Beruf als Medieninformatiker - Arbeiten in der Informatik

Wer kein Buch mit sich rumschleppen möchte, der nutzt einen E-Reader, und dank Smartphone samt Apps muss man auch unterwegs nicht mehr aufs Surfen verzichten. Da die Zeit eh immer knapp ist, spart man sich den einen oder anderen Weg und shoppt einfach online. Videos und DVDs nehmen immer weniger Platz in den Regalen weg, da selbst der Smart TV auf Online-Datenbanken zurückgreift. Die Einsatzbereiche im Beruf als Medieninformatiker werden immer vielfältiger. Ob Software, interaktive Websites, (Bild-)Datenbanken oder Interfaces, du kannst überall dort arbeiten wo Medien auf Informatik treffen. Dazu gehören nicht nur alle Online-Bereiche, sondern auch die traditionellen Medien wie Presse, Film, Fernsehen und Radio. 

Arbeitsalltag und Aufgaben als Medieninformatiker

Jobs als Medieninformatiker Medieninformatiker/in werden

Den einen Arbeitsalltag gibt es für Medieninformatiker nicht, viel zu breit gefächert sind deine Möglichkeiten. Immerhin ist auch die Bezeichnung „Medieninformatiker“ eigentlich eher ein Überbegriff und keine eindeutige Berufsbezeichnung. Schon bei Betrachtung des Studiums zeigt sich, hier werden Allrounder ausgebildet. Umso schwerer für dich, eine Entscheidung zu treffen, wohin es dich verschlagen soll.

Eine klassische Tätigkeit im Medieninformatiker Beruf ist die Webentwicklung. Ob Shopping-Seite, Firmenhomepage oder Informationsportal – du kannst sowohl neue Seiten programmieren als auch bestehende Portale verbessern. Nicht zu verwechseln, aber verwandt sind die Webentwickler mit den Softwareentwicklern, denn auch diese kannst du als Medieninformatiker unterstützen.  Trotz des Zusatzes „Medien“ bist du nicht gezwungen, in der Medienbranche zu arbeiten. Medieninformatiker können hier genauso viele Schwerpunkte setzen wie andere IT-Kollegen.

Trotz des Zusatzes Informatik bist du nicht auf Entwickler-Stellen beschränkt. Medieninformatiker können genauso gut in Design und Bildbearbeitung sowie Video- und Audioproduktionen Fuß fassen. Dann öffnen sich für dich Türen der PR- und Marketingagenturen sowie Film- und Tonstudios. Denn auch für die Herstellung und Nachbearbeitung von Video- und Audiomaterial bist du ausgebildet, ebenso für die Pflege von Multimediasystemen. 

Voraussetzungen für den Beruf Medieninformatiker

Natürlich ist dein Studienabschluss der Medieninformatik allein längst nicht genug, um in der Arbeitswelt problemlos fußzufassen. Dies liegt vor allem an der großen Bandbreite deiner beruflichen Möglichkeiten. Durchläufst du dein Studium plan- und ziellos, kann es schnell in einer Sackgasse münden, denn dann kannst du am Ende alles ein bisschen. Vielmehr werden aber Leute gesucht, die einen Bereich perfekt beherrschen. Daher solltest du schon im Studium für eine klare Struktur und eine bestimmte Ausrichtung sorgen bzw. gesorgt haben

Doch selbst mit einer klaren Spezialisierung bist du noch nicht zu 100% fit für eine Festanstellung, wenn du noch keine „echte“ Arbeitserfahrung hast. Praktika und Traineeprogramme sind daher der ideale Einstieg in den Beruf des Medieninformatikers

Spezialisierungsmöglichkeiten

Wie bereits gesagt – als Medieninformatiker kannst du dich nicht nur spezialisieren, du solltest es sogar! Grob unterteilt, lassen sich vier große Bereiche unterscheiden: Programmierung/Entwicklung, Design, Forschung und Wirtschaft/Marketing/Management. Siehst du dich in ersterem, könnten deine Spezialbereiche die Web-Software oder auch App-Entwicklung sein. Doch auch im Bereich des Game-Designs könnte dein zukünftiger Arbeitsplatz auf dich warten. Im Bereich Design könnte es zu deinem Job werden, ein Corporate Design für eine Unternehmenswebsite zu entwickeln. Forscher dagegen setzen alles daran, die Technik noch einfacher oder auch umweltfreundlicher zu machen. Ganz anders sehen deine beruflichen Felder im Bereich Wirtschaft aus. IT-Beratung, Online-Marketing, Produktmanagement oder Optimierung sind hier mögliche Aufgabenbereiche im Medieninformatik Beruf.

Fachjargon
Usability

Eine Website muss mehr können als nur gut auszusehen. Ist die Navigation unkompliziert oder sucht man ewig, um den gewünschten Button zu finden? Sind die Texte und Inhalte übersichtlich, sprechen die Farben die Zielgruppe an, lassen sich Eingabefelder einfach bedienen? All das versteht man unter Usability, also der Nutzerfreundlichkeit.

Blue Screen

Der Blue Screen ist eine Fehlermeldung, die insbesondere von Microsoft-Windows-Betriebssystemen angezeigt wird. Kommt es also zu einem Systemfehler, wird das System gestoppt und ein blauer Bildschirm angezeigt. Diesem wird in weißer Schrift die Fehlerinformation dargestellt. In den häufigsten Fällen sind Fehler an der Hardware oder Programmierung der Auslöser.

WYSIWYG

ist die Abkürzung für das Prinzip What You See Is What You Get ("Was du siehst, ist, was du bekommst."). Bei WYSIWYG wird ein Dokument während der Bearbeitung am Bildschirm genauso angezeigt, wie es bei der Ausgabe über ein anderes Gerät, z.B. einen Drucker, aussieht. WYSIWYG wird neben den von Programmierern genutzten Editoren auch bei Redaktionssystemen und Content-Management-Systemen angewendet, um Redakteuren das Editieren von Webseiten auch ohne HTML-Kenntnisse zu ermöglichen.

Wusstest du schon, dass...
  • auch schon die ersten Mobiltelefone Apps hatten, auch wenn man diese Anwendungen eher mit dem Smartphone in Verbindung bringt? Allerdings nicht Facebook, Instagram und Co., sondern in Form von Kalendern oder Taschenrechnern.
  • 90% aller Gestalter Adobe Photoshop nutzen?
  • sich der Begriff „Bug“, der heute vor allem als Synonym für Programmfehler gebraucht wird, zu Beginn des 19 Jahrhunderts in den Sprachgebaucht integriert hat, weil sich das Knistern und Rauschen in Telefonleitungen anhörte, als würden Insekten an der Leitung knabbern?
Was man kennen und können sollte
IT/Software
  • HTML/CSS
  • C, C++
  • Java/Javascript
  • PHP
  • .NET
  • XML
  • Datenbank-Systeme
  • CMS-Systeme
  • Photoshop
  • Adobe Premiere
  • Netzwerke
  • Webserver
  • Ajax
Sprachen
  • Sehr gutes Englisch
Autor: Sabine Zagar
Verwandte Berufsfelder:
Medieninformatiker als Beruf - Infos zur Arbeit in der Informatik

Beruf als
Medieninformatiker/in

Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: 45-55 Stunden: Vielbeschäftigt
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2000-3800 €
Männer/Frauen-Relation 9/1
Bewerber pro Stelle: 5-10 Bewerber
Spitzenverdiener 8000 €