Bewerbung als Patentanwalt

Wie auch bei jedem anderen Beruf ist auch für die Bewerbung als Patentanwalt wichtig, dass du dein wesentliches Ziel vor Augen behältst, nämlich den Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass du für die zu besetzende Stelle der richtige Bewerber bist. Neben dem Lebenslauf, der deinen beruflichen Werdegang präsentiert, ist das Anschreiben ein erster Eindruck deiner selbst, der den Personalchef in einem Unternehmen oder den Patentanwalt in der Kanzlei deiner Wahl überzeugen muss. 

Anschreiben und Lebenslauf

Dein Lebenslauf als Patentanwalt spiegelt nicht nur deinen beruflichen Werdegang wieder – er zeigt auch auf, wie diszipliniert du bist. Lücken im Lebenslauf, die nicht erklärbar sind, deuten darauf hin, dass du vielleicht auch mal einen Durchhänger hattest und deine Ziele nicht immer geradlinig verfolgt hast. Solltest du solche Lücken im Lebenslauf haben, ist es immer ratsam, sich hierfür eine plausible Erklärung zurechtzulegen. 

Für dein Patentanwalt Anschreiben und auch die spätere Bewerbung gilt vor allem eins: Versuche fachliche Qualitäten hervorzuheben und beachte deine Formalitäten. Als Patentanwaltskandidat sollst du in naher Zukunft nicht nur das Unternehmen oder die Mandanten zum Thema Schutzrecht beraten, sondern vor allem Schutzrechtsanmeldungen ausarbeiten und Erteilungsverfahren vor den jeweiligen Patentämtern begleiten. Eine gute Ausdrucksweise ist hier unabdingbar. Bringst du bereits Know-how aus dem gefragten Bereich, in dem du tätig werden möchtest, mit, empfiehlt es sich, dieses hier unbedingt zu erwähnen und absolvierte Fortbildungen mit anzugeben. 

Das Anschreiben für deine Bewerbung als Patentanwaltskandidat ist dein Aushängeschild. Ein fehlerfreies Anschreiben und ein guter sprachlicher Ausdruck sind Pflicht und sollten ganz besonders von einem angehenden Patentanwalt eingehalten werden. Denn genau das ist dein Job, aufzupassen, dass alles seine Richtigkeit hat. Dies sind Kleinigkeiten, auf die besonders bei der Bewerbung als Patentanwaltskandidat sehr penibel geachtet wird. 

Patentanwalt Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Neben den formalen Voraussetzungen wie dem Abschluss musst du als Patentanwaltskandidat vor allem ein breites, interdisziplinäres technisches Verständnis mitbringen. Bevor du dich also voller Vorfreude nach der Einladung in das Patentanwalt Vorstellungsgespräch begibst, ist es von großer Bedeutung, dass du dich über die Fälle, die die Kanzlei betreut oder das Unternehmen, in welchem du tätig werden möchtest, genauestens informierst. Um welchen Bereich handelt es sich? Welche Ziele verfolgt das Unternehmen? Was sind die Produkte und was macht die Konkurrenz? 

Da zudem sprachliches Talent, sowohl in Deutsch als auch in Englisch und sowohl in Wort als auch in Schrift, unverzichtbar für diesen Beruf ist, sind stille Mäuschen im Vorstellungsgespräch als Patentanwalt überhaupt nicht gerne gesehen. Du musst kommunikativ sein, stelle deshalb Fragen zum Unternehmen, zur Anstellung oder was auch immer dir auf dem Herzen liegt. Achte nur darauf, dass du nicht das Wort ergreifst und die Gesprächsführung übernimmst.

Punkten kannst du zudem mit Soft Skills. Dass du Interesse am Patentwesen zeigst, ist selbstverständlich, aber wie sieht es denn mit individuellen Fähigkeiten aus? Alles, was positiv für dich erscheint, kann im Vorstellungsgespräch gut eingebaut werden. Sorgfalt ist eine mögliche Stärke, die Bewerber  um einiges attraktiver macht für ihre zukünftige Stelle. Wenn du deine Stärken zudem an praktischen Beispielen belegen kannst, dann hast du bereits die halbe Miete. 

Der Bewerbungsprozess

Wie der Bewerbungsprozess als Patentanwalt abläuft kommt ganz darauf an, wo du dich beworben hast. Handelt es sich um ein großes Wirtschaftsunternehmen, wo täglich mehrere Bewerbungen reinflattern, kann es durchaus sein, dass du nicht nur ein paar Tage, sondern vielleicht sogar zwei bis drei Wochen darauf warten musst, bis du eine Antwort hast. Ähnlich sieht es nach deinem Vorstellungsgespräch aus. Auch hier wirst du sicher nicht der einzige Bewerber gewesen sein. Hinzu kommt, dass nicht alle Bewerbungsgespräche immer an einem Tag stattfinden. Eine Wartezeit von maximal zwei Wochen darfst du hier einräumen. Danach ist es durchaus positiv, sich bei dem Unternehmen einmal telefonisch zu erkundigen. 

Bewirbst du dich stattdessen bei einer Kanzlei, kann das auch schon ganz anders aussehen. Hier kannst du Glück haben und bereits am selben Tag noch eine Antwort erhalten. Dann bist allerdings auch du selbst gefragt, denn dann musst du eventuell auch mal sehr flexibel sein. 

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Warum möchten Sie Patentanwalt werden?
  • Wie stellen Sie sich den typischen Arbeitsalltag eines Patentanwalts vor?
  • Ist Ihnen das Zusammenschreiben Ihrer Master-/Doktorarbeit leicht gefallen?

Dresscode

Ob beim Vorstellungsgespräch oder im späteren Beruf, als Patentanwalt repräsentierst du eine Rolle, in der Seriosität an oberster Stelle steht. Um das auch im Vorstellungsgespräch schon auszustrahlen und den richtigen Eindruck zu hinterlassen, sollten Männer im Vorstellungsgespräch daher unbedingt einen Anzug und dunkle schicke Schuhe tragen. Für Frauen empfiehlt es sich, auf ein Kostüm oder einen Hosenanzug, kombiniert mit einer Bluse zurückzugreifen. Wichtig ist aber, dass du dich vorher bei dem Unternehmen oder der Kanzlei informierst, wie es sich in Sachen Dresscode verhält.

Autor: Marina Paar

Beruf als
Patentanwalt/-anwältin