Beruf als Informationsmanager - Arbeiten in der IT

Wissen ist das wohl eines der wichtigsten Güter eines Unternehmens. Doch wie kann man das Wissen jeden einzelnen Mitarbeiters speichern und den anderen Mitarbeitern zur Verfügung stellen? Oder alle Daten eines Unternehmens so auffangen, dass sie leicht zugänglich und auswertbar sind? Damit Daten und Informationen nicht versickern wie Wasser im trockenen Sand, machst du es dir mit Hilfe von Datenverarbeitungsprogrammen und Analysetools zur Aufgabe, alles aus dem Wissenspool des Unternehmens herauszuholen. Ebenso wertest du Unternehmensdaten aus, um beispielsweise Marketingstrategien oder Arbeitsabläufe zu verbessern. Im Beruf des Informationsmanagers warten also vielfältige Aufgaben auf dich. 

Arbeitsalltag und Aufgaben als Informationsmanager

Jobs als Informationsmanager Informationsmanager/in werden

Informationen speichern und analysieren und Konzepte aufbauend auf den Ergebnissen erstellen – was sich hier so schön aufreihen lässt, ist in der Umsetzung alles andere als leicht. Generell hat der Beruf mehrere Aspekte. Da ist zum einen der (system-)technische Bestandteil. Denn Grundlage für die Datenbeschaffung und –analyse sind Datenverarbeitungsprogramme. Dies können zum einen kommerzielle Programme wie SAP sein, zum anderen werden aber immer häufiger Programme für die Unternehmen maßgeschneidert, das heißt es werden neue System entwickelt oder gängige Systeme auf die individuellen Bedürfnisse angepasst. Du kannst dir bestimmt denken, dass dies eine deiner Aufgaben im Informationsmanager Beruf ist.

Bevor du aber überhaupt ein System entwickeln kannst, analysierst du, wo die Bedürfnisse im Unternehmen liegen und welchen Nutzen das Programm bringen soll. Soll beispielsweise der Informations- und Wissensaustauch zwischen den Abteilungen durch ein Intranet erleichtert oder sollen Kundendaten (sicher) gespeichert und für ein großes Team zugänglich gemacht werden? Auch individuelle Recherchesysteme oder Tools für Wettbewerbsanalysen werden immer häufiger angefragt. Sind die Systeme entwickelt, wartet das nächste Aufgabenfeld auf dich: Die Mitarbeiter, die in Zukunft mit den Systemen arbeiten, müssen intensiv geschult und über den Umgang beraten werden.

Neben der Bereitstellung der Informationssysteme kannst du aber auch in der Datenaufbereitung tätig werden. Du bringst Ordnung in die Flut an Informationen, erstellst Auswertungen und Analysen, mit denen beispielsweise Konzepte für Vertriebsstrategien, effizienteres Arbeiten oder Marketingkampagnen erarbeitet werden.  Nicht selten nimmst du im Beruf des Informationsmanagers daher auch eine beratende Funktion innerhalb des Unternehmens ein. Häufige Präsentationen werden also ebenfalls von dir erwartet. Du arbeitest daher weniger in einem Team, sondern bist vielmehr Mittler zwischen der IT und den anderen Unternehmensbereichen. Nicht selten müssen Informationsmanager verreisen, besonders dann, wenn das Unternehmen mehrere Standorte hat. 

Da kaum eine Firma auf ein strukturiertes Informationsmanagement verzichten kann, findest du im Informationsmanager Beruf Jobs in nahezu allen Branchen und allen Unternehmensgrößen, vor allem aber in Dienstleistungsunternehmen wie Banken und Versicherungen sowie bei Unternehmensberatern. Hier unterstützt du die Datenverarbeitung oder IT- und Entwicklungsabteilung, wobei du in der Regel an der Schnittstelle zum Marketing und anderen Abteilungen wie Vertrieb oder Personal stehst. Auch bei Datenbankherstellern und -anbietern, in Softwarehäusern oder Unternehmen der Multimedia-Branche findest du darüber hinaus zahlreiche Jobangebote. 

