Karriere und Weiterbildung als Offizier

Wer eine Karriere als Offizier machen möchte, der hat später die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Denn als Offizier kannst du viele Berufe und Aufgaben übernehmen. Damit du genau das machst, worin du am besten bist, bietet die Bundeswehr spezielle Beratungen an. Ehe du Offizier wirst, musst du eine umfangreiche Ausbildung absolieren, erst am Ende entscheidest du, wohin dich deine Karriere beim Militär führen soll. Welche Wege möglich sind, das erfährst du nun bei uns.  

Karrierepfad als Offizier/in

Offizier Karriere und Weiterbildung

Allgemeine Grundausbildung und Offizierslehrgang – Vom Obergefreiten zum ersten Unteroffiziersgrad

Der erste Schritt zur Offiziers Karriere ist die dreimonatige AGA , also die allgemeine Grundausbildung, die in der Offiziersschule stattfindet. Vom Abiturienten zum Soldaten, das ist das Ziel der AGA. Schießen lernen, Marschieren, Sport und Lernen mit körperlicher und psychischer Belastung umzugehen, dazwischen muss Theorie gepaukt werden, denn auch Tests stehen regelmäßig auf dem Plan. Es folgt der Offizierslehrgang. Bei der Marine beispielsweise, fährst du 6 Wochen mit der Gorch Fock zur See, ebensolange bist du im Anschluss in der „grauen Flotte“ unterwegs und hast Unterricht in Navigation, Nautische Gesetzkunde und Rechtswesen. Nach dem ersten Jahr hast du den ersten Schritt in Richtung Offizier gemeistert, warst du bislang Obergefreiter, erhältst du nun den ersten Unteroffiziersgrad.

Studium – Abschluss als Leutnant

Jetzt kann das Studium beginnen. Eingeleitet wird dies durch ein zwei bis dreimonatiges Praktikum. Dein neuer Lebensmittelpunkt wird nun nach Hamburg oder München verlagert, denn dort befinden sich die Universitäten der Bundeswehr. Studieren kannst du nahezu alles – von Psychologie, über Pädagogik bis hin zu Luft- und Raumfahrttechnik. Parallel zum Studium werden übrigens auch das deutsche Sportabzeichen und die sogenannten Militärischen Leistungen abgelegt. Freust du dich auf lange Semesterferien müssen wir dich leider enttäuschen, denn dein Studium ist in Trimester unterteilt, die Ferien fallen also kürzer aus. Dafür hast du deinen Master aber auch bereits nach vier Jahren. Ein weiterer Vorteil ist das Gehalt, das du während des Studiums bekommst. Du kommst aber nicht nur deinem Hochschulabschluss immer näher, sondern auch der Karriere als Offizier. Nach drei Jahren als Offiziersanwärter ist es geschafft, du erhältst den ersten Offizierdienstgrad: Leutnant bzw. Leutnant zur See. Nach deinem Studium darfst du dich sogar bereits als Oberleutnant bezeichnen.

Fachausbildung

Nach deinem Studium bist du Leutnant beziehungsweise Leutnant zur See. Doch die Zeit des Lernens und der Ausbildung ist hier noch lange nicht zu Ende, denn jetzt wirst du deinem Wunschbereich zugeordnet und kannst deine Fachausbildung absolvieren. Nun sind also Entscheidungen gefragt. Und dabei kannst du wahrlich behaupten „wer die Wahl hat, hat die Qual“, denn die Möglichkeiten sind groß und reichen von der Ausbildung zum Kampfschwimmer, die als eine der härtesten gilt, über die zum Mechaniker und Schiffstechniker bis hin zur Marinefliegerausbildung. Die Entscheidung sollte allerdings gut durchdacht sein, denn als Berufssoldat bist du verpflichtet - und zwar für 13 bis 16 Jahre. Dies hängt davon ab, ob du deine Karriere beim Militär beim Heer, bei der Marine oder der Luftwaffe führen möchtest.

Berufseinstieg nach der Fachausbildung

Nach deiner Ausbildung ändert sich deine Perspektive um 180°, denn nun nimmst du als Offizier eine Führungsposition in den Streitkräften ein und bildest junge Soldaten bis zur Einsatzreife aus. Doch das ist natürlich nicht alles, denn du kannst in den Bereichen Führungs-, Lehr-, Stabs- oder Spezialverwendungen eingesetzt werden. Die Berufsbezeichnungen und Offiziersdienstgrade können dabei je nach Bereich der Bundeswehr, also Marine, Heer und Luftwaffe, voneinander abweichen.

 

Karriere als Hauptmann/Kapitänleutnant

Nach fünf einhalb Jahren bist du Hauptmann beziehungsweise Kapitänleutnant. Dies ist während deiner Verpflichtungszeit der höchste zu erreichende Dienstgrad, also ein großer Karriereschritt als Offizier. Damit steigt deine Verantwortung innerhalb deines Aufgabengebietes weiter an.

Autor: Sabine Zagar

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