Karriere und Weiterbildung als Neurowissenschaftler

Was „mit Zukunft“ studieren – das wollen wir doch irgendwie alle, oder? Deshalb stellen sich immer mehr Absolventen die Frage, ob sie das auch wirklich getan haben. Denn besonders im Bereich der Naturwissenschaften gab es eine Zeit lang einen ziemlichen Einbruch, was die Nachfrage an Fachkräften anging. So waren die Zukunftsaussichten nicht besonders rosig. Mit Neurowissenschaften hast du allerdings ein Fach gewählt, welches alles andere als gewöhnlich ist und damit eine gute Investition in die Zukunft bietet. Deine Karriere als Neurowissenschaftler kann dabei allerdings in ganz verschiedene Richtungen gehen. Ob du beispielsweise in einer Forschungseinrichtung oder in einem Industrieunternehmen arbeitest, das liegt nicht zuletzt auch an deinen persönlichen Präferenzen.

In der Neurowissenschaft ist einiges im Umbruch, hier jagt eine wissenschaftliche Erkenntnis die nächste. Aus diesem Grund ist auch dein Einsatzbereich für deine Karriere als Neurowissenschaftler sehr breit. Denn die Neurowissenschaften finden sogar Anwendung im Marketing oder im Personalbereich. Wichtig zu wissen ist nur, dass du keine Stelle als „Neurowissenschaftler“ bekommen wirst. Hier verhält es sich ähnlich wie bei allen anderen Naturwissenschaften, es handelt sich lediglich um Wissen, welches du erwirbst, nicht aber einen Jobtitel. Unabdingbar, um auch wirklich etwas erreichen zu können, ist bereits der Masterabschluss. Diesen kannst du sowohl in Neurowissenschaften als auch in Biowissenschaften oder Biotechnologie erwerben.  Wir zeigen dir, welche Karrieremöglichkeiten du als Neurowissenschaftler hast und welche Wege du nach deinem Studium einschlagen kannst.

Karrierepfad als Neurowissenschaftler/in

Neurowissenschaftler/in Karriere und Weiterbildung

Weiterbildungen

Als Neurowissenschaftler wirst du es sehr wahrscheinlich bevorzugen, in der Forschung tätig zu werden. Auch wenn sich neben der Grundlagenforschung oder der klinischen Neurowissenschaft auch viele andere Türen für dich öffnen, ist es immer ratsam, Weiterbildungsangebote für deine Karriere als Neurowissenschaftler wahrzunehmen. Sie sorgen nicht nur dafür, deinen Wissenshorizont zu erweitern, sondern dich vor allem auch für andere Stellen attraktiver auf dem Arbeitsmarkt zu machen. So gibt es beispielsweise Neurowissenschaftler Weiterbildungen in den Bereichen Biochemie, Labor- und Analysetechnik, Neuropsychologie, Pharmazie oder auch Projektmanagement, Kommunikative Kompetenzen oder Teamführung.

Masterabschluss

Die Möglichkeit einen Bachelorabschluss in Neurowissenschaften zu absolvieren, gab es eine zeitlang gar nicht. So konntest du erst mit dem Master deinen Schwerpunkt festlegen und dich mit der Gehirnforschung intensiver beschaffen. Was sich leider trotz Bachelorabschluss nicht geändert hat, ist die Tatsache, dass der Masterabschluss fast immer eine Voraussetzung ist, wenn du als Neurowissenschaftler etwas erreichen möchtest. Für deine Karriere als Neurowissenschaftler ist es also dringend ratsam, dass du den Masterabschluss unbedingt noch oben drauf setzt. Erst dann werden dir Möglichkeiten eröffnet, um beispielsweise in der Pharmaindustrie oder in einer Forschungseinrichtung im Bereich Grundlagenforschung oder klinische Neurowissenschaft einen Job zu finden.

Doktortitel

Der Doktortitel ist zwar heutzutage kein Muss mehr, um als Neurowissenschaftler einen Job zu finden, er wird aber dringend empfohlen, wenn du eine Karriere als Neurowissenschaftler anstrebst. Das heißt beispielsweise für Stellen im Bereich Forschung und Lehre an Hochschulen wird die Promotion vorausgesetzt.

Foschungsreferent

Eine sehr beliebte und erste Station in deiner Karriere als Neurowissenschaftler ist die als Forschungsreferent. Als Forschungsreferent betreust du Forschungsprojekte oder führst sie selber durch. Zudem unterstützt du andere Forschende bei ihrer Arbeit. Die Ergebnisse deiner Forschungsarbeiten veröffentlichst du als Forschungsreferent in wissenschaftlichen Publikationen. Ebenfalls ein Schritt, um deine Karriere als Neurowissenschaftler anzukurbeln. Diese Tätigkeiten kannst du zum Beispiel an Hochschulen, Forschungsinstituten oder anderen wissenschaftlichen Organisationen durchführen. Um als Forschungsreferent tätig zu werden, ist eine wichtige Voraussetzung, dass du ein abgeschlossenes Masterstudium vorweisen kannst. Oft wird auch eine Promotion erwartet, jedoch ist das nicht die Regel.

Dozent an Hochschulen und Akademien

Als Neurowissenschaftler spezialisierst du dich auf Fachgebiete wie klinische, molekulare oder computationelle Neurowissenschaft. Du legst deine Schwerpunkte auf das Nervensystem beziehungsweise das Gehirn des Menschen, auf die Grundlagenforschung und die Anwendung. Dabei ist dein Fachwissen gefragt, wenn es beispielsweise darum geht, Therapien für Erkrankungen des Zentralen Nervensystems zu entwickeln. Mit einer Promotion hast du neben der Forschung aber auch die Möglichkeit in der Lehre beispielsweise als Dozent an Hochschulen tätig zu werden. Ein etwas anderer Weg für deine Karriere als Neurowissenschaftler, dennoch aber auch sehr beliebt. Du konzipierst eigenverantwortlich Seminare und arbeitest weiterhin an wissenschaftlichen Forschungsvorhaben mit.

Laborleiter

Mit viel Fleiß und einigen Jahren Berufserfahrung, kannst du es in deiner Karriere als Neurowissenschaftler bis auf die Position des Laborleiters schaffen. Hier planst, koordinierst und überwachst du technisch-organisatorische sowie betriebswirtschaftliche Abläufe in einem Labor. Die besten Aussichten für dich als Neurowissenschaftler hast du in Unternehmen der Pharmaindustrie. Sie sind zudem dafür bekannt, dass sie gute Gehälter zahlen.

Beruf als
Neurowissenschaftler/in