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Beruf als Kommunikationsdesigner - Arbeiten im Design

Firmenimage-Broschüren entwerfen, Logos gestalten und Corporate Designs erstellen – im Kommunikationsdesigner Beruf ist es deine Hauptaufgabe, komplexe Zusammenhänge für bestimmte Zielgruppen in die visuelle Sprache zu übersetzen. Das Ganze ist deshalb so komplex, weil du vor deiner Arbeit wissen musst, für wen du wie was gestaltest. Es ist wichtig, dass du die Firmenstruktur kennst und weißt, wofür der Kunde steht und wie seine aktuelle Marktsituation ist. Dabei vermittelst du die unterschiedlichsten Inhalte, die sich den Adressaten im Idealfall deutlich erschließen sollten. Doch die Wünsche der Kunden sind nicht immer einfach und oft steht man utopischen Kundenvorstellungen gegenüber. Daher findest du kreative Lösungen für Probleme in allen Bereichen und machst die Welt ein wenig schöner und verständlicher. 

Arbeitsalltag und Aufgaben als Kommunikationsdesigner

Jobs als Kommunikationsdesigner Kommunikationsdesigner/in werden

Egal, ob in einer Agentur, bei Verlagen, in großen Unternehmen mit eigener Grafik- und Designabteilung oder zu Hause im Home Office, der Computer ist das wichtigste Arbeitsmittel im Beruf des Kommunikationsdesigners. Hier werden nicht nur erste Entwürfe und Konzepte erstellt, sondern von Freiberuflern Angebote angefertigt und Rechnungen geschrieben. Bei selbstständigen Kommunikationsdesignern kommen 95 Prozent der Aufträge über Kontakte rein, die sie weiterempfohlen haben. Selten gelangen Auftraggeber von selbst auf die Website oder rufen einfach an, daher sind Vitamin B und Networking überlebenswichtig. 


Nachdem man mit einem Kunden in Kontakt getreten ist, folgt ein erstes Vorab-Briefing, in dem man bespricht, ob die Wünsche vollständig umgesetzt werden können. Bei der Erstellung von Firmenimage-Broschüren konzipierst du den Aufbau und die Gestaltung. Bist du für das Corporate Design eines Unternehmens verantwortlich, sorgst du für ein neues visuelles Erscheinungsbild und entwirfst Logo, Briefpapier und Visitenkarten. Im Kommunikationsdesigner Beruf schreibst du anschließend ein Angebot, in dem du alle Leistungen und Kosten auflistest. 

Dann setzt du dich an die Erstellung von Konzepten. Die Zeiteinteilung bleibt dabei dir selbst überlassen. Allerdings gibt es natürlich auch hier vereinbarte Deadlines. Sind die Kundenwünsche geklärt, erstellst du im Beruf als Kommunikationsdesigner erste Scribbles mit Stift und Papier und machst Notizen, um eine Mind Map vorliegen zu haben. Das dabei entstandene gezeichnete Layout wird im Anschluss am Computer in digitale Skizzen umgesetzt. In einem zweiten Meeting fällt die Entscheidung für eines der Konzepte, woraufhin du dich an die genaue Umsetzung machst und Reinzeichnungen in Adobe InDesign erstellst. Das fertige Ergebnis verschickst du als druckfertige Datei an den Kunden oder kümmerst dich je nach Absprache selbst um den Druck. 

 

In Agenturen verläuft der Prozess ähnlich, allerdings genießt du in diesem Kommunikationsdesigner Beruf viel weniger Freiheiten, da du feste Arbeitszeiten hast und dir die Kunden nicht selbst aussuchen kannst. In der Regel arbeitest du hier mit anderen Designern zusammen. Der Design Director der Agentur wird ein projektbezogenes Team zusammenstellen und euch eine Deadline geben. Dabei entwickelt und setzt ihr gemeinsam Konzepte um und werdet von ihm beaufsichtigt. Überstunden sind hier vorprogrammiert. Auch als Freiberufler arbeitet man bei großen Projekten als Team zusammen. Bist du im Zeichnen beispielsweise eher talentfrei, kannst du einen Illustrator mit ins Boot holen. 

 

Je größer das Projekt und der Kunde, desto größer ist auch die Verantwortung, die du im Beruf des Kommunikationsdesigners trägst. In Agenturen ist der Design Director für die ganze Gruppe verantwortlich. Als Selbstständiger bist du allein verantwortlich. In Medienhochburgen  wie Düsseldorf, Köln, Hamburg oder Berlin hast du die höchsten Chancen auf Aufträge im Kommunikationsdesigner Beruf. Hier sitzen schließlich die großen Agenturen und Unternehmen. Allerdings ist in diesen Städten natürlich auch die Konkurrenz viel größer. Gerade Selbstständige leiden daher häufig darunter, dass sie den Pitch um den Kunden verlieren, weil ein Kollege sich unter Wert verkauft. 

 


Voraussetzungen für den Beruf Kommunikationsdesigner

Die meisten Kommunikationsdesigner haben einen Fachhochschulabschluss in Kommunikationsdesign. Allerdings heißt der Studiengang nicht immer so, sondern kann auch als Visuelle Kommunikation, Grafikdesign oder Illustration bezeichnet werden. Dabei ist es im Prinzip egal, ob es sich um einen Bachelor oder Master handelt, denn Auftraggeber legen viel mehr Wert auf Berufserfahrung und bisherigen Arbeiten. Für den Einstieg in den Kommunikationsdesigner Beruf ist es daher unerlässlich, bereits während seines Studiums Praktika in verschiedenen Bereichen zu absolvieren. Der Einstieg in eine Agentur oder in ein Unternehmen selbst erfolgt dann in der Regel auch als Praktikant oder Junior Designer, Trainee-Stellen sind hier eher unüblich. 

