Bewerbung als Neurowissenschaftler

Studium in der Tasche, Masterabschluss erfolgreich hinter dich gebracht und Stellenangebot bereits in Sicht – aber keine Ahnung wie du dich bewerben sollst? Besonders für Naturwissenschaftler wie dich stellt sich diese Frage immer wieder, da dies nicht unbedingt ein Fachgebiet ist, welches eine deiner Vorlesungen gefüllt hat. Als Neurowissenschaftler hast du aber einen entscheidenden Vorteil, denn du weißt, wie das menschliche Gehirn funktioniert und hast möglicherweise gelernt, wie das Gehirn eines Personalverantwortlichen tickt. Damit du aber trotzdem auf Nummer sicher gehen kannst und nicht auf pure Manipulation setzen musst, verraten wir dir, worauf es bei deiner Bewerbung als Neurowissenschaftler ankommt, damit dein Traumjob zum greifen nah ist. 

Anschreiben und Lebenslauf

Wo willst du hin? Was ist dir wichtig? Dein Studium der Neurowissenschaft legt bereits klar fest, was deine Stärken sind. Nun musst du dir erst einmal überlegen, für welchen Bereich genau du dich bewerben möchtest und welches der ideale Arbeitsplatz für dich wäre. Denn für deine Bewerbung als Neurowissenschaftler ist es in erster Linie erst einmal wichtig, dass du dich mit deinem zukünftigen Arbeitsplatz auch identifizieren kannst und dies bereits in deinem Anschreiben als Neurowissenschaftler rüberbringst.

Bevor wir aber zum Anschreiben kommen, wollen wir uns erst einmal deinem Lebenslauf widmen. Lücken im Lebenslauf sehen nie gut aus, solltest du aber doch welche haben, dann ist es wichtig, dass du diese erklären kannst. Ein Jahr lang nur auf der faulen Haut gelegen? Das will kein Personaler gerne hören. Besonders für den Bereich Forschung achten Personaler sehr auf deine Erfahrungen. Es ist also empfehlenswert wirklich jede noch so kleine Kleinigkeit zu erwähnen. Angefangen mit deinem Studium, deiner Studienrichtung und die Schwerpunkte, die du belegt hast über Projekte, in die du involviert warst bis hin zu Bereichen, in denen du vielleicht sogar selber schon Forschungen angestellt hast. Für deinen Lebenslauf als Neurowissenschaftler sind zudem ein Masterabschluss und der Titel deiner Masterthesis besonders wichtig. Sie sind entscheidend dafür, ob du für eine Forschungseinrichtung in Frage kommst oder nicht. Der Masterabschluss ist unabdingbar, wenn du in der Forschung arbeiten möchtest.

Mit einer klar strukturierten Übersicht über deinen Werdegang, deine Ausbildung und deinen Erfahrungen, ist dein Lebenslauf als Neurowissenschaftler bestens gerüstet, um von einem erfahrenen Personaler unter die Lupe genommen zu werden. Dein Anschreiben als Neurowissenschaftler hingegen nutzt du, um diese Übersicht näher auszuführen und deine Motivation für die Neurowissenschaft zum Ausdruck zu bringen. Dieses wird von Personalern in der Regel erst gelesen, wenn bereits der Lebenslauf Interesse geweckt hat.

Neurowissenschaftler/in Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch als Neurowissenschaftler – deine Eintrittskarte für einen neuen Job? Noch nicht ganz, aber immerhin schon ein kleines Stück näher dran. Halte dir vor Augen, dass das Vorstellungsgespräch keine Prüfungssituation simulieren soll. Hier geht es einzig und alleine darum, dich persönlich noch besser kennenzulernen. Hältst du das, was deine Bewerbungsunterlagen versprechen? Wie kommst du menschlich rüber, und passt du gut ins Team? Als Neurowissenschaftler solltest du am besten wissen, wie sich eine unangenehme Arbeitssituation auf die Psyche des Menschen auswirken kann. Hier geht es also auch um dich. Fühlst du dich wohl? Denn beim Vorstellungsgespräch als Neurowissenschaftler solltest du dir auch klar machen, dass du ebenso Fragen stellen darfst wie auch dein Gegenüber. Das zeugt vor allem von Interesse.

