Bewerbung als Lebens- und Sozialberater

In deiner Bewerbung als Lebens- und Sozialberater musst du zur Abwechslung mal was über dich erzählen. Natürlich nur deinen beruflichen Werdegang und deine Motivationen. Bevor es um eine richtige Anstellung geht, musstest du dich erst für die Weiterbildung als Lebens- und Sozialberater bewerben. Dabei konntest du bereits herausfinden, was solche Situationen für dich bedeuten und wie du dich dabei am besten verhältst. Wenn du diese Phase erfolgreich absolviert hast, bist du für die Berufswelt bestens gewappnet. Falls du dir in der Zeit jede mögliche Jobbörse im Internet rausgeschrieben hast und auf etlichen Stellen gespannt bist, wirst du leider enttäuscht. Denn die meisten Stellen werden nicht in den herkömmlichen Suchmaschinen zu finden sein. Viele sind eher intern auf der jeweiligen Homepage einer Organisation ausgeschrieben. Deswegen ist es nur zu empfehlen, dass du dir eine Liste mit infrage kommenden Institutionen in deiner Umgebung machst und diese nach Herzenswünschen abklapperst. Genauso gut kann es jedoch sein, dass du ganz auf eine Bewerbung als Lebens- und Sozialberater verzichten kannst, weil du in deiner Weiterbildungszeit eine Stelle angeboten bekommst, von jemanden der dich kennt und deine Leistungen nur loben kann. Auch wenn ein Posten frei wird, kann sich das schnell rumsprechen. Also am besten nicht auf den Startschuss nach deiner Weiterbildung warten, sondern ruhig schon vorher mal die Ohren spitzen.    

Anschreiben und Lebenslauf

Was in deiner Bewerbung als Lebens- und Sozialberater stehen muss, sind weder Weltneuheiten noch Offenbarungen. Es gelten dieselben Richtlinien, wie für andere Bewerbungen auch. Ordentliches und einheitliches Anschreiben, ohne Rechtschreibfehler, Anzeigen bezogen und klar strukturiert. Weiterbildungsnachweise beigefügt, hübsches Foto draufgeklebt und fertig ist deine Bewerbungsmappe.

Auch inhaltlich musst du dir bei deinem Anschreiben als Lebens- und Sozialberater nichts aus den Fingern saugen, sondern nur die Auflistung deines Werdegangs vornehmen. Zusätzlich gibst du deine Beweggründe an, die du im Idealfall mit deinen vorherigen Erfahrungen kombinierst. Natürlich werden dir ausgeprägte EDV-Kenntnisse nicht schaden. Auch unterschiedliche Sprachen könnten dich in die engere Bewerberwahl bringen, wenn du dich beispielsweise in einem Verband bewirbst, den häufig Menschen besuchen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Eine nicht selbstverständliche Anforderung an deinen Lebenslauf als Lebens- und Sozialberater könnte sich in manchen Stellen dennoch ergeben. Dazu gehört Wissen in Gesetzesfragen, wenn du beispielsweise als studentische Beratung tätig bist oder Hartz IV Empfänger unterstützt. Klar, dass du in solchen Fällen Ahnung davon haben musst, was die allgemeinen juristischen Vereinbarungen sind – beispielsweise zum Thema Nebenverdienst oder Sozialleistungen bei Studenten. Falls das jedoch nicht dein Spezialgebiet ist, solltest du nicht von einer Bewerbung absehen. Wenn es wirklich deine Traumstelle ist, sind solche Kenntnisse auch schnell nachgeholt.     

Lebens- und Sozialberater/in Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch ist bei deiner Bewerbung als Lebens- und Sozialberater natürlich auch nicht einfach zu wegzudenken. Doch da du mittlerweile so etwas wie der Profi für menschliche Interaktion bist, wird das wohl kaum zur unüberbrückbaren Aufgabe für dich werden. Wenn du zum persönlichen Gespräch eingeladen wurdest, ist das ja bereits die halbe Miete und bedeutet, dass sich deine Qualifikationen für diese Stelle bestens eignen. Da dein zukünftiger Job mitunter aus Einzelgesprächen bestehen wird, ist das natürlich entscheidend, wie du dich im Bewerbungsgespräch als Lebens- und Sozialberater verhältst. Vor dieser Prüfsituation wirst du dich jedoch nicht fürchten brauchen, weil du in deiner Weiterbildung gut auf deine Beraterfunktion vorbereitet worden bist und das Vorstellungsgespräch dich bestimmt nicht wieder zum Anfänger werden lässt. Fragen zur Spezialisierung, beruflichen Erfahrungen und warum du dich bewirbst, wirst du wahrscheinlich problemlos beantworten können.        

Der Bewerbungsprozess

Wie lange du im Einzelfall auf eine Rückmeldung warten musst, lässt sich kaum festlegen. Es werden zwar keine Monate sein, die du dich gedulden musst, aber ein paar Wochen darfst du immer mit einkalkulieren. In der sozialen Branche wird nicht alles strikt nach schriftlichen Bewerbungen geregelt. Genauso gut kannst du auch angesprochen werden oder bei Arbeitgebern anfragen, bei denen du beispielsweise ein Praktikum gemacht hast. Da ist dann nicht mehr die Rede von mehrwöchiger Wartezeit, sondern von direkten Antworten. Und da du kaum Stellen im Internet finden wirst, verschickst du deine Bewerbung meist auf ganz herkömmliche Weise in Papierform oder per E-Mail.   

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Wieso haben sie sich für diese Weiterbildung entschieden?
  • Was würden Sie in der folgenden Situation XY raten?
  • Warum haben Sie sich ausgerechnet bei uns beworben?

Dresscode

Dein Dresscode als Lebens- und Sozialberater ist ungezwungen, aber nicht lässig. Zwar hast du bestimmt keine Anzug-, Kostüm-, Hemd- oder Blusenpflicht, aber ein ordentliches Erscheinungsbild ist Pflicht. Denn du arbeitest täglich mit Menschen zusammen und solltest demnach auch ein wenig Wert auf deine Kleidung legen. Bist du zum Vorstellungsgespräch eingeladen, kann es auch mal einen Hauch schicker mit Blazer oder Sakko zugehen, wobei ein Dreiteiler dann doch zu viel des Guten wäre. Generell darfst du über deine Arbeitsgarderobe frei verfügen, solange diese vorzeigbar bleibt – das bedeutet weder zu schmuddelig noch zu aufreizend.    

Beruf als
Lebens- und Sozialberater/in