Bewerbung als Mediaplaner

Werbegelder so einsetzen, dass sie nicht wirkungslos verpuffen? Also Mediaplaner machst du genau das. Nur besser. Dabei musst du zunächst gut mit Zahlen umgehen können, sie interpretieren und analytisch denken können. Viel mehr aber noch, musst du Zusammenhänge erkennen und kreativ und kommunikativ sein. Als begnadeter Verkäufer musst du in der Lage sein, deine Mediastrategie zum Erfolg zu führen.

Für deine Bewerbung als Mediaplaner heißt das: Mit Erfahrung kannst du glänzen. Nicht ohne Grund steigen Absolventen zunächst als Praktikant oder Trainee in die Mediaplanung ein. Dieser Einstieg ist mittlerweile mehr als gewöhnlich. Weiterbildungen und Praktika aus deiner Studienzeit oder auch direkt im Anschluss daran sind ebenfalls hilfreiche Argumente bei deiner Bewerbung als Mediaplaner

Anschreiben und Lebenslauf

Dein Lebenslauf als Mediaplaner sollte im besten Fall keine Lücken aufweisen. Falls doch, sollten diese gut begründbar sein. Aktuelles sollte immer oben stehen. Und bereits hier ist schon der Knackpunkt: Die Medienbranche ist sehr schnelllebig. Hier gilt es, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Ein Personaler wird bei deiner Bewerbung als Mediaplaner zu allererst deinen Lebenslauf überfliegen. Wann hast du deinen Abschluss gemacht? Wie lange liegt das letzte Praktikum zurück? Welche Weiterbildungen kannst du nachweisen? Hier wird schnell klar, ob du dich in der Medienwelt auskennst oder ob du dich erst wieder neu orientieren musst. Hinzu kommt die Dauer deiner Praktika oder deiner Ausbildung. Hast du schon einmal etwas abgebrochen? Oder warst du immer nur zwei Monate in einem Unternehmen? Durchhaltevermögen brauchst du als Mediaplaner, wenn du einmal einen großen Etat verantworten willst.

Ähnlich sieht es mit deinem Anschreiben als Mediaplaner aus. Warum möchtest du dir das überhaupt antun? Der Job dreht sich nicht um fröhliche, bunte Bilder, sondern um ein klares Verständnis von Marke, Markt und Medien. Lange Arbeitszeiten bei nicht gerade üppigen Gehältern sind hier an der Tagesordnung – und das vor allem in Agenturen. Wer als Mediaplaner arbeiten will, der muss Leidenschaft für den Beruf haben. Und genau diese Leidenschaft sollte dein Anschreiben als Mediaplaner verdeutlichen. Was ist deine Motivation für den Beruf, für das Unternehmen oder die Agentur, für die Kunden, für Marken und die verrückte Medienwelt? Das ist es, was Personaler lesen wollen. 

Mediaplaner Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Wenn deine schriftliche Bewerbung erfolgreich war und man dich zu einem Vorstellungsgespräch als Mediaplaner eingeladen hat, dann solltest du dich auf etwas gefasst machen: Wer sich in einer Agentur bewirbt, muss sich ziemlich schnell an die Agenturphilosophie gewöhnen. Du solltest dich daher vorab unbedingt über die Visionen dieser Agentur informieren und dein geballtes Wissen noch einmal aus den tiefsten Ecken im Kopf hervorkramen. Agenturen legen großen Wert auf Professionalität, und das erwarten Sie auch von ihren Mitarbeitern.

Wettbewerbs- und Zielgruppenanalysen sind für den Beruf als Mediaplaner von großer Bedeutung. Du solltest diese aus dem FF beherrschen. Bereite dich darauf vor, dass man dich crossmedial zur Branche befragen wird. Was sind die neuesten Trends im Internet? Welche Werbung sorgt momentan im TV für Aufregung? Was macht das Unternehmen XY so besonders? Es ist wichtig, dass du die Eigenschaften und Funktionen der einzelnen Medien kennst und über die neuesten Markttrends informiert bist. In erster Linie zählt aber ganz klar, wer du bist. Das nötige Knowhow ist genauso wichtig wie das richtige Fingerspitzengefühl. So wie du zum Unternehmen passen musst, muss das Unternehmen auch zu dir passen. Versuche daher nicht, dich zu verstellen. 

Der Bewerbungsprozess

Ganz oft hört man von langwierigen Bewerbungsprozessen, die sich über Wochen hinziehen können. Dann rennt man von Vorgespräch zu Vorgespräch und landet am Ende kurz vor dem Ziel doch nicht dort, wo man hinwollte. In der Medienbranche kann das ganz unterschiedlich sein. Für deine Bewerbung als Mediaplaner musst du in der Regel viel Fachwissen mitbringen, welches zuvor ordentlich auf die Probe gestellt wird. Besonders große, bekannte Agenturen, die für Top-Marken und namenhafte Kunden arbeiten, setzen daher oft auf sogenannte Assessment Center. Anhand von Fallbeispielen wollen sie testen, wie gut du dich in der Medienbranche auskennst. Ganz wichtig für diesen Beruf sind allerdings auch das Durchhaltevermögen und die Teamfähigkeit. Eigenschaften, die man auch gerne auf die Probe stellt.

Je nach Unternehmen kann der Bewerbungsprozess mal länger und mal nicht so lange dauern. Solltest du allerdings länger als drei Wochen nichts hören, ist es durchaus legitim im Unternehmen anzurufen und dich nach deiner Bewerbung zu erkundigen. 

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Welche Zielgruppe hat Ihrer Meinung nach die Zeitschrift XY?
  • Was war Ihre bisher größte Herausforderung?
  • Woran machen Sie Ihre Teamfähigkeit fest?

Dresscode

Jede Agentur hat ihr ganz eigenes Selbstbild, über welches du dich im Vorfeld am besten informieren solltest. Besonders in der Werbe- beziehungsweise Medienbranche sind viele kreative und auch verrückte Köpfe unterwegs. Aus diesem Grund ist ein Anzug mit Krawatte oder ein Kostüm für deine Bewerbung als Mediaplaner beim Vorstellungsgespräch in einer Agentur häufig overdressed. Hier reicht eine schlichte, dunkle Jeanshose kombiniert mit einem Jackett oder einem Blazer. Auch ein Hemd oder eine Bluse ist nicht immer zwingend erforderlich. Den besten Eindruck erhältst du auf den Internetseiten der Agenturen. Solltest du dich hingegen in einem großen Unternehmen oder einer Unternehmensberatung bewerben, wird im Vorstellungsgespräch etwas mehr Wert auf seriöse Kleidung gelegt. 

Autor: Marina Paar

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