch für den Dresscode im Bewerbungsgespräch. Du solltest dich in deinem Outfit wohlfühlen, deinem Gegenüber aber dennoch Ernsthaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit vermitteln. Hemd mit Jackett und einer dunklen Jeans ist also durchaus angebracht. Auch bei den Frauen gilt: Mit schicker Bluse und Jeans kann man nichts falsch machen. Turnschuhe hingegen solltest du eher vermeiden und dich für die schickere Variante entscheiden. Doch nicht nur deiner Kleiderwahl, sondern vor allem einem gepflegtem Gesamtbild solltest du große Beachtung schenken.

Beruf als
Pfarrer/in