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Beruf als Holztechniker - Arbeiten im Ingenieurwesen

Dreimal auf Holz klopfen, ein Brett vor dem Kopf haben, die Tür aus den Angeln heben - nicht nur in unserem Wortschatz taucht Holz auf, es ist eines der wichtigsten Materialien in unserem Alltag und eine Leitbranche der deutschen Wirtschaft. Im Beruf Holztechniker trägst du deinen Teil dazu bei, dass es so bleibt.

Egal ob in der Holzherstellung oder -verarbeitung, ob Möbel oder Leime produziert werden - die Branche bietet dir viele Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf Holztechniker. Wie sehr du dabei in die praktischen Arbeitsprozesse involviert sein möchtest oder ob du dich später eher als führende Position im Büro oder Management siehst, das alles entscheidest du mit deiner Berufswahl. Aus diesem Grund lohnt es sich, einen Blick auf den Arbeitsmarkt zu werfen. Welche Spezialisierungen bieten sich dir nach dem Studium? Wie sieht dein Berufsalltag dort aus? Wie steht es mit dem monatlichen Verdienst? Damit du nicht mehr auf dem Holzweg bist, was deine Karriere angeht, haben wir für dich das Wichtigste recherchiert.

Arbeitsalltag und Aufgaben als Holztechniker

Jobs als Holztechniker Holztechniker/in werden

Vom Dachbalken über Fertighäuser bis hin zu Zellstoffen und Papier - Holz ist ein Material mit unzähligen Verwendungsmöglichkeiten und begegnet uns zu jederzeit im Alltag. Daher gibt es im Beruf Holztechniker auch sehr viele verschiedene Stellen, deren Arbeitsalltag sich grundsätzlich unterscheidet.

Hast du vor deinem Studium eine Ausbildung zum Holztechniker gemacht, so kannst du dich jetzt im Holztechniker Beruf mit großer Wahrscheinlichkeit von der praktischen Arbeit verabschieden. Deine künftigen Aufgaben als Ingenieur wirst du häufig ausschließlich am Schreibtisch erledigen. Du kannst in allen Unternehmen arbeiten, deren Produkte mit Holz tun haben. Deshalb kommen zahlreiche Unternehmen wie Säge-, Hobel- und Imprägnierwerke, Furnier-, Sper- oder Spanplattenproduktion in Frage. Dort kannst du einerseits die Produktion kontrollieren, aber auch einen Fuß ins Marketing, Einkauf oder Vertrieb setzen. In der Industrie für Verpackungsmittel oder Ladungsträger, bei Möbelherstellern, Zuliefererfirmen und Beratungsfirmen gibt es die gleichen Anstellungsmöglichkeiten. Möbelhersteller bzw. deren Händler und Vertriebe. In der chemischen Industrie bist du eher im Bereich Entwicklung tätig und konzipierst und testest neue Verbundstoffe oder Oberflächenprodukte wie Lacke oder Kleber. Das gleiche gilt für den Maschinen- und Anlagenbau, der Holzprodukte fertigt oder verarbeitet. Dort kannst du auch Aufgaben wie die Integration der Geräte vor Ort, die spätere Kundenbetreuung oder den technischen Support übernehmen.

Egal ob Planungs- und Stücklisten, Arbeits- und Materialkosten, Maschinenlaufzeiten und der Energieverbrauch – im Beruf als Holztechniker behältst du den Überblick über die Daten und Fakten dir anvertrauter Prozesse. Genauso dirigierst du auch Aufgaben oder gibst Handlungsanweisungen, allerdings musst du hierfür auch rechtliche und vertragliche Kenntnisse vorweisen können. Schließlich schickst du keinen Auszubildenden wochenlang in die Nachtschicht. Die Pläne für Prozessoptimierungen erstellst du eigenständig. Während du also am Computer Tabellen auswertest und die Variablen veränderst, bleibst du im stetigen Kontakt mit Kollegen und Vorgesetzten, um einerseits zu prüfen, ob die Vorschläge umsetzbar sind und der Vorstellung der Geschäftsleitung entsprechen. Du bist dafür verantwortlich, dass die Prozesse termingerechte Leistungen liefern. Je nach Beruf kannst du auch Verantwortung für die Qualität übernehmen. Da in die Produktion aber nicht nur betriebseigene Zahlen eine Rolle spielen, formulierst du eine englische E-Mail an euren Zulieferer und telefonierst mit Kunden. All das fließt in dein Gesamtkonzept ein, das du später der Geschäftsleitung vorstellst.

