Bewerbung als Online-Redakteur

Ob in dir ein guter Online-Redakteur steckt, das verrät kein Zeugnis der Welt. Das solltest du bei der Bewerbung als Online-Redakteur nie vergessen. Versuche also gar nicht erst mit deinen Noten zu überzeugen, sondern mit dem, was du bisher im redaktionellen Bereich erreicht hast. Die Konkurrenz schläft nicht und während du noch über deine Zukunft nachgedacht hast, haben andere schon gebloggt was das Zeug hält und eigene Websites betreut. Die Frage ist also: Was hast du zu bieten? Konntest du dich bereits als Praktikant oder idealerweise als Volontär beweisen? Hast auch du einen eigenen Blog? Worüber hast du bisher geschrieben, warum bist du perfekt für diese Redaktion geeignet? Diese und weitere Tipps wollen wir dir nun für deine Bewerbung als Online-Redakteur auf den Weg geben. 

Anschreiben und Lebenslauf

Du möchtest deinen Lebensunterhalt mit Worten verdienen, was ist also peinlicher, als ein langweiliges Online-Redakteur Anschreiben? Denn kein guter Text und erst recht kein Anschreiben, sollte aus leeren Worthülsen bestehen. Kreativität muss also her. Natürlich dürfen dein Anschreiben sowie dein Lebenslauf eine konventionelle Form haben, denn ausgefallen ist nicht gleich besser. Du solltest es schaffen, dich authentisch und eloquent zu präsentieren – und das auf den Punkt gebracht und nicht auf 3 Seiten. Zeig, dass du mehr kannst als 08/15-Floskeln herunterzurattern.

Hast du dann auch noch Referenzen, die du deinem Online-Redakteur Lebenslauf beilegen kannst, umso besser. Dies kann zum Beispiel ein Link zu deinem Blog sein, den du schreibst, oder zu einer Website, die du gestaltet und betreut hast. Hast du bereits für Zeitungen oder Magazine geschrieben, solltest du Artikel auswählen. Denn hier sind wir beim Kern deiner Bewerbung angelangt: Es zählt vor allem, was du bereits kannst, also was du der Redaktion zu bieten hast. Gehe auf die Redaktion, bei der du dich bewirbst, ein und mach klar, warum du ausgerechnet diese verstärken möchtest. Wecke die Neugier, dann sollte die Einladung zum Vorstellungsgespräch nicht lange auf sich warten lassen. 

Online-Redakteur Bewerbung - Tipps zu Anschreiben und Lebenslauf

Das Vorstellungsgespräch

In der Online-Branche nur mit Fakten und Noten zu überzeugen ist nahezu unmöglich. Das Vorstellungsgespräch als Online-Redakteur ist daher der wahre Schlüssel zum Erfolg. Abgefragt werden vor allem zwei Dinge: Was kannst du und wer bist du? In der Praxis bedeutet dies nichts anderes, als dass geprüft wird, ob du bereits über ausreichend Erfahrung verfügst, um den Aufgaben gerecht zu werden. Bist du mit der Zielgruppe vertraut? Bist du in der Lage Bildbearbeitung selbstständig durchzuführen, Texte in die Website einzubetten und hast du frische Ideen, die du in die Redaktion einbringen kannst? Doch nicht nur die fachliche Seite interessiert dein gegenüber im Vorstellungsgespräch als Online-Redakteur. Fragen nach deinem Musik oder Fernsehgeschmack sind alles andere als unüblich. Dein Gegenüber verfolgt hier gleich zwei Absichten. Zum einen möchte er schlicht und einfach wissen, was du für ein Typ bist. Doch zum anderen solltest du so manches Interesse mitbringen, um einen guten Job machen zu können. Sollst du im Bereich Social Media eigesetzte werden, ist es nicht egal, ob du Facebook positiv oder negativ gegenüber stehst. Bei einem Themenportal, z.B. in der Gamesbranche gehört es einfach dazu, dass du abends die eine oder andere Runde zockst. Woher sonst, sollst du wissen, was die Leser begeistert, wenn du die Begeisterung nicht teilen kannst? Verstell dich also nicht und versuche ein anderer zu sein. Es ist wichtig, dass du jederzeit natürlich und ganz du selbst bist.

Der Bewerbungsprozess

Der übliche Weg, sich als Online-Redakteur zu bewerben findet sich schon in der Berufsbezeichnung – online ist hier das Lösungswort. Bewerbungen per Post werden zwar tatsächlich noch eingereicht, weit moderner wirkt es aber natürlich, wenn die Bewerbung nicht in den Briefkasten, sondern ins digitale Postfach flattert. Wie es danach weitergeht, hängt vor allem von der Redaktion ab. Kleine Redaktionen fackeln meist nicht lang und laden Bewerber, die auf den ersten Blick passen, kurzfristig zu einem Bewerbungsgespräch ein. Dort wo deutlich mehr Bewerbungen eingehen und damit stärker ausgesiebt werden muss, kann eine Antwort etwas auf sich warten lassen.

Mögliches Mittel zu selektieren sind vorab gestellte Aufgaben, beispielsweise Textproben zu einem vorgegebenen Thema, die an eine bestimmte Zielgruppe gerichtet werden müssen. Top-Redaktionen, beispielsweise von landesweit bekannten Magazinen können sogar einen Copy-Test von dir verlangen. Hier wird gleich mit verschiedenen Aufgaben deine Kreativität getestet. Erst wenn du dich hier von der Masse abheben kannst, geht es weiter im Bewerbungsprozess als Online-Redakteur. Dies ist in der Regel ein Vorstellungsgespräch. Wenn du hier überzeugen kannst wirst du häufig zu einem Probetag eingeladen. Erst danach entscheidet sich, ob du den Job bekommst. 

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Welche Art von Texten schreiben Sie am liebsten?
  • Welche Blogs und Magazine bevorzugen Sie?
  • Sind Sie mit SEO vertraut?

Dresscode

Ein Online-Redakteur in Anzug und Krawatte? Außer auf großen Events -undenkbar. Strenger Dresscode? Fehlanzeige! In einer Redaktion kleidet sich jeder so, wie er es sich am wohlsten fühlt – und das auch, wenn Vorstellungsgespräche anstehen. Nun stelle dir vor, du läufst bei deinem Vorstellungsgespräch als Online-Redakteur in deinem Sonntagsanzug auf und sitzt deinem Gesprächspartner, der in Jeans und T-Shirt gekleidet ist, gegenüber. Bestimmt würdest du dir komisch vorkommen. Natürlich möchtest du mit deinem Outfit zeigen, dass dir der Termin und das Vorstellungsgespräch als Online-Redakteur wichtig sind. Das kannst du am besten mit dem guten alten Business Casual Look. Kombiniere moderne und klassische Kleidungsstücke miteinander. Dann bist du angemessen aber nicht overdressed gekleidet. 

Autor: Sabine Zagar

Beruf als
Online-Redakteur/in