Modedesigner Gehalt

Einstiegsgehalt und Verdienst als Modedesigner

Dein eigenes Atelier, in dem du dir deine Arbeitszeiten und deine Kunden selbst aussuchen kannst. Fashionshows in Mailand und Paris, wo du Models backstage ankleidest und ihnen den letzten Schliff verpasst, bevor sie auf den Laufsteg rennen. Filmstars wie Julia Roberts und Brad Pitt, die deine Entwürfe auf den roten Teppichen dieser Welt tragen. Die Modebranche ist ein Millionengeschäft – doch leider sind diese Millionen nur einer Minderheit vorbehalten. Klar kannst du es auch mit viel Fleiß und sehr guter Arbeit bis nach ganz oben schaffen, aber dafür brauchst du neben jeder Menge Geduld und Talent etwas ganz Wichtiges: Kontakte. Denn ohne Vitamin B und wichtige Freunde wird man eher nicht in Hollywood landen. Das macht aber gar nichts, schließlich ist es auch bei uns schön.

Als selbstständiger Modedesigner oder als Vollzeitkraft in einem Unternehmen kannst du deiner Gestaltungswut freien Lauf lassen und anstatt Models und Superstars genauso gut Erna und Karl von nebenan ankleiden. Dabei gibt es natürlich große Unterschiede, ob du dich mit einem eigenen Atelier selbstständig machst, bei einem kleinen Designer arbeitest oder in einem großen Unternehmen durchstartest. Denn dein Modedesignergehalt hängt zum größten Teil von dem Budget ab, das deinem Arbeitgeber zur Verfügung steht.

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Einstiegsgehalt als Modedesigner

Es ist wirklich nicht gerade leicht, in die Modebranche einzusteigen. Es gibt nur wenige Stellenangebote und meistens werden diese gnadenlos unterbezahlt. Daher ist es in dieser Branche unerlässlich, dass du vor Antritt einer neuen Stelle bereits Berufserfahrungen während Praktika gewonnen hast. Ohne Praktika, keine Festanstellung. Je mehr Praktika du in unterschiedlichen Unternehmen oder auch bei freiberuflichen Designern gemacht hast, desto besser. Das Nonplusultra ist ein Praktikum im Ausland und das Mitwirken an diversen Fashionshows.

Nicht immer ist gewährleistet, dass das Unternehmen dich am Ende deines Praktikums auch übernehmen kann oder will. Oft wirst du mit temporären Verträgen abgespeist oder dein Praktikum wird halbjährlich immer wieder aufs Neue verlängert. Einige Unternehmen haben es so geregelt, dass sie dir nur zweimal einen befristeten Vertrag anbieten dürfen und dir bei der dritten Vertragsverlängerung entweder einen festen Vertrag geben müssen oder dich ziehen lassen.

Wenn du jedoch einen Job erhalten hast, kannst du als Berufseinsteiger in der Designbranche mit einem Modedesignerverdienst von 1.800 bis 2.500 Euro brutto rechnen.  Als Assistant Designer in größeren Unternehmen kann jedoch durchaus ein Bruttobetrag von 3.000 Euro herausspringen. Ist ja auch klar, dass dir größere Unternehmen eine größere Summe zahlen können. Unternehmen, die mit Kunden auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, haben natürlich mehr Budget als kleine Ateliers oder 1-Mann-Betriebe.

Dein Gehalt als Modedesigner in einem Unternehmen bei Festanstellung ist nach Vertragsabschluss festgelegt und landet auf jeden Fall pünktlich auf deinem Konto. Du musst dir also keine Sorgen darüber machen, ob du dir die Miete oder den Inhalt für den Kühlschrank leisten kannst. Selbstständige Modedesigner haben diese Gewissheit leider nicht. Ihr Gehalt hängt häufig auch von ihren Kunden ab und sie können nicht immer damit rechnen, dass das Geld auch pünktlich bei ihnen ankommt.

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Was kann ich später verdienen?

