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Beruf als Pathologe - Arbeiten in der Medizin

Menschen helfen, aber dabei lieber im Hintergrund agieren? In dem Beruf als Pathologe hast du genau diese Möglichkeit. Zwar arbeitest du in der Medizin, hast aber in der Regel kaum persönlichen Patientenkontakt und bist auch sonst eher nicht präsent. Leichenöffnung, Autopsie, Mord - obwohl sich historisch gesehen genau aus dieser Quelle die Pathologie entwickelt, ist sie in der heutigen Zeit viel mehr. Als Pathologe bist du hauptsächlich dafür verantwortlich, eine Diagnose zu stellen, indem du Gewebeproben anhand ihrer makroskopischen und lichtmikroskopischen Aspekte untersuchst. Zwar fallen hin und wieder auch Obduktionen in deinen Aufgabenbereich, die Untersuchung von Gewebe lebender Patienten steht jedoch in dem Beruf als Pathologe im Vordergrund.

Arbeitsalltag und Aufgaben als Pathologe

Jobs als Pathologe Pathologe/in werden

Obwohl du als Pathologe nicht den direkten Kontakt zum Patienten hast, bist du im OP-Saal oft die wichtigste Kraft. In enger Zusammenarbeit mit deinen anderen Kollegen bestreitest du tagtäglich deinen Arbeitsalltag als Pathologe. Ob in einer Klinik oder einer Facharztpraxis angestellt, die entscheidende Diagnose fällst du. Mit Hilfe deiner Beurteilung von Gewebe- oder Zellproben können Krankheiten und deren Auslöser von Patienten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Hier liegt das Hauptaugenmerk deiner Arbeit in dem Beruf als Pathologe besonders auf der Früherkennung von Krebs. Wie weit hat ein Tumor den Körper angegriffen? Wie stark ist das umliegende Gewebe beschädigt? Und ganz wichtig: Welche Behandlungsmethode ist zu empfehlen? Mit all diesen Fragen beschäftigst du dich im Beruf als Pathologe. So werden auch die häufigsten Krebsdiagnosen von Pathologen gestellt.

In dem Beruf als Pathologe arbeitest du daher hauptsächlich in Gegenwart eines operierenden Kollegen. Mit Hilfe der sogenannten Schnellschnittuntersuchung gibst du ihm innerhalb eines kurzen Zeitraums eine wichtige Entscheidungshilfe bezüglich des weiteren Vorgehens beim Eingriff. Die Arbeit mit dem Mikroskop ist also dein täglich Brot.

Wer jetzt denkt, der Pathologe würde den ganzen Tag nur darauf warten, neue Gewebeproben zu testen, der irrt. Neben medizinischen Angelegenheiten fallen auch organisatorische und verwaltende Aufgaben in deinen Bereich. Du musst sowohl Gutachten anfertigen, die Präparate fotografisch und schriftlich dokumentieren und auch Abrechnungsvorgänge überwachen. Zusätzlich bist du in dem Beruf als Pathologe aber auch für den Nachwuchs zuständig. Denn du wirkst hin und wieder auch an der Aus- und Weiterbildung angehender Fachärzte sowie dem Krankenpflege- oder Praxispersonal mit. Je nachdem, wo du angestellt bist, variieren auch deine Arbeitszeiten. Besonders in Kliniken oder Krankenhäusern musst du öfter mit Schichtdienst rechnen. Nachtschichten sind allerdings nicht gewöhnlich für Pathologen.

Besonders interessant für dich zu wissen ist, dass es für den Pathologen Beruf in der Branche eine Überalterung gegeben hat. Dies bedeutet, dass es immer mehr zu einem Nachwuchsmangel kommen wird. Zwar sind die Stellen in der Pathologie relativ rar gesät, deine Chancen stehen aber aufgrund der eher geringen Bewerberzahl dennoch sehr gut. Mit den meisten Mitbewerbern hast du an einer Uniklinik zu kämpfen. Hier sind die Stellen heißbegehrt.