Solltest du im Beruf Holztechniker für einen Hersteller von branchenspezifischen Maschinen und Anlagen arbeiten, so fallen in deinen Arbeitsbereich möglicherweise auch die Integration der Maschinen vor Ort, sowie die spätere Kundenbetreuung. Du bist also morgens in der heimischen Firma und am Abend möglicherweise wieder unterwegs zum Kunden, um die Montage am darauffolgenden Tag zu überwachen. Hier können deine Arbeitszeiten stark schwanken, Flexibilität ist also von Vorteil. Dein Alltag im Beruf als Holztechniker kann aber auch anders als in der Prozessüberwachung ausfallen. Im Qualitätsmanagement im Maschinen- und Anlagenbau geht es einerseits darum, die Maschinen auf Effizienz und Produktqualität zu überprüfen, als Quereinsteiger kannst du auch an der Entwicklung mithelfen. In der Industrie für Verpackungsmittel oder Ladungsträger kontrollierst du Holzlacke oder Kleber, mit denen die Schreiner später arbeiten sollen. Viel seltener sind Jobs im Baugewerbe, etwa beim Tunnel- oder Brückenbau, bei denen du die Produktion der Bauteile überwachst. 

Voraussetzungen für den Beruf Holztechniker

Für die meisten Stellen ist Erfahrung im Beruf Holztechniker das A und O. Je mehr Praktika bzw. praktische Module du absolviert hast und je mehr Berufserfahrung du mit oder nach einer Ausbildung als Schreiner, Tischler oder Holzmechaniker bereits gesammelt hast, desto besser bist du für den Arbeitsmarkt qualifiziert. Denn so schön Wörter und Zahlen auch sind - wie die Dinge funktionieren, das sollte man praktisch erfahren haben. Die meisten Studiengänge schreiben Praxiserfahrungen voraus oder integrieren Praxissemester in den Studienplan. Das ist beispielsweise in vielen Bachelorstudiengängen Holztechnik der Fall, aber auch Ingenieurwesen sowie Holzbau und Ausbau. Eine Ausbildung ist hingegen nicht verpflichtend.

Nach deinem Studium bist du in der Lage, komplexe Arbeitsprozesse in Unternehmen zu überwachen und gemäß ökonomischer, technischer und ökologischer Vorgaben zu optimieren. Mit einem Bachelorabschluss hast du schon eine erste leitende Position inne. Mit einem Masterabschluss vertiefst du vor allem die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse und rückst Richtung Management vor.

Natürlich benötigst du auch Fachkenntnisse über verschiedene Holzarten, eine wichtigere Rolle aber werden andere Fähigkeiten spielen. Für die Optimierung wirst du im Beruf als Holztechniker am Schreibtisch viele Daten und Tabellen auswerten und dich mit Kollegen besprechen müssen. Selbstständigkeit ist gefragt, wenn es darum geht, die Vorschläge zur Verbesserung zu erarbeiten und sie der Geschäftsleitung vorzutragen. Hier ist natürlich auch Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick gefragt. Auch wenn du im Einkauf oder Vertrieb arbeitest, musst mit deinem Gegenüber im Interesse deines Unternehmens verhandeln können. Da du oft auch vor- und nachgelagerte Prozesse und Interessen von Zulieferern und Kunden im Auge haben musst, sind Fremdsprachen oft sehr nützlich. Oft herrscht im Holztechniker Beruf ein großer Termindruck, um die Produktion zeitgerecht zu beenden oder aber Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen. Da sind oft schnelle Entscheidungen gefragt, um nachfolgende Arbeiten nicht auszubremsen. Die schnellen Entschlüsse sollten aber nie deine Konzentration und deine Präzision bei der Arbeit gefährden.