Damit aber trotz Aufregung alles glatt laufen kann, mache dir am besten schon vorab Gedanken, wie du auf die einen oder anderen Fragen reagieren wirst. Zudem wäre es von Vorteil, wenn du dich über die Einrichtung, in der du arbeiten wirst, oder, falls es ein Unternehmen ist, natürlich das Unternehmen eingehend informierst. Was sind die Ziele? Welche Visionen werden verfolgt? Und wie ist die aktuelle Marktsituation? Daneben wird es in deinem Vorstellungsgespräch als Neurowissenschaftler natürlich auch stark um den Bereich gehen, für den du dich beworben hast. Fachsprache wird hier natürlich absolut vorausgesetzt.

Der Bewerbungsprozess

Wie auch bei anderen Studienrichtungen ist es auch in der Neurowissenschaft üblich, sich online zu bewerben. Aber gerade für deine Bewerbung als Neurowissenschaftler sind Kontakte aus der Universität oder praktischen Arbeiten ein enormer Vorteil, um auf Stellen aufmerksam zu werden. Ist dies nicht der Fall, bewirbst du dich größtenteils über die Karriereportale der jeweiligen Internetseiten von beispielsweise Universitäten, Kliniken, Forschungsinstituten oder auch Industrieunternehmen.

Konntest du erst einmal mit deinen Qualifikationen überzeugen, wirst du sehr wahrscheinlich zum Vorstellungsgespräch eingeladen, um einen persönlichen Eindruck von dir zu gewinnen. Hier wird man dich nicht nur nach deinen Fähigkeiten fragen, sondern sie meist auch auf die Probe stellen. Wenn du darüber hinaus also auch im Vorstellungsgespräch überzeugen konntest, dann sind Probetage nicht ausgeschlossen. Hier hast du die Möglichkeit, deinen Arbeitgeber zu überzeugen, wie gut dein Fachwissen und deine Fähigkeiten wirklich sind. Aber auch, um zu testen, ob du dich selber wohl am Arbeitsplatz fühlst. Sogenannte Assessment Center sind für deine Branche in der Regel nicht vorgesehen. Zwar ist auch Teamfähigkeit ein wichtiger Faktor für eine Einstellung, rutscht aber im Gegensatz zu deinem Fachwissen auf der Wichtigkeitsskala eher nach unten.

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Was war das Thema Ihrer Abschlussarbeit und warum haben Sie sich ausgerechnet dafür entschieden?
  • Was halten Sie von den neuen Erkenntnissen zum Thema XY?
  • Welche Arbeiten haben Sie im Forschungsprojekt XY übernommen?

Dresscode

Ziemlich klar sollte sein, dass du während der Arbeit im Labor und in der Forschung einen Kittel zu tragen hast. Das heißt, in deinem Beruf als Neurowissenschaft gibt es größtenteils sogenannte Schutzbekleidung. Natürlich kommt es immer auf den Job an. Solltest du eine Stelle im Marketing eines Industrieunternehmen angenommen haben, dann ist dein Kleidungsstil während der Arbeit Unternehmensangelegenheit. Für das Vorstellungsgespräch als Neurowissenschaftler empfehlen wir für Damen und für Herren einen Business Casual Look. Das heißt, dass du dich nicht so rausputzen musst, als wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, aber auch nicht deine letzte Jeans aus dem Schrank kramen solltest. Männer können mit einer dunklen Jeans und einem Hemd mit Sakko nichts falsch machen, während bei Frauen sowohl ein Rock als auch eine Hose kombiniert mit einer Bluse und einem Blazer vollkommen ausreichend sind. Wichtig ist, dass du keine grellen Farben wählst, die deinen Gegenüber förmlich zum erstarren bringen, und dass du nicht overdressed auftauchst. Solltest du aber absolut keine Ahnung haben, wie du dich kleiden sollst, kannst du dich am besten auf der Homepage der Firma einmal informieren, wie die Unternehmensphilosophie es damit hält.

Beruf als
Neurowissenschaftler/in