Voraussetzungen für den Beruf Pathologe

Um im Beruf als Pathologe arbeiten zu dürfen, das heißt, eine eigene Praxis zu gründen oder den ärztlichen Beruf ausüben zu können, ist neben dem Medizinstudium die ärztliche Approbation erforderlich. Das sollte aber nichts Neues sein. Besondere Vorteile, um eine Stelle als Pathologe zu ergattern, sind natürlich zahlreiche Nebentätigkeiten. Wer bereits vor seinem praktischen Jahr schon einmal im Bereich der Pathologie tätig sein konnte oder vielleicht sogar vor dem Studium ein Praktikum absolviert hat, hat häufig bessere Chancen auf eine Anstellung. Berufserfahrung ist besonders in der Medizin ein ganz wichtiger Faktor. Anders hingegen als viele seiner Kollegen sollte ein Pathologe, der in einem Krankenhaus angestellt ist, vor allem teamfähig sein, denn dort arbeitet er selten alleine. Ebenfalls mitbringen muss ein angehender Pathologe die Motivation für den Bereitschaftsdienst. Dieser fällt je nach Arbeitsstelle beziehungsweise Dringlichkeit eines Falls häufig an.

Eine ruhige Hand ist ähnlich wie bei einem Chirurgen für den Beruf als Pathologe unerlässlich. Volle Konzentration und Aufmerksamkeit sowie Geduld sind ebenfalls Charaktereigenschaften, die dir nicht fehlen dürfen. Nicht immer erkennst du auf Anhieb, ob und welche Diagnose du stellen sollst. Da es häufig auch schnell gehen muss, etwa wenn du bei einer OP feststellen sollst, ob eine Dame an Brustkrebs erkrankt ist oder nicht, solltest du in der Lage sein, auch unter Zeitdruck gute Arbeit zu leisten. 

Spezialisierungsmöglichkeiten

In dem Beruf als Pathologe arbeitest du entweder selbstständig in einer Praxis oder bist in einem Krankenhaus angestellt. Egal für welche Variante du dich entscheidest oder welche Möglichkeit dir geboten wird, in der Regel spezialisierst du dich auf ein festes Gebiet wie Dermapathologie, Mammapathologie oder Uropathologie. Auch die Lungenpathologie oder Hämatopathologie sind mögliche Spezialisierungsbereiche. Sehr häufig wählen Fachärzte für Pathologie die Spezialisierung Mammapathologie. Grund dafür ist möglicherweise die Steigung der Brustkrebspatienten, die natürlich reduziert werden soll. Denn wer in dem Beruf als Pathologe eine Habilitation oder Promotion erwirbt, kann auch in der Forschung und Lehre tätig werden.

Spezialisierungen
Pathologe/in
Fachjargon
Zytopathologie

Die Zythopathologie bezeichnet ein Verfahren zur mikroskopischen Diagnose von Krebs an Einzelzellen anstelle von Geweben. Ein sehr bekanntes Verfahren ist beispielsweise der Abstrich vom Muttermund, um Gebärmutterhalskrebs früh genug zu erkennen.

Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung

Die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung, kurz FISH, ermöglicht es, mehrere Strukturen durch den Einsatz verschiedener Fluoreszenzfarbstoffe gleichzeitig nachzuweisen. So kann zum Beispiel ein Chromosom mit zwei darauf liegenden Genen nachgewiesen werden. Diese Methode wird angewendet, um mögliche Erbkrankheiten nachzuweisen.

Forensic pathologist

Unter Forensic Pathologist verbirgt sich im Englischen der Gerichtsmediziner. Immer häufiger wird dieser mit dem Pathologen gleichgesetzt, was nicht zuletzt aus dieser englischen Bezeichnung zustande kommt. Tatsächlich arbeitet der Pathologe zwar auch mit Leichen und führt arbeiten in der Sezierhalle durch, ist aber viel häufiger daran beteiligt, Leben zu retten.

Wusstest du schon, dass...
  • bereits im Altertum in Ägypten und Griechenland Leichenöffnungen durchgeführt wurden?
  • der erste Lehrstuhl für Pathologie 1819 in Straßburg eingerichtet wurde?
  • eine Obduktion von einem Pathologen nur vorgenommen werden kann, wenn ein Patient eines natürlichen Todes gestorben ist und die Angehörigen damit einverstanden sind?
Was man kennen und können sollte
Persönlichkeit
  • Durchhaltevermögen
  • Stressresistenz
  • Ruhige Hand
Untersuchungsmethoden
  • Makroskopie
  • Mikroskopie (Elektromiskroskopie, Lichtmikroskopie, etc.)
Verwandte Berufsfelder:
Pathologe/in als Beruf - Aufgaben und Infos

Beruf als
Pathologe/in

Facharzt für Pathologie Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: 40-55 Stunden: Normal
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 4100-4600 Euro
Männer/Frauen-Relation 6/4
Bewerber pro Stelle: 10 Bewerber
Spitzenverdiener 11000 €