Bewerbung als Modedesigner

Wer träumt nicht davon, eine schöne Idee zu haben oder etwas auf der Straße zu sehen und es sich selbst zu Hause nachschneidern zu können? Inspirationen für Mode lauern einfach überall und es gibt nichts Besseres, als etwas Eigenes zu gestalten und zu erschaffen, auf das man stolz sein kann. Zurzeit scheinen viele Studenten diesen Traum leben zu wollen, denn private wie auch öffentliche Hochschulen können sich vor Modedesignbewerbern kaum retten. Und natürlich sind sie alle irgendwann einmal fertig mit ihrem Studium und suchen nach Möglichkeit einen gut bezahlten Job in Festanstellung. Die Konkurrenz ist daher hart und die wenigen Stellen sind umkämpft. Da muss man sich für seine Bewerbung als Modedesigner schon etwas einfallen lassen. Bunt gestaltete Bewerbungen, die mit außergewöhnlichem Design überzeugen und vielfältige Mappen sind der heilige Gral der Modedesigner.

Anschreiben und Lebenslauf

Sicher ist die bewusst, dass auch als Modedesigner deine Bewerbung vollständig sein muss. Du kannst es sicher schon auswendig herunterbeten, dass zu einer Bewerbung ein Lebenslauf und ein ordentliches Anschreiben gehören. Üblicherweise wird immer Wert drauf gelegt, dass der Lebenslauf lückenlos ist und es keinen Zeitraum geben sollte, in dem du einfach mal gar nichts gemacht hast. Bei Modedesignern ist es jedoch durchaus gerne gesehen, wenn du dir zwischen Uni, Praktika und Vollzeitstelle ein paar Monate freigenommen hast, um etwas von der Welt zu sehen. Durch fremde Kulturen und Orte erhältst du nämlich viel mehr Inspiration, als du während deiner Unilaufbahn jemals bekommen könntest.

Warum ist Reisen überhaupt so wichtig für eine Bewerbung? Mit einer Bewerbung als Modedesigner bewirbst du dich in einer Branche, in der Kreativität und Innovation das Wichtigste sind. Das ist auch der Grund dafür, warum du immer, immer, immer eine Mappe hinzufügen musst. Du kannst dich darauf verlassen, dass Arbeitgeber und Unternehmen es an deiner Mappe sehen werden, wenn du viel von der Welt gesehen hast. Unterschiedliche Einflüsse wirken sich nämlich auf deine Arbeiten aus und können dir ganz neue und ungeahnte Horizonte eröffnen. Gerade als Modedesigner musst du über den Tellerrand schauen können, denn selten werden Trends in Deutschland geboren. Mailand, London und Melbourne sind die Epizentren der Mode und geben schon heute vor, was morgen bei uns angesagt sein wird. Wenn du bereits jetzt darüber Bescheid weißt, bist du deinen Konkurrenten natürlich einen großen Schritt voraus. 

Modedesign Bewerbung - Tipps zu Anschreiben und Lebenslauf

Das Vorstellungsgespräch

Wenn du mit deiner beigefügten Mappe und deiner schriftlichen Bewerbung zum Modedesigner überzeugen konntest, kommt meistens ziemlich schnell die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Hier bekommst du nun die tolle Chance, deine beigefügten Entwürfe, Skizzen und Projekte noch einmal persönlich zu präsentieren. Erläutere, was du dir bei den jeweiligen Kleidungsstücken gedacht hast. Was ist ihre Funktion? Welche Zielgruppe soll sie ansprechen? Welchen Lifestyle stellt sie dar? Zusätzlich kannst du zu deinen bereits eingereichten Werken natürlich noch weitere Entwürfe mitbringen, die du deinem zukünftigen Arbeitgeber unbedingt zeigen willst. Eigeninitiative ist in der Modewelt nämlich ebenfalls wichtig.

Mit Sicherheit wirst du im Vorstellungsgespräch als Modedesigner nach deinen bisherigen Entwürfen gefragt und auch, wo und wie lange du bereits Praktika absolviert hast. Ohne Praktika gibt es nämlich keine Festanstellung, denn in wohl keiner Branche sind sie so wichtig, wie im Designbereich. Deinen Arbeitgeber interessiert außerdem, was du so in deiner Freizeit treibst. Wenn du gerne reist, liest und dich für Kunst und Literatur interessierst, zeigt das, dass dich du auch in der Freizeit gerne musisch beschäftigst und dir auch fernab deines Arbeitsplatzes Gedanken um neue Entwürfe und Trends machst. 

Der Bewerbungsprozess

Es wird dich vielleicht überraschen, dass vor allem große Unternehmen, die international bekannt sind, ihre Firmensitze häufig in kleinen deutschen Städten oder Dörfern haben. Die Arbeitgeber haben hier wirklich ein Luxusproblem und können sich unter der Vielzahl von guten Bewerbern gar nicht entscheiden. Natürlich ist es dann umso toller, wenn man die Zusage letztendlich bekommen hat. Lass dir aber gesagt sein, dass in den meisten Orten, in denen große Unternehmen sitzen, nicht gerade der Bär steppt.

Wenn du dich also bei einem großen Unternehmen bewirbst, sind die Wege zum Personaler natürlich recht lang und oft braucht es seine Zeit, bis du eine Antwort erhältst. Wenn du den Job jedoch hast und nach einiger Wartezeit telefonisch die positive Rückmeldung bekommst, wirst du zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Assessment-Center gibt bei einer Bewerbung zum Modedesigner eigentlich nur bei großen Unternehmen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um stumpfes Abfragen des Allgemeinwissens à la „Wer ist das deutsche Staatsoberhaupt“, sondern eher um einen kreativen Workshop, in dem dir Aufgaben gestellt werden, die du kreativ umsetzen und lösen musst. Dieser kann gut und gerne auch mal ein oder zwei Tage dauern.

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Was haben Sie bisher für Kleidungsstücke entworfen?
  • Haben Sie Auslandserfahrung?
  • Wo haben Sie bereits Praktika gemacht?

Dresscode

Gerade bei Modedesignern fragt man sich oft, wie wohl ihr Outfit für ein Bewerbungsgespräch aussehen würde. In ihrem Alltag laufen sie teilweise in den schrägsten Outfits rum und auch ihre Entwürfe sind oft eher etwas für den Laufsteg als für die Straße. Und bei all ihrer Kreativität und ihrer modischen Ausrichtung ist es daher wirklich schwierig, einen festen Dresscode festzulegen, der für alle Modedesigner gelten soll oder kann.

Am wichtigsten ist, dass du dich im Vorstellungsgespräch wohl in deiner Haut fühlst und dich nicht verkleidest. Denn das fällt sofort auf. Anzug und Krawatte werden kaum vorausgesetzt. Solltest du dich jedoch als Modedesigner für Business Kleidung bewerben, ist es schon angebracht, auch etwas schicker zu erscheinen. Mit Business Casual bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Vor deinem Bewerbungsgespräch informierst du dich also am besten über den Kleidungsstil des Unternehmens. Bei der Bewerbung als Modedesigner in Sportswear solltest du zum Beispiel eher cool und lässig und dennoch schick angezogen sein und solltest ruhig Sneaker zu deinem Outfit tragen. Du merkst also, dass der Dresscode für ein Vorstellungsgespräch als Modedesigner vor allem davon abhängt, für was das Label steht.

Beruf als
Modedesigner/in