Beruf als Netzwerkadministrator - Arbeiten in IT

Kaum fällt mal das Netzwerk aus, hast du keine ruhige Minute mehr. Am Telefon, persönlich, per Email, übers Handy, alle wollen dir sagen, dass das Netzwerk nicht mehr funktioniert. Natürlich weißt du das schon längst, das ist nämlich deine Aufgabe, wenn du dir den Beruf des Netzwerkadministrators ausgesucht hast. Egal wo auf der Welt, die meisten Unternehmen sind abhängig von ihrem Netzwerk. Kollegen bleiben so vernetzt und Geschäfte können reibungslos abgeschlossen werden. Aus diesem Grund braucht fast jedes Unternehmen auch Netzwerkadministratoren, die sich der IT-Infrastruktur und allem was dazugehört auskennen, und die schnell ihre Fähigkeiten zur Problembeseitigung und zur Fehlerbehebung einsetzen können. Entscheidest du dich für den Beruf als Netzwerkadministrator, dann bist du der Herrscher über die Netzwerke und kannst bestimmen, wer wie wann Zugriff auf welche Funktion des Systems hat. Du bist zuständig für die Autorisierung und Authentifizierung des Zugangs von einzelnen Personen oder Gruppen zu Netzressourcen. 

Spezialisierungen
Netzwerkadministrator/in

Arbeitsalltag und Aufgaben als Netzwerkadministrator

Netzwerkadministrator werden Netzwerkadministrator/in werden

Man könnte sagen, dass der Beruf als Netzwerkadministrator dem des Arztes nicht unähnlich ist. Deine Patienten sind allerdings sehr viel weniger redselig und nicht ansteckend - du bist der Netzwerkdoktor. Bei jedem auftauchenden Wehwehchen musst du diagnostiziere,n was das Problem ist und wie es behandelt werden muss. Deine Aufgabe ist es, dass das Netzwerk immer gesund ist und fehlerfrei läuft. Und wenn dann mal etwas nicht funktioniert, dann heißt es starke Nerven bewahren, denn den Fehler zu finden ist meistens alles andere als einfach. Dann heißt es in 500 Seiten Logfiles das Problem zu entdecken und zu wissen welche Software einzusetzen ist. Das braucht, vor allem bei großen Netzwerken, technische Erfahrung.

Auch der Aufbau und die Planung eines Netzwerkes gehören eventuell zu deinen Aufgaben. Dafür braucht man nicht nur jede Menge technisches Verständnis, sondern auch ein Auge fürs Detail. Damit alles reibungslos funktioniert, müssen auch kleine Dinge stimmen, zum Beispiel wie viele Ports gebraucht werden oder wie lang die zu verlegenden Leitungen sein müssen. Außerdem musst du im Beruf als Netzwerkadministrator immer im Blick haben, wie hoch die Netzwerkkapazitäten und die Informationsflüsse sind, um betriebliche Engpässe zu verhindern. Da gilt es ständig einen Überblick und einen Plan vom Netzwerk zu haben, indem man es stets analysiert und updated. 

Voraussetzungen für den Beruf Netzwerkadministrator

Wenn du darüber nachdenkst dem Beruf des Netzwerkadministrators nachzugehen, dann kommst du am besten aus dem IT- oder dem Elektrotechnikbereich. Es gibt zwar auch Netzwerkadministratoren, die „nur“ eine Ausbildung haben, allerding brauchst du, gerade bei größeren Firmen, so ein umfangreiches Fachwissen, dass viele Unternehmen meist nur Netzwerkadministratoren einstellen, die studiert haben. Bist du dir noch nicht sicher, ob du auch wirklich in diesem Bereich arbeiten möchtest, dann kannst du natürlich schon im Vorfeld ein Praktikum machen.

Als Netzwerkadministrator musst du, ironischerweise, kein großer Netzwerker sein, jedenfalls nicht wenn es um soziale Kontakte geht. Stattdessen wirst du wahrscheinlich viel Zeit in deinem Büro, vor deinem Computer verbringen. Hier gilt es vielmehr durch dein technisches Können zu überzeugen.

