Bewerbung als Jurist

Wenn du nicht schon mithilfe von diversen Praktika oder durch dein Referendariat Kontakt zu einer Kanzlei aufgenommen hast, ist deine Bewerbung das Erste, was dein zukünftiger Arbeitgeber von dir zu sehen bekommt. Da solltest du sie nicht gleich mit groben Patzern oder Rechtschreibschwächen verschrecken. Du bist also auch bei der Bewerbung zum Juristen auf ein überzeugendes Anschreiben und einen Lebenslauf ohne große Lücken angewiesen. Und das möglichst fehlerfrei.

Anschreiben und Lebenslauf

Nobody’s perfect – das kann schon sein. Bei deiner Bewerbung zum Juristen solltest du allerdings wirklich großen Wert darauf legen, dass am Ende alles perfekt ist. Dein Anschreiben muss die Kanzlei vom ersten Moment an überzeugen, sodass deine Vorgesetzten es gar nicht mehr aus der Hand legen wollen. Du solltest daher in deiner Bewerbung zum Juristen klipp und klar darstellen, warum die Kanzlei mit dir einen überzeugenden und leidenschaftlichen Juristen gewinnt, der weiß, was er will.

Pluspunkte gibt es sicher, wenn du in deiner Bewerbung von deinem Referendariat berichtest. Hier kannst du schildern, dass du bereits Fälle betreut und Mandanten vertreten hast. Da die Rechtswissenschaft ein konservatives Berufsfeld ist, wird Leistung hier sehr hoch angesehen. Es gibt zurzeit sehr viele Hochschulabsolventen, aber mit sehr guten Noten stichst du auf jeden Fall hervor. Insbesondere große Kanzleien und der öffentliche Dienst setzen häufig sogar ein Prädikatsexamen voraus. Das bedeutet, dass du auf jeden Fall eines deiner beiden Staatsexamen mindestens mit „voll befriedigend“ abgeschlossen haben musst. Hast du beide Examen mit „voll befriedigend“ bestanden, hast du den Job fast schon in der Tasche.

Keine Frage also, dass bei deinem Juristen Vorstellungsgespräch Praxiserfahrung von Vorteil ist. Praktika, die deine kontinuierliche Laufbahn unterstützen und einen roten Faden in deiner beruflichen Entwicklung sehen lassen, kommen immer gut an. Solltest du Auslandserfahrungen gemacht haben, erhöht das zusätzlich die Chance auf eine Festanstellung. Sehr gute Englischkenntnisse und eine weitere Fremdsprache werden nämlich bei Stellen für Juristen vorausgesetzt.

Jura Bewerbung - Tipps zu Anschreiben und Lebenslauf

Das Vorstellungsgespräch

Wenn deine schriftliche Bewerbung als Jurist deine Vorgesetzten begeistern konnte, wirst du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, um nun von Angesicht zu Angesicht zu überzeugen. Es ist eben immer noch etwas Anderes, wenn man einen Menschen persönlich kennenlernt. Vor dem Gespräch solltest du dich auf jeden Fall im Internet auf die Unterhaltung vorbereiten. Hier auf Karista oder auf der Homepage der Kanzlei wirst du viele nützliche Informationen finden. Wie alt ist die Kanzlei? Gibt es Kooperationen und Partner? Wie viele Rechtsanwälte oder Notare sind in dem Büro beschäftigt? Deine Kenntnisse über die Kanzlei zeigen, dass du dich bereits intensiv mit ihr auseinandergesetzt hast und gut informiert bist. 

Der Bewerbungsprozess

Bei großen Kanzleien kann es mit der Rückmeldung zu deiner Bewerbung als Jurist schon mal ein bisschen dauern. Vor allem in der Rechtswissenschaft gibt es viele Hochschulabsolventen, die sich auf eine einzige Stelle bewerben. Die Abwicklung dauert einfach viel länger, da schließlich jedem Bewerber und jeder Bewerbung gleich viel Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Daher solltest du nicht in Panik verfallen oder hysterisch dort anrufen, wenn bereits zwei oder drei Tage vergangen sind. Das Vorstellungsgespräch wirst du wahrscheinlich nicht nur mit dem Chef der Kanzlei führen, sondern mit mehreren Gesprächspartnern in einem Raum. Auch Assessment Center sind für eine Bewerbung als Jurist durchaus möglich.

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Warum haben Sie sich für den Beruf des Juristen entschieden?
  • In welcher Kanzlei haben Sie Ihr Referendariat absolviert?
  • Wie sehen Sie Ihre weitere Berufslaufbahn?

Dresscode

Für einen Juristen ist das äußere Erscheinungsbild ein sehr wichtiges Aushängeschild. Das gilt nicht nur beim Vorstellungsgespräch, sondern auch später im Arbeitsalltag. Wenn man zu einem Vorstellungsgespräch als Jurist in einer Kanzlei in kaputten Jeans und abgelatschten Turnschuhen erscheint, erweckt das überhaupt gar keinen guten Eindruck. Trotzdem ist es wichtig, dass du dich wohl in deiner Haut fühlst. Zu einem gepflegten Auftreten im Rechtswesen gehören nicht immer Anzug und Krawatte. Wenn du dich nach deinem Jura Studium beispielsweise als Steuerberater bewirbst, läufst du in diesem Berufen ja auch nicht täglich im Anzug umher. Hier hängt es eher davon ab, ob du in großen Konzernen oder im Mittelstand aktiv bist. Wenn du dich im Mittelstand bewirbst, geht es ein wenig lockerer zu und du kannst einfach eine dunkle Jeans und ein schönes Jackett tragen. Bei einem Millionenkonzern solltest du schon auf Anzug und Krawatte zurückgreifen. Bei einem Juristen Vorstellungsgespräch zum Rechtsanwalt oder Richter solltest du auf jeden Fall einen Anzug anziehen. Hier ist man noch eher konservativ. Frauen sollten generell darauf achten, dass sie ein natürliches Make-up tragen und keine zur kurzen Röcke auswählen. 

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