Karriere und Weiterbildung als Meteorologe

Während der Wetterfrosch seine kleine Leiter hochhopst, möchtest du als Meteorologe eine ganz andere Leiter erklimmen: Die Karriereleiter. Eine leitende Position muss bei deiner Karriere als Meteorologe nicht das Ziel der Ziele sein. Zwar kannst du mit jahrelanger Erfahrung auch Personalverantwortung übernehmen und die Prozesse auf der Arbeit routiniert steuern. Das ist aber nur eine von mehreren Möglichkeiten, die dir offen stehen. Vielleicht möchtest du nicht ständig das regionale Wetter vorhersagen, sondern Klimaforschung betreiben, Analyseprogramme entwickeln, die Sicherheit von Satelliten- oder Raketenstarts garantieren oder die Prognosen von Naturkatastrophen verbessern. Es gibt einige Wege, die du einschlagen kannst. Manche Positionen erlangst du über die Erfahrung und so mit der Zeit, für andere musst du die Richtung wechseln und eine Weiterbildung als Meteorologe beginnen. Was dir offen steht, das haben wir für dich recherchiert.

Karrierepfad als Meteorologe/ Meteorologin

Meteorologe Karriere und Weiterbildung

Master

Grundsätzlich ist es möglich, mit einem Bachelorabschluss im Bereich Meteorologie zu arbeiten. Da das Studium jedoch sehr grundlegend ist, besteht diese Möglichkeit fast ausschließlich in der Theorie. In der Regel setzen Wetterdienste und Unternehmen ein Masterstudium voraus. Das liegt vor allem daran, dass du aufgrund deiner Masterarbeit eine längere, wissenschaftliche Tätigkeit selbstständig in Angriff genommen und abgeschlossen hast. Diese Tätigkeit zahlt sich im späteren Beruf als Meteorologe auf jeden Fall aus. Einerseits erhöhst du so deine Bewerbungschancen, lernst natürlich noch einiges dazu und ebnest bereits den Weg für weitere Karriereoptionen. So bist du mit dem Master of Science für eine Doktorandenstelle gewappnet. Dies ist eine von mehreren Weiterbildungen als Meteorologe.

Promotion

Die Doktorarbeit dauert zwischen zwei und vier Jahre. Dann kannst du die akademische Laufbahn einschlagen und an Hochschulen die Forschungsarbeit aufnehmen. Dort bist du oft auch gleichzeitig für die Lehre verantwortlich. Nach mehreren Jahren wechselst du also die Seiten und erzählst dem studentischen Nachwuchs, wie Taifune entstehen, was die Temperaturschichten mit Regen und Gewitter zu tun haben und warum Hochs und Tiefs mal nach Männern, mal nach Frauen benannt werden. So kannst du auch andere auf ihre Karriere als Meteorologe vorbereiten.

Deine Doktorandenstelle muss aber nicht zwingend an einer Hochschule sein. Es gibt auch die Möglichkeit, in der freien Wirtschaft zu promovieren, auch wenn diese Stellen deutlich seltener sind. Du musst also einfach die Augen nach der Ausschreibung offen halten oder durch Networking schon vorher Bescheid wissen. Hier geht es allerdings weniger um Grundlagenforschung und die Wetterentstehung, sondern die Arbeit ist zielgerichtet. Das heißt, dass deine Arbeit später beispielsweise die Basis für ein Informationssystem zur Datenauswertung ist. Die Promotion ist in der freien Wirtschaft oftmals auch die Grundlage für leitende Positionen.

Beamter

Beim Deutschen Wetterdienst wirst du verbeamtet. Dort bist du also als Beamter im gehobenen naturwissenschaftlichen Dienst beschäftigt. Als Beamter ist dein Gehalt oft überdurchschnittlich. Als weiterer Vorteil gilt, dass viele Fort- und Weiterbildungen für Meteorologen intern stattfinden und du für die Kosten nicht aufkommen musst. Außerdem hast du dort eine lebenslange Jobgarantie, während in der Forschung grundsätzlich befristete Verträge Alltag sind, ähnlich wie in der freien Wirtschaft.

Umweltschutz

Weiterbildungen für Meteorologen gibt es auch im Bereich Umweltschutz. Dort gibt es allerdings einige Spezialisierungen. Bei Kursen zur Umwelttechnik geht es vor allem um Methoden, mit denen die Filtration, die Überwachung und die Nachhaltigkeit von Boden, Wasser und Luft sichergestellt werden. In allgemeinen Kursen kannst du auch die theoretischen Kenntnisse vertiefen und lernst mehr über die ökologischen Zusammenhänge. Darüber hinaus gibt es Weiterbildungen, mit denen du dich auf die ökologische Arbeit auf kommunaler, nationaler und internationaler Ebene qualifizierst. So beinhalten die Kurse auch die rechtlichen Grundlagen von anderen Ländern. Manche Firmen bieten solche Kurse firmenintern an. Dann musst du dir um die Kosten auch keine Sorgen machen. Bei anderen Arbeitgebern musst du dir solche Weiterbildungen für Meteorologen aktiv suchen. Sie finden in der Regel berufsbegleitend und am Wochenende statt.

Messtechnik

Wenn du technisch interessiert bist, gibt es für dich spezielle Kurse, die dich mit der Messtechnik vertraut machen. Hier beschäftigst du dich mit den Methoden für die Messung von Wetter- und Klimadaten. Später kannst du damit eigene Messmethoden und –Verfahren entwickeln, für stete Verbesserungen sorgen und somit auch Prognosen zuverlässiger gestalten.

Selbstständigkeit

Als Meteorologe übernimmst du auch beratende Tätigkeiten. Für unterschiedliche Unternehmen aus dem Bauwesen, der Forst- und Landwirtschaft oder der See- und Luftfahrt untersuchst du Wetterdaten, stellst eigenständige Analysen an oder verfasst Gutachten. Die Aufträge können spannend und abwechslungsreich sein. Allerdings solltest du vorher einige Jahre gearbeitet haben, um einerseits Expertise zu sammeln und andererseits genügend Kontakte mit in die Selbstständigkeit zu nehmen, um für dein täglich Brot zu sorgen. Auch die Weiterbildung als Meteorologe in Sachen Selbständigkeit ist ratsam, um nicht ganz in kalte Wasser geworfen zu werden und dein Vorhaben schrittweise zu planen.

Beruf als
Meteorologe/ Meteorologin