Schon während deines Studiums solltest du dich auf Netzwerke spezialisieren, sowohl auf die technischen Aspekte, als auch die relevante Software. Programmieren musst du als Netzwerkadmin nicht wie ein Meister beherrschen. Interessiert du dich für den Beruf Netzwerkadministrator dann solltest du jemand sein, der vor allem logisch und analytisch denkt und der flexibel ist. Jedes Netzwerk und jedes Problem, das ein Netzwerk haben könnte, ist nämlich anders. Das Wissen welches hilfreich beim einen Unternehmen war, ist nicht unbedingt auch bei einem anderen Unternehmen gefragt. Man muss also schnell lernen und sich an andere Netzwerke anpassen können. Das heißt aber auch, dass man bereit sein muss, sich viel Wissen selber anzueignen und stets gewillt zu sein sich selbstständig fortzubilden. Tritt dann ein Problem auf, dann ist eine Menge Geduld und Spaß an der Lösung von diesen gefragt.

Spezialisierungsmöglichkeiten

Im Beruf als Netzwerkadministrator bist du schon sehr spezialisiert. Spezialisierter, als zum Beispiel der Systemadministrator. Es gibt allerdings Zertifizierungen und Lizenzen, die du als Admin benötigst, zum Beispiel von Microsoft, Cisco oder Apple. Mit diesen Zertifizierungen kannst du dann nachweisen, auf welchem Wissenstand du bist und in welchen Bereichen du dich besonders gut auskennst. Das ist vor allem für deinen potenziellen Arbeitgeber interessant. Wichtig sind dabei zum Beispiel Cisco-Zertifizierungen, wie CCNA oder Microsoft-Zertifizierungen wie MCSA und MCAS. Um das Netzwerk ständig auf dem neusten Stand halten zu können ist es außerdem sinnvoll, Fortbildungen zu Software und Hardware zu besuchen. 

Spezialisierungen
Netzwerkadministrator/in
Fachjargon
Token Ring

Ein Token Ring ist eine Vernetzungstechnik, bei der alle Computer kreisförmig miteinander verbunden sind. Ein Token verhindert dabei im Rechnernetz, dass die Datenpakete der einzelnen Computer beim Zugriff auf Datenframes kollidieren. Wenn ein Computer eine Nachricht verschickt, dann schnappt er sich den Token, verknüpft daran die Nachricht, und lässt es dann so weiter um das Netzwerk ziehen.

Active Directory

Active Directory ist ein Verzeichnisdienst von Microsoft. Dieses Verzeichnis ermöglicht es, ein Netzwerk so zu gliedern, dass es der realen Struktur eines Unternehmens oder auch dessen räumlicher Verteilung entspricht. Active Directory ermöglicht es dem Netzwerkadministrator Informationen, zum Beispiel der der Computer und Server, zu organisieren und zu überwachen.

Domain Server

Der Domain Server ist ein Teil des Name Systems (DNS) und ist ein Programm zur Verwaltung von Domänen. Die Aufgabe des Domain Servers ist es alle Anfragen zu beantworten, die von einer Domain gestellt werden. Er ist außerdem wichtig für den Aufbau eines funktionsfähigen Netzwerks und hilft, dass man sich keine komplizierten IP-Adressen merken muss, sondern einfache Domainnamen zu der entsprechenden Webseite führen.

Wusstest du schon, dass...
  • rund 70 Prozent des E-Mail Traffic nur aus Spam besteht?
  • Frauen scheinbar eine emotionalere Bindung zu ihrem Computer haben als Männer? Rund 52 Prozent stimmten in einer Umfrage der Aussage „Ich liebe meinen Computer“ zu, 14 Prozent mehr als Männer.
  • der erste Computervirus 1983 von Fred Cohen geschrieben wurde?
Was man kennen und können sollte
IT-Zertifikate
  • ACE – Adobe Certified Expert
  • MCAP – Microsoft Certified Application Professional
  • MCAS - Microsoft Certified Application Specialist
  • ACSA – Apple Certified System Administrator
  • CCT – Cisco Certified Technician
Sprache
  • Englisch
Autor: Nele Diels
Verwandte Berufsfelder:
Netzwerkadministrator als Beruf - Infos zur Arbeit im Bereich IT

Beruf als
Netzwerkadministrator/in

Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: 45 Stunden: Normal
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2500-3000€
Männer/Frauen-Relation 9/1
Bewerber pro Stelle: 30 Bewerber
Spitzenverdiener 5500 €