Bewerbung als Kunsthistoriker

Ganz gleich, an welchen Job du rankommen möchtest: Um eine förmliche Bewerbung als Kunsthistoriker kommst du nur in den seltensten Fällen herum. Ob als freier Mitarbeiter oder bei der Bewerbung auf eine Festanstellung: Du musst zeigen, dass du die fachlichen Kompetenzen, und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, mitbringst, um deinen potentiellen Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass er sich für dich entscheidet.

Anschreiben und Lebenslauf

Wenn du schon das ein oder andere Praktikum absolviert hast, wirst du dir sicherlich schon denken können, was so alles in eine ordentliche Bewerbung als Kunsthistoriker reingehört. Ideal ist es natürlich, wenn sich deine persönlichen Interessen im Kunstbereich mit den Tätigkeiten überschneiden, die du in der Anstellung angehen würdest. Bewirbst du dich zum Beispiel bei einem Museum, das sich auf Kunstwerke aus dem Mittelalter spezialisiert hat, und du interessiert dich für dieselbe Epoche, solltest du das auf jeden Fall auch darstellen. Vielleicht passt dein Abschlussthema hier auch gut hinein, um dein Interesse zu untermauern. Im Lebenslauf solltest du dann vor allem deine praktische Erfahrung herausstellen. Hebe bei deinen Tätigkeiten allerdings nicht nur hervor, wo du gearbeitet hast, sondern umreiße auch in möglichst wenigen Stichworten, welchen Tätigkeiten du schon mal nachgegangen bist.

Kunsthistoriker Bewerbung - Tipps zu Anschreiben und Lebenslauf

Das Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch werden Kunsthistoriker sich wahrscheinlich nicht sonderlich anders zu verhalten haben als in anderen Vorstellungsgesprächen auch. Bereite dich auf Fragen zu deinem Lebenslauf und deiner Person vor. Kunstgeschichte ist ein Gebiet, das viel vom Meinungsaustausch lebt, dementsprechend solltest du auch darauf vorbereitet sein, dich auf ein wenig Smalltalk einzulassen. Falls in der näheren Umgebung deines möglichen Arbeitgebers eine prominente Ausstellung stattfindet, kann es nicht schaden, diese noch mitzunehmen, wenn du sie nicht sowieso schon besucht hast. Vergiss auch nicht, dich vorab über den Ort zu informieren, an dem du dich als Kunsthistoriker bewerben möchtest, denn die Frage „Warum genau möchten Sie bei uns arbeiten?“ lauert überall.

Der Bewerbungsprozess

Nach der schriftlichen Bewerbung als Kunsthistoriker und dem Vorstellungsgespräch erwartet dich in der Regel ein Probearbeitstag, an dem du dein mögliches Arbeitsumfeld, sowie deine Kollegen kennenlernen kannst. Sei bescheiden, aber offen und du hinterlässt menschlich sicherlich einen guten Eindruck. Wahrscheinlich wirst du eher kleinere Aufgaben zu tun haben, die dich nicht nervös machen müssen. Stelle dich dafür eher darauf ein, dass man beobachtet, wie ordentlich, selbstständig und schnell du arbeitest. 

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Welche Ausstellung haben Sie zuletzt besucht und wie fanden Sie sie?
  • Haben Sie sich mit unserem Inventar schon mal beschäftigt?
  • Woher kommt ihr Interesse für diesen Stil/diese Epoche/diesen Künstler?

Dresscode

Der Dresscode für Kunsthistoriker richtet sich ganz nach dem Beschäftigungsfeld, in dem er tätig ist. Kunsthistoriker im Kunsthandel werden, bedingt durch den Kundenkontakt, vor allem im Anzug arbeiten, um Seriosität auszustrahlen. Dem stehen Kunsthistoriker im Archiv entgegen, für die es auch schon mal etwas bequemer sein darf. Schließlich bringt es einem nichts mit Krawatte durch enge Bibliothekswände zu laufen, in denen man für seine Arbeit zum Großteil auch alleine ist. Als Faustregel kann man sich merken: Mit je mehr Personen du zu tun hast und je wichtiger das Beziehungsverhältnis zueinander ist, umso förmlicher der Kunsthistoriker Dresscode

Beruf als
Kunsthistoriker/in