Bewerbung als Metallurge

Bei Heavy Metall denkst du nicht zuerst an Iron Maiden, Metallica oder Manowar, sondern an Palladium, Ruthenium und Neptunium, also an Schwermetalle, deren Dichte größer als 4,5 g/cm³ ist?  Dann bist du der geborene Metallurge! Jetzt geht es nur noch darum, das passende Unternehmen zu finden, bei dem du deine Schwerpunkte perfekt einbringen kannst. Na gut und dann ist da ja noch die Bewerbung als Metallurge. Worauf beim Lebenslauf geachtet werden muss, wie dein Anschreiben auszusehen hat und wie du im Vorstellungsgespräch alles andere als Blech redest, das erfährst du jetzt.  

Anschreiben und Lebenslauf

Als Literaturwissenschaftler oder BWLer hast du natürlich geringe Chancen mit einer Bewerbung als Metallurge. Trotzdem sollte dein Metallurgen Lebenslauf schon mehr zu bieten haben, als nur ein abgeschlossenes ingenieurwissenschaftliches Studium, etwa Materialwissenschaften oder Werkstofftechnik. Ob du den Master oder den Bachelor gemacht hast, das ist zwar nicht unbedingt zweitrangig, wichtiger sind aber die Inhalte deines Studiums. Du solltest also schon im Lebenslauf angeben, wenn du Schwerpunkte wie die Nicht-Eisen-Metallurgie gewählt oder deine Abschlussarbeit über die schmelzflusselektrolytische Herstellung von Ti-AI-V-Legierungen geschrieben hast. Zudem solltest du alle relevanten Projektarbeiten deiner Studienzeit aufführen und alle Praktika samt deinen dortigen Tätigkeiten aufführen. Viele Unternehmen achten daneben auch darauf, ob du dein Studium in der Regelstudienzeit gemeistert hast.

Im Anschreiben als Metallurge hast du dann die Möglichkeit, vertiefend auf deine Inhalte im Studium und in den Praktika einzugehen, und inwiefern die so entstandene Expertise perfekt zum Unternehmen passt bei dem du dich bewirbst. Du hast in der Laborarbeit die Werkstoffcharakterisierung für dich entdeckt? Bei einer Bewerbung als Metallurge in der Chemieindustrie sicher nicht die schlechteste Voraussetzung. 

Metallurge Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Wenn deine schriftliche Bewerbung überzeugt hat und nun dein Vorstellungsgespräch als Metallurge folgt, dann begibst du dich unter Umständen auf vertrautes Terrain. Das Unternehmen, an das du deine Bewerbung als Metallurge geschickt hast, kennst du oftmals nämlich schon durch ein Praktikum, eine Unibörse, einen Werksbesuch oder sogar aus deiner Zeit als Werkstudent. Und als Experte für Metallurgie, der nicht nur das nötige Know-how mitbringt, sondern auch schon den Betrieb kennt, wird man dich gerne halten wollen. Entspannt die Füße hochlegen solltest du im Gespräch aber nicht – auch nicht als ehemaliger Praktikant. Vor allem aber als betriebsfremder Bewerber kannst du dich auf ein Vorstellungsgespräch mit Assessment-Center-Elementen einstellen, etwa Postkorbübungen. 

Der Bewerbungsprozess

Wenn du bereits in dem Unternehmen tätig bist oder warst, bei dem du gerne auch nach dem Studium arbeiten wollen würdest, kann es sein, dass du deine Unterlagen für deine Bewerbung als Metallurge persönlich in der Personalabteilung abgibst. Falls nicht, bewirbst du dich in der Regel online über die Firmenhomepage. Wenn du hier überzeugst, dann erwartet dich meistens ein Auswahlgespräch, in dem du mitunter auch die eine oder andere Aufgabe erledigen musst, zum Beispiel Postkorbübungen. An einem Assessment-Center musst du aber eigentlich nicht teilnehmen. 

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Welche Schwerpunkte haben Sie im Studium gewählt?
  • Welche Aufgaben haben Sie während Ihrer Praktika übernommen?
  • Würden Sie eher die Gießerei, die Umformung, die Anwendungstechnik oder das Recycling bevorzugen?

Dresscode

Im Beruf als Metallurge bist du häufig im Blaumann unterwegs. Oder besser gesagt: im Rotmann, denn das ist die Farbe der meisten Metallurgen. Daneben kommt es aber ganz auf die jeweilige Stelle und das Unternehmen an, wie es mit dem Dresscode gehalten wird. Bei weniger schweißtreibenden oder schmutzfördernden Arbeiten findet man dich sicher auch in Jeans und Hemd oder Bluse wieder. Nur in der Anwendungstechnik, also beim direkten Kundenkontakt, wirst du dich deutlich schicker machen. Und genau so, wie du deinen Kunden gegenüber treten würdest, solltest du dich auch für das Vorstellungsgespräch kleiden. Anzug oder Kleid sind dort also nicht overdressed. 

Beruf als
Metallurge/Metallurgin