Als Modedesigner reist du um die Welt, um dich von aktuellen Trends und fremden Ländern und deren Sitten beeinflussen zu lassen. Mithilfe von Praktika sammelst du Berufserfahrung und fertigst mehr und mehr Entwürfe und Kleidungsstücke an. Je länger du also schon im Berufsalltag verankert bist, desto besser ist das für dich. Es wird dich vielleicht wundern, aber auch ein Masterabschluss ist in der Modebranche eher unwichtig. Die meisten Modedesigner haben lediglich einen Bachelor in der Tasche. Denn in der Modebranche zählen Praxis- und Arbeitserfahrung und da ist ein Praktikum meistens mehr wert als ein Masterstudium.

Klar, dass du praktische Arbeiten häufig während Praktika anfertigst. Je größer und vielfältiger deine Mappe also danach ist, desto besser ist auch der Eindruck, den sich zukünftige Arbeitgeber oder Kunden von dir machen können. Wie ist dein Stil? Hast du einen Wiedererkennungswert? Variierst du in Schnitt, Farbe und Muster oder ist es ein langweiliger Einheitsbrei? Decken sich deine Entwürfe mit dem, was das Label repräsentiert? Besonders als selbstständiger Modedesigner ist deine Mappe unheimlich wichtig. Es ist auch super, wenn du sogar eine eigene Website hast, auf der du deine aktuellen und vergangenen Projekte und Entwürfe präsentierst. Häufig bietet sich auch ein kleiner Online-Shop an. So können interessierte Kunden dich optimal finden und bereits im Vorfeld einen Eindruck von deiner Arbeit erhalten. Das ist überlebenswichtig, denn Aufträge findet man nicht einfach so in der Zeitung.

Vitamin B ist und gute Kontakte sind das A und O für Freelancer aber auch für fest angestellte Modedesigner, denn häufig gelangt man über gute Kontakte zu speziellen Kunden. Du hast einen Bekannten, der BWL studiert und ein Auslandssemester in New York macht? Dann nichts wie hin! Vielleicht kannst du kurzzeitig bei einem Designer arbeiten, auch wenn es nur zwei Wochen sind. Er könnte dir die Tür zu deinem nächsten Kunden öffnen, indem er dich danach weiterempfiehlt. Wenn neue Kunden durch Empfehlungen auf dich zukommen, bist du bereits ein erfolgreicher Modedesigner und kannst somit auch einen entsprechenden Modedesignerverdienst verlangen.

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Tipps für die Gehaltsverhandlung

Autor: Alexandra Quant

Besonders selbstständige Modedesigner haben bei der Preisgestaltung oft Schwierigkeiten. Im Studium lernt man eigentlich nie, wie man Preise für Entwürfe oder Kleidungsstücke ansetzt und daher fühlt man sich oft verloren. Ist der Preis zu hoch? Kann ich am Ende trotzdem meine Kosten decken? Ist der Preis dreist? Normalerweise beginnt man bei neuen Kunden erst einmal mit etwas niedrigeren Preisen, um die Konkurrenz schlagen zu können. Wenn der Kunde zufrieden war und immer mehr Projekte mit dir plant, solltest du die Preise auf jeden Fall erhöhen, schließlich hast du den Kunden mit deiner guten Arbeit beeindruckt.

Wenn du Verhandlungsgespräche mit Kunden führst, solltest du absprechen, ob du stundenweise bezahlt werden willst oder der Auftraggeber am Ende einen Gesamtpreis für den Entwurf oder das Kleidungsstück zahlt. Rechne also vorher alles durch und schätze ab, wie lange du an dem Projekt sitzen wirst. Wenn ihr eine stundenweise Bezahlung vereinbart habt, notier dir jede Winzigkeit und jedes noch so kurze Telefonat.

Damit du nach Beendigung deiner Arbeit auch den richtigen und gerechten Preis gezahlt bekommst, musst du dich gut durchsetzen können und ziemlich selbstbewusst sein. Du kannst deinem Kunden auch ruhig zeigen, wie viel Arbeit hinter diesen drei Bildern steckt, die du ihm nun präsentierst. Denn dieser Perfektion gehen hunderte Entwürfe und Skizzen voraus, die du am Ende verfeinerst oder verwirfst. Um genau diesen Prozess anschaulicher zu machen, solltest du sie also alle der Rechnung beifügen. Somit verdeutlichst du visuell, dass das Projekt wochenlange Arbeit war, und kannst als Modedesigner Gehalt auch ruhig bis zu 6.000 Euro pro Entwurf einfordern.

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