 

Die Design-Branche ist ein hartes Pflaster, daher solltest du neben einem abgeschlossenen Design Studium sehr auch ein gewisses Repertoire an Charaktereigenschaften mitbringen, um im Kommunikationsdesigner Beruf durchstarten zu können. Da die Deadlines dich häufig unter Druck setzen, musst du absolut zuverlässig und verantwortungsbewusst sein. Dabei ist es wichtig, die Distanz zu den eigenen Arbeiten zu bewahren. Klar, im Studium haben viele deiner Arbeiten Anerkennung und positiven Zuspruch erhalten, in der freien Wirtschaft kann das allerdings ganz anders aussehen. Wenn der Entwurf nicht den Vorstellungen des Kunden entspricht, dann wird er dir das auch genauso sagen. Du bist an dieser Stelle eben kein freier Künstler mehr, sondern ein Dienstleiter und solltest auch dementsprechend mit Kritik umgehen können.


Spezialisierungsmöglichkeiten

Das Kommunikationsdesign Studium fasst viele Teilbereiche der Designbranche kompakt zusammen, womit dir nach deinem Abschluss alle Türen offen stehen. Solltest du allerdings schon während deiner Uni-Zeit merken, dass dir ein spezieller Teilbereich besonders gut gefällt, hast du häufig schon hier die Möglichkeit, dich dahin gehend zu spezialisieren. Mit Seminare zum Thema Illustration kannst du beispielsweise eher in den zeichnerischen Bereich gehen. Typografie beschäftigt sich mit der Schriftgestaltung und Motion Design fokussiert sich auf bewegte Bilder. Wenngleich die Konzeption in den unterschiedlichen Bereichen im Kommunikationsdesigner Beruf ähnlich abläuft, so unterscheidet sich die Herangehensweise doch sehr. Arbeitet man im Print-Bereich überwiegend mit Adobe InDesign, greift man für den audiovisuellen Bereich beispielsweise auf Videoschnitt-Software wie Final Cut zurück. 
Spezialisierungen
Kommunikationsdesigner/in
Fachjargon
Spationierung

Spationierung oder Spacing bezeichnet die Festlegung des Zeichenabstandes innerhalb eines Textes. Für die Qualität einer Typografie und für die Lesbarkeit des erstellten Textes ist die Wahl der Spationierung entscheidend und das nicht nur im Print, sondern auch digital. Bei E-Books ist bei kleinen Schriftgrößen beispielsweise ein möglichst gut aufgelöster Bildschirm nötig.

Kapitälchen

Kapitälchen sind Großbuchstaben, deren Höhe der Normalhöhe der Kleinbuchstaben entspricht. In der Typografie werden sie anstelle von Kleinbuchstaben zur Hervorhebung verwendet. Wenn keine Kapitälchen in der Schrift vorhanden sind, kann man auch falsche Kapitälchen erzeugen. Durch die Skalierung von Versalien (Großbuchstaben) können sie mithilfe von Textverarbeitungsprogrammen hergestellt werden. Dies ist unter Typografen allerdings verpönt, weil die Zeichen dann entweder zu groß oder zu hell sind.

Grauwert

In der Typografie und Bildverarbeitung bezeichnet man die scheinbare Helligkeit eines Textes oder Bildes als Grauwert. Der Grauwert sollte immer möglichst ausgewogen und somit weder zu schwarz noch zu weiß sein. Erscheint das Bild zu weiß, steht der Text zu weit auseinander. Sieht der Text hingegen zu schwarz aus, ist der Zeilenabstand womöglich zu gering.

Wusstest du schon, dass...
  • der „Red Dot Design Award" jährlich herausragendes Design auszeichnet? Die Gewinner werden von Expertenjurys in den Bereichen Produktdesign, Kommunikationsdesign und Designkonzepte ermittelt.
  • du mithilfe von bestimmten Programmen kommerzielle Schriften analysieren kannst? Wenn du in einem Magazin eine coole Schriftanwendung gesehen hast und wissen möchtest, um welche Schrift es sich handelt, kannst du hier Grafiken mit dem Schriftmuster hochladen. Das jeweilige System ermittelt dann die passenden Schriften.
  • beim Online-Shopping bis zu 80% der Einkäufe nicht abgeschlossen werden, weil die Kunden mit dem schlechten Design des Shops nicht zurechtkommen?
Was man kennen und können sollte
Programme
  • Adobe Creative Suite (Illustrator, InDesign, Photoshop)
  • Microsoft Office
  • CSS/HTML (im Webbereich)
  • Flash
Sprachen
  • Englisch
  • Deutsch
Dieses Berufsprofil ist entstanden mit Unterstützung von
Daniel Hyngar hat sein Diplom 2013 an der ecosign/Akademie für Gestaltung in Kommunikationsdesign gemacht. Seitdem arbeitet er als selbstständiger Designer in Köln und kümmert sich um die Entwicklung und Gestaltung von Kommunikationsmaßnahmen für Einzelpersonen und Unternehmen. 2011 erhielt er zusammen mit einem Kommilitonen die Arte Creative Streberprämie und wurde 2013 mit seiner Abschlussarbeit »Dieses Buch führt zu Nichts« für den Kölner Designpreis nominiert.


Daniel Hyngar
Dipl. Des. (ecosign)
+49 (0)221 – 988 622 06
Verwandte Berufsfelder: Design
Kommunikationsdesigner/in als Beruf - Aufgaben und Infos

Beruf als
Kommunikationsdesigner/in

Grafikdesigner, Illustrator, Designer, Typograf Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: ab 56 Stunden: Workaholic
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 1000-1500 €
Männer/Frauen-Relation 7/3
Bewerber pro Stelle: 100 Bewerber
Spitzenverdiener 7200 €