Beruf als Mediaplaner - Arbeiten in der Medienbranche

Neue Herausforderungen, Tag für Tag? Genau das erwartet dich in dem Beruf als Mediaplaner. Du agierst als Mittler zwischen Werbetreibenden, Auftraggebern und den Medien selbst. Wo sollte ein Spot am besten im Fernsehen platziert werden? Zu welcher Tageszeit sollte eine Sendung ausgestrahlt werden? Und wo sollte ein Leser eine Werbeanzeige in einer Zeitschrift am besten finden? Für dich alles kein Problem. Du kümmerst dich darum, die richtige Werbestrategie für den jeweiligen Kunden zu erarbeiten und mit dem bestmöglichen Einsatz des Werbebudgets umzusetzen. Dabei ziehst du Zielgruppen- und Marktanalysen zu Hilfe, um für den Kunden den passenden Werbeträger zu ermitteln. Und genau deshalb weißt du in dem Beruf als Mediaplaner immer bestens über den Kunden, das Produkt und natürlich die Zielgruppe Bescheid. 

Arbeitsalltag und Aufgaben als Mediaplaner

Jobs als Mediaplaner Mediaplaner werden

Die Gestaltung einer zielgruppengerechten Kampagne – das ist es, was man als deine Hauptaufgabe in dem Beruf als Mediaplaner bezeichnen könnte. Dein Arbeitsalltag ist nie gleich, denn tagtäglich hast du mit ganz unterschiedlichen Kunden zu tun. Deine Arbeitsorte können neben PR-Agenturen oder Werbeagenturen auch Verlage, Unternehmensberatungen, Messegesellschaften oder einfach nur Werbeabteilungen größerer Unternehmen sein.

Doch egal, ob du als Junior einsteigst oder bereits lange im Berufsleben steckst, die Aufgaben in dem Beruf als Mediaplaner sind allen Unternehmen immer die gleichen: Du bist verantwortlich für die gesamte Konzeption – von der Werbekampagne bis zur Kosten- und Erfolgskontrolle. Angefangen mit der Anfrage vom Kunden, musst du Markt- und Mediaanalysen erstellen und auswerten. Dazu gehört auch, dass du die Mediaaktivitäten von Konkurrenzunternehmen untersuchst. Möchtest du also eine Kampagne für Persil starten, wäre es gut zu wissen, wie es beim Konkurrenten Ariel im Medienbereich aussieht. Während die Idee für die Werbung, wie beispielsweise ein Plakat oder ein TV-Spot aussehen soll, in der Regel von deiner oder einer externen Werbeagentur umgesetzt wird, bist du dafür verantwortlich, diese richtig zu platzieren. Hast du den Markt erst einmal eingehend analysiert, musst du in dem Beruf als Mediaplaner schließlich die Zielgruppe genau definieren sowie Werbemittel, -träger und -botschaften formulieren. Wählst du lieber ein Plakat oder eine Anzeige? Sollte der Spot besser im TV oder im Radio laufen? Und wann sprichst du deine Zielgruppe am besten an? All diesen Fragen gehst du bei deiner Planung einer geeigneten Werbekampagne nach und behältst dabei immer die Kosten und Termine im Blick.

Das ist aber noch lange nicht alles. Du bist außerdem dafür zuständig, Verhandlungen über Werbeflächen und -zeiten zu führen und Erfolgskontrollen zu übernehmen. Der Beruf des Mediaplaners wird in erster Linie durch viel Erfahrung geprägt. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl für die verschiedenen Zielgruppen und kannst innerhalb kurzer Zeit abschätzen, welches Medienprodukt für deinen Kunden am besten geeignet ist. Als Mediaplaner arbeitest du zudem im Team. Du sprichst dich in jeder Belange mit deinen Kollegen ab und diskutierst gemeinsam mit ihnen über die nächsten Schritte. Die Verantwortung, die du in dem Beruf als Mediaplaner trägst, ist daher sehr hoch. Denn deine Kunden verlassen sich auf dich und dein Fachwissen.