Spezialisierungsmöglichkeiten

Nach dem Studium der Holztechnik hast du dich noch nicht endgültig festgelegt, wie denn dein Berufsalltag aussehen soll. Die Zeit an der Universität oder Fachhochschule hat zwar deine Kenntnisse nochmals vertieft und sicher auch bereichert, allerdings ist im Beruf als Holztechniker noch Luft nach oben.

Dein Studium hat dich für eine gehobene Position im Holztechniker Beruf qualifiziert. Quasi als „Mastermind“ verschaffst du dir einen Überblick über die Arbeitsabläufe und -techniken in deinem zukünftigen Betrieb und erarbeitest Handlungsvorschläge für die Geschäftsleitung. Bei der operativen Unterstützung bist du daher nicht nur auf die Produktion beschränkt, sondern musst auch Bereiche wie Rechtsfragen, Vertragswesen, Steuern und Accounting im Hinterkopf behalten. Es muss aber nie so allumfassend sein.

Du kannst dich im Beruf Holztechniker beispielsweise auch auf die Entwicklung von Maschinen und Anlagen spezialisieren, die später in der Produktion zur Anwendung kommen sollen. Deine bisherigen praktischen Kenntnisse qualifizieren dich dazu, die Geräte auch kundenspezifisch designen zu können.

Damit wären wir auch bei einer weiteren Spezialisierungsmöglichkeit im Beruf als Holztechniker: Deine Kenntnisse in BWL und Marketing ermöglichen es dir, deinen Schwerpunkt in den kaufmännischen Bereich zu verlegen. Hier stehen Einkauf, Vertrieb und Vermarktung im Vordergrund. Gleichzeitig organisierst du womöglich deine Mitarbeiter und kümmerst dich um Finanzen und Bilanzen im Unternehmen.

Spezialisierungen
Holztechniker/in
Fachjargon
AV

Die Abkürzung steht für die Arbeitsvorbereitung und meint damit alle Schritte, die vor dem Arbeitsbeginn in der Werkstatt anfallen, um Aufträge im work-flow durchzuführen. Die einzelnen Tätigkeiten umfassen die Angebotserstellung, Aufmaß am Bau, Auftragsarbeiten, Konstruktion, Materialbestellung, Zeichnungs- und Listenerstellung für die Produktion und die Nachkalkulation.

NC

Die Numerische Steuerung (numerical control) erledigt maschinelle Aufgaben hochpräzise und vollautomatisch. Die Programmierung bietet mit sequentiellen Steuerbefehlen die Arbeits- und Bewegungsabläufe. Es gibt drei Konzepte der NC: Die manuelle Programmierung, die rechnergestützte Programmierung im Werkstattbereich und die CAD-unterstützte Programmierung im Planungsbereich.

PPPS

Die Abkürzung steht für „Produktions-Planung und Steuerung“. Der Begriff umfasst die Materialwirtschaft sowie die Zeit- und Kapazitätsplanung und stammt aus der Betriebswirtschaftslehre. Die Produktionsplanung plant die Vorgänge kurz- und mittelfristig, die Steuerung gibt die Fertigungsaufträge frei, überwacht und steuert die Prozesse.

Wusstest du schon, dass...
  • der Wirtschaftszweig der Holzbranche mehr Beschäftigte (1 Million) hat als die Automobil- oder Elektroindustrie?
  • Deutschland der Markt- und Technologieführer bei Holzbearbeitungsmaschinen ist?
  • ein Ebenholz-Schrank als teuerstes Möbelstück für 27,3 Millionen Euro versteigert wurde?
Was man kennen und können sollte
Fachkenntnisse
  • diverse Holzarten und deren spezielle Eigenschaften
  • Werkstoffe
EDV und Office
  • CAD, CAM
  • Grundlagen der Informatik (optional)
  • MS Office (Excel, Powerpoint)
Soft Skills
  • organisatorisches Talent
  • Stressresistenz
  • Zielstrebigkeit
Verwandte Berufsfelder: Elektrotechnik
Holztechniker/in als Beruf - Aufgaben und Infos

Beruf als
Holztechniker/in

Ingenieur Holztechnik Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: 40-45: Normal
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 3000 Euro – 4000 €
Männer/Frauen-Relation 9/1
Bewerber pro Stelle: 7 Bewerber
Spitzenverdiener 8000 €