Voraussetzungen für den Beruf Informationsmanager

Grundvoraussetzung, um den Beruf des Informationsmanagers ausüben zu können, ist ein Studium – idealer Weise des Informationsmanagements, der Informationswissenschaft oder der (Wirtschafts-)Informatik. Zudem benötigst du branchenspezifische Kenntnisse, je nachdem in welchem Unternehmen du dich bewirbst. In Technologieunternehmen werden daher nicht selten Ingenieure für die Aufgabe des Informationsmanagements eingestellt. Hast du einen Masterabschluss, ist dies zumindest auf formeller Ebene ein Pluspunkt. Programmier- und einschlägige Kenntnisse von SAP und anderen Datenverarbeitungsprogramme werden natürlich ebenso vorausgesetzt. 

Besonders wichtig ist aber immer die Praxiserfahrung. Hast du während deines Studiums bereits Praktika oder werkstudentische Tätigkeiten in der Informationsverarbeitung ausgeübt oder bereits ein Traineeprogramm absolviert? All dies erleichtert dir den Zugang zum Informationsmanager Beruf deutlich.

Doch Fachwissen ist natürlich längst nicht alles, worauf bei einem guten Informationsmanager Wert gelegt wird. Aufgrund deiner Tätigkeit zwischen den Unternehmensbereichen benötigst du ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten, ebenso sollte es dir leicht fallen, Präsentationen zu halten und komplizierte Sachverhalte einfach zu erklären. Ebenso unverzichtbar für den Beruf Informationsmanager sind gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft, zu reisen. 

Spezialisierungsmöglichkeiten

Informationsmanager arbeiten in Unternehmen sämtlicher Branchen. Da in vielen ein spezielles Fachwissen von Vorteil ist, sind Spezialisierungen zum Teil schon im Studium möglich. So zum Beispiel im Bereich Bibliothekswesen. Eine weitere Spezialisierung ist die zum medizinischen Informationsmanager, auch hier kann bereits im Studium der Schwerpunkt gewählt werden. Anstellungen findet man in Gesundheitszentren, Krankenhäusern oder bei Krankenversicherungen. Doch unabhängig von deiner Spezialisierung wird im Beruf Informationsmanager über deine gesamte berufliche Laufbahn von dir verlangt, dass du dich regelmäßig weiterbildest und dein Wissen auf dem neuesten Stand hältst. 

Spezialisierungen
Informationsmanager/in
Fachjargon
Exploratory Cloud

Hierunter versteht man eine Organisationsform der Cloud. In diesem Fall steht das Ausprobieren von Cloud-Funktionalität innerhalb eines Unternehmens im Vordergrund. Dabei geht es vor allem darum, Potential und Nachteile für konkrete Anwendungen herauszufinden.

Switch

Ein Switch, auch als Netzwerkweiche oder Verteiler bezeichnet, ist ein Kopplungselement das Netzwerksegmente miteinander verbindet. Es sorgt innerhalb eines Segments dafür, dass Datenframes an ihr Ziel gelangen.

Usability

EDV-Programme oder auch Websites werden überwiegend von Menschen genutzt, die keine Informatikausbildung genossen haben. Unter Usability versteht man daher die einfache Bedienbarkeit von Software, Programmen oder Websites.

Wusstest du schon, dass...
  • das Wort Humankapital 2004 das Unwort des Jahres war?
  • Programmiersprachen Dialekte haben können?
  • die Britin Ada Lovelace als erste Programmiererin der Welt gilt? Die Programmiersprache Ada wurde nach ihr benannt.
Was man kennen und können sollte
EDV
  • Fundierte SAP Kenntnisse (MM, SD, LES, FI, CO)
  • Microsoft Office, insbesondere Excel und Powerpoint
  • Gute Programmierkenntnisse
  • Datenanalysetools wie PRISMA
Sprachen
  • Englisch
  • Weitere Sprachen von Vorteil
Weitere Fähigkeiten
  • logisches und analytisches Denkvermögen
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsstärke
  • Belastbarkeit
  • Hohe Zahlenaffinität
  • Reisebereitschaft
Autor: Sabine Zagar
Verwandte Berufsfelder: Beratung
Informationsmanager als Beruf - Infos zur Arbeit in der IT

Beruf als
Informationsmanager/in

Wissensmanager, Datenmanager Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: 40-45 Stunden: Normal
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2300-2700 €
Männer/Frauen-Relation 7/3
Bewerber pro Stelle: 8 Bewerber
Spitzenverdiener 7000 €