Karriere und Weiterbildung als Industriedesigner

Als Industriedesigner scheffelst du zwar nicht von Beginn an die große Kohle, dafür kannst du aber stolz darauf sein, deinen Kunden ihre Wünsche erfüllen zu können. Sie kommen mit einem Auftrag zu dir und du setzt ihn dann zu ihrer vollsten Zufriedenheit um. Bevor du jedoch deine Industriedesigner Karriere beginnen kannst, findest du dich wahrscheinlich in dem Loop wieder, der dir schon aus Studienzeiten bekannt vorkommen wird. Er hat folgenden Namen: Praktikum. Denn häufig stellen dich Agenturen oder Unternehmen nicht sofort ein, sondern arbeiten dich mittels Praktika zunächst einmal ein. Das erspart ihnen einiges an Zeit und Kosten bei deiner späteren Festanstellung. Praktika bieten aber nicht nur deinen Vorgesetzten viele Vorteile, auch für dich sind sie sehr nützlich. Du erhältst die Chance, weitere Einblicke in die verschiedensten Branchen zu bekommen und kannst somit tolle neue Inspirationen für spätere Arbeiten oder dein Portfolio sammeln.

Neben der Erweiterung deiner Mappe kannst du durch Praktikumsstellen auch feststellen, in welchem der Industriedesign Gebiete du dich später einmal spezialisieren möchtest. Beispiele für die verschiedenen Bereiche, die dafür infrage kommen, sind unter anderem Möbeldesign, Konsumgüter, Transportation, Investitionsgüter oder Medizintechnik. Mit jedem Fachbereich fällt auch dein späterer Aufgabenbereich unterschiedlich aus und du entwickelst entweder Produkte für Endkunden oder für Unternehmen. Je nachdem, welche Produkte dich besonders interessieren, solltest du dementsprechend auch deine Spezialisierungsmöglichkeit auswählen. Falls schnelle Autos, coole Bikes oder riesige Flugzeuge dich begeistern, solltest du eher die Fachrichtung Transportation Design wählen, als dich im Bereich Möbel zu spezialisieren.

Karrierepfad als Industriedesigner/in

Industriedesigner Karriere und Weiterbildung

 Industriedesigner in Möbeldesign

In der Industriedesigner Karriere der Fachrichtung Möbeldesign gestaltest du Einrichtungsgegenstände für alle Lebensbereiche. Dabei ist es neben dem Aussehen wichtig, dass du auch auf Funktionalität und Benutzertauglichkeit achtest. Natürlich richtest du dich bei deinen Designs hauptsächlich nach den Wünschen deiner Kunden. Allerdings solltest du auch allgemeine Trends und Modethemen nicht aus dem Auge lassen. Wenn du dir einen Namen in einer bestimmten künstlerischen Bewegung machen willst und nur Möbel im Minimaldesign, Industrial Design, Antik oder Landhaus entwirfst, musst du natürlich auch darauf achten, dass du diesen Stil konsequent einhältst. Bis das Einrichtungsstück fertig ist, ist es noch ein langer Weg. Du beziehst Neues aus den Bereichen der Forschung und Entwicklung mit ein und hangelst dich Schritt für Schritt vom Prototypen bis hin zum fertigen Möbelstück.

Industriedesigner in Konsumgüter/ technisches Design

Als Industriedesigner in Konsumgütern erstellst du Produkte für den persönlichen Gebrauch. Die Gegenstände sind für den Endkonsumenten gedacht.  Die Palette der Dinge ist unendlich und reicht von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Mixer oder Rasenmäher bis hin zu Werkzeugen, Leuchten oder Spielzeugen. Konsumgüter können entweder Verbrauchsgüter, aber auch langlebig sein. Langlebig bedeutet, dass sie nicht wirklich verbraucht werden, sondern durch den wiederholten Gebrauch irgendwann abgenutzt sein werden.

Industriedesigner in Transportation Design

Wenn du schon immer eine Leidenschaft für Verkehrsmittel hattest, bist du im Transportation Design richtig gut aufgehoben. Neben jeder Menge künstlerischer Begabung benötigst du hierfür auch ein überdurchschnittlich gutes technisches Verständnis. In allen Bereichen der Fahrzeugprojekte bist du dann in deiner Industriedesigner Karriere einsetzbar. Du designst Busse und Bahnen für den öffentlichen Nahverkehr und lässt Autofreak-Träume mit auffälligen Automobildesigns wahrwerden. Mit viel Fleiß und Talent designst du vielleicht das Passierflugzeug der Zukunft und beziehst dabei auch Faktoren aus der Bionik, das ist die Übertragung von Phänomenen der Natur auf die Technik, bei deinen Plänen mit ein, damit deine Designs besonders effizient sind.

Industriedesigner in Investitionsgüter

Als Designer im Bereich der Investitionsgüter stellst du Produkte speziell für Unternehmen und nicht für Endkunden her. Sie dienen nur selten der Bedürfnisbefriedigung und sind daher auch nicht einfach in jedem Tante Emma Laden zu kaufen. Zu den Investitionsgütern gehört zum Beispiel das Inventar von Krankenhäusern. Als Industriedesigner stellst du dann Krankenhausbetten oder Endoskope her und achtest dabei besonders auf ihre Funktionalität.

Industriedesigner in Medizintechnik

Wenn du dich für dich Fachrichtung Medizintechnik entscheidest, bildet dein Industriedesigner Beruf ein Hybrid aus Life Science und Home Care. Unter Life Science können auch die Produkte genannt werden, die bereits in den Investitionsgütern auftauchen. Du stattest beispielsweise Krankenhäuser, OP-Säle oder Zahnarztpraxen aus. Der Bereich Home Care jedoch, beinhaltet Produkte, die für den persönlichen Gebrauch zu Hause geeignet sind, wie beispielsweise das Blutdruckmessgerät deiner Großmutter. 

Beruf als
Industriedesigner/in