Karriere und Weiterbildung als Kunsthistoriker

Eine Weiterbildung für Kunsthistoriker findet sich im Grunde in jeder Ausstellung, jeder Fachtagung und jeder Buchbesprechung wieder: Die eigentliche Weiterbildung findet nämlich nach dem Studium in der Auseinandersetzung mit der Kunstszene an sich statt. Dennoch gibt es auch vielerlei Angebote, sich mit einer Weiterbildung als Kunsthistoriker mit zusätzlichen Kompetenzen auszustatten, die vor allem im Kulturbereich von Nutzen sind. Viele dieser Weiterbildungen erfordern allerdings oftmals auch eine finanzielle Aufbringung, du solltest dir also genau überlegen, ob du sie dir leisten kannst und wie das Kosten/Nutzen-Verhältnis für dich ausfällt. Hier findest du eine kleine Auswahl und Beispiele der verschiedenen Weiterbildungen.

Karrierepfad als Kunsthistoriker/in

Kunsthistoriker Karriere und Weiterbildung

Master mit Spezialisierung & Weiterbildende Studiengänge

Wenn du mit dem Bachelor deinen ersten Studienabschluss erlangt hast, wirst du in der Regel noch mindestens den Master dranhängen, denn ohne diesen Abschluss wirst du als Kunsthistoriker kaum Karriere machen können. Im Laufe der letzten Jahre sind jedoch neben dem eigentlichen Masterstudiengang Kunstgeschichte noch eine größere Anzahl spezialisierter Masterstudiengänge eröffnet worden, die dich direkt auf bestimmte Berufsbereiche vorbereiten. So gibt es als Beispiel an der Ruhr-Universität Bochum neben dem Allgemeinen 1-Fach oder 2-Fach-Master Kunstgeschichte noch die Mittelalter- und Renaissance Studies, den 1-Fach Master Moderne und zeitgenössische Kunst sowie den, nach einem Master noch anschließbaren, Weiterbildenden Studiengang "Kuratorisches Wissen & Kunstpublizistik", der berufsbegleitend absolviert werden kann, jedoch auch mit einer Teilnahmegebühr von bis zu 1200 Euro belegt ist. Ähnliche weiterführende Studiengänge, die man an einen Masterabschluss zusätzlich noch dranhängt, gibt es auch an anderen Universitäten.

Zertifikate

Eine andere Art der Weiterbildung für Kunsthistoriker bildet der Abschluss eines Zertifikatskurses. Auch hier gibt es unterschiedliche Angebote: Wenn du zum Beispiel in die Museumspädagogik einsteigen möchtet, bietet es sich an den einjährigen Zertifikatskurs "Die Sprache der Dinge - Einführung in die Museumspädagogik" in Frankfurt zu besuchen. Voraussetzung ist hierbei ein mindestens sechswöchiges Praktikum in der Museumspädagogik oder generelle Arbeitserfahrung in diesem Bereich und die Entrichtung einer Aufnahmegebühr von 700 Euro. Wenn es die Kuration im Museum sein soll, könnte für deine Kunsthistoriker Karriere der Zertifikatskurs "Kuratieren" an der Universität der Künste Berlin interessant sein. Dieser dreimonatige Kurs ist mit 2500 Euro nicht ganz billig, in den drei Monaten, die der Kurs in Anspruch nimmt, kann man jedoch einen fundierten Überblick über die Tätigkeit der Kuration erhalten. Wer sich für die Arbeit mit der Sammlung eines Museums interessiert, kann auch in Erwägung ziehen die Qualifikation zum Fachreferenten in Sammlungsmanagement und Qualitätsstandards in Museen an der Museumsakademie MUSEALOG zu absolvieren.

Workshops

Zahlreiche ein- bis mehrtätige Workshops in ganz Deutschland machen dir als Kunsthistoriker die Weiterbildung leicht, so denn du diese Angebote auch wahrnimmst. Das Angebot wechselt ständig und reagiert dabei auf gesellschaftliche und branchenspezifische Veränderungen. So sind derzeit aufgrund der wachsenden Bedeutung der Digitalisierung und inzwischen etablierten neuen Kommunikationsformen über das Internet vermehrt Kurse zu Themen wie "Digitale Strategien für Kultureinrichtungen" oder "Social Media für Kultureinrichtungen" zu finden. Wenn du also deinen Lebenslauf nach dem Studium neben Praxiserfahrung mit zusätzlichen Kompetenzen ausstatten möchtest, schlag zu. Deiner Karriere als Kunsthistoriker kommt das nur zugute.

Beruf als
Kunsthistoriker/in