Voraussetzungen für den Beruf Mediaplaner

Wer in dem Beruf als Mediaplaner arbeiten möchte, sollte vor allem Medienaffinität mitbringen. Absolventen der Studienrichtung Medienwissenschaften haben daher bessere Chancen als jene mit einem Abschluss in Betriebswirtschaft. Denn sie bringen oftmals das nötige Detailwissen über die Medienlandschaft mit. Der Einstieg in den Beruf als Mediaplaner erfolgt meist über eine Junior-Stelle, ein Praktikum, ein Traineeprogramm oder den Assistent. Der Bachelor reicht dafür in der Regel aus. Ein Masterabschluss ist nicht zwingend notwendig, kann jedoch von Vorteil sein, wenn er in einem medienwissenschaftlichen Studiengang abgelegt wurde.

Außerdem solltest du die Eigenschaften und Funktionen der einzelnen Medien kennen und dich über die neuersten Markttrends auf dem Laufenden halten. Und auch wenn sich der Beruf als Mediaplaner auf den ersten Blick sehr kreativ anhört, so ist er doch auch ein sehr analytischer Beruf, der zudem das Fingerspitzengefühl benötigt, um die passenden Werbemittel für die unterschiedlichen Kunden zu ermitteln.

Spezialisierungsmöglichkeiten

In dem Beruf als Mediaplaner arbeitest du vorwiegend im Marketing beziehungsweise in der Werbebranche sowie in der Organisation und Planung. Da du für die gesamte Kampagne von der Anfrage bis zur Durchführung verantwortlich bist, übernimmst du als Mediaplaner viele verschiedene Aufgaben. Du hast trotz allem die Möglichkeit dich auf ein ganz bestimmtes Medium zu spezialisieren. So kannst du beispielsweise als Online Mediaplaner ausschließlich Kampagnen für den Internetsektor planen. Zudem gibt es für Mediaplaner die Möglichkeit, ein weiterführendes Studium aufzunehmen und ihre Kompetenzen zu verbessern. Mögliche Studienfächer sind Markt- und Kommunikationsforschung, Medienwirtschaft und -management oder auch Werbung und Marketingkommunikation. 

Spezialisierungen
Mediaplaner
Fachjargon
Affinitätsindex

Unter dem Affinitätsindex versteht man eine Maßzahl, die dem Mediaplaner hilft, geeignete Werbeträger auszuwählen. Hier werden der Zielgruppenanteil an der Nutzerschaft eines Mediums und der Zielgruppenanteil der Gesamtbevölkerung in ein Verhältnis gesetzt. Bei einem Wert von 100 ist dieses Verhältnis ausgeglichen. Indexwerte über 100 sind daher positiv zu bewerten.

Reichweite

In der Mediaplanung gibt es die Netto- und Brutto-Reichweite. Diese Reichweite gibt an, wie viele Personen durch einen Werbeträger oder durch eine Werbeträgerkombination erreicht werden. Spricht man nur von der „Reichweite“, ist in der Regel die Netto-Reichweite gemeint. Hier werden Personen, die doppelt oder mehrfach mit dem Werbeträger in Kontakt gekommen sind, nicht mitgezählt.

TKP

TKP steht für Tausend-Kontakt-Preis und gibt an, was es kostet, 1000 Personen beziehungsweise Nutzer der Zielgruppe zu erreichen, unabhängig von Mehrfachkontakten einzelner Personen mit dem Werbeträger.

Wusstest du schon, dass...
  • der Mediaplaner sich für die Wahl des Mediums für eine Werbekampagne fünf ganz bestimmter Maßzahlen bedient? Dazu zählen die Affinität, die Reichweite, die Durchschnittskontakte, der Tausend-Kontakt-Preis und der Gross Rating Point.
  • die Spotwerbung im Fernsehen auf 12 Minuten pro Stunde begrenzt ist?
  • die Werbepausen des amerikanischen Football-Finales die begehrtesten Werbeplätze sind? Ein 30-Sekunden-Spot kostet hier 3,5 Millionen Dollar.
Was man kennen und können sollte
Sprache
  • Englisch
Programme
  • MS Office
Softskills
  • Kreativität
  • Flexibilität
  • Medienaffinität
  • Analytisches Denken
Autor: Marina Paar
Verwandte Berufsfelder:
Mediaplaner als Beruf - Infos zur Arbeit in der Medienbranche

Beruf als
Mediaplaner

Mediaberater Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: 55 Stunden: Vielbeschäftigt
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2100-3300 €
Männer/Frauen-Relation 4/6
Bewerber pro Stelle: 11 Bewerber
Spitzenverdiener 5100 €