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Beruf als Hauptschullehrer - Arbeiten in der Pädagogik

Von der Schule an die Uni und zurück – das ist dein Plan. Um Schülern Perspektiven aufzuzeigen und ihnen Starthilfe dabei zu leisten, ihren eigenen Weg ins Berufsleben zu finden, hast du den Entschluss gefasst, Lehrer zu werden. Bei der Auswahl der Schulform hast du dich für die Hauptschule entschieden. Dein Referendariat hat dir gezeigt, dass du die richtige Wahl getroffen hast und die Festanstellung ist in Sicht – als Beamter sogar auf Lebenszeit. Lehrer zu sein bedeutet natürlich viel mehr, als von 8 bis 15 Uhr Unterrichtsstunden zu halten – das ist dir klar. Doch auch das Organisieren deines Unterrichts und Elterntreffen sind für dich keine lästige Pflicht. Im Beruf als Hauptschullehrer bist du nämlich mit vollem Einsatz dabei, auch wenn es mal stressig wird und du dich eher wie ein Löwenbändiger fühlst.

Spezialisierungen
Hauptschullehrer/in

Arbeitsalltag und Aufgaben als Hauptschullehrer

Jobs als Hauptschullehrer Hauptschullehrer/in werden

Den Arbeitsalltag im Hauptschullehrer Beruf kann man nicht in zwei Sätzen zusammenfassen – es gibt nämlich immer genug zu tun. Klar, viele denken bei der Arbeit eines Lehrers ausschließlich daran, wie dieser im Klassenraum steht und unterrichtet. Die Realität sieht allerdings so aus, dass du nicht nur vor der Tafel stehst und dann zur gleichen Zeit wie deine Schüler nach Hause gehst, sondern auch diverse andere Aufgaben übernimmst, die du dann zu Hause oder im Lehrerzimmer erledigst. Während deine Unterrichtszeiten mit Ausnahme von spontanen Vertretungen relativ fest sind, kannst du dir die restliche Arbeit ziemlich frei einteilen. Dabei musst du zum Beispiel deinen Unterricht vor- und nachbereiten, was vor allem direkt nach dem Einstieg in den Hauptschullehrer Beruf viel Zeit in Anspruch nimmt. Dazu kommen Klausuren, die erstellt und bewertet werden müssen. Aber auch individuelle Förderpläne für schwächere Schüler schreiben sich nicht von allein. Hinter den Kulissen gehören Fachkonferenzen und der Besuch von Weiterbildungen, die zum Teil sogar Pflicht sind, ebenfalls zum Hauptschullehrer Beruf. Abhängig von deinem Engagement kommen dann noch zusätzliche Aktivitäten dazu, zum Beispiel Schulfeste, die Betreuung einer Arbeitsgemeinschaft oder Klassenfahrten. Allerdings musst du auch nicht zwangsläufig an einer Schule unterrichten, auch in privaten Bildungsinstituten findest du freie Stellen. Andere Möglichkeiten finden sich zum Beispiel im Bereich der Erwachsenenbildung, in der Personalentwicklung oder im Coaching. Deine pädagogische Ausbildung und Erfahrung kann dich aber auch im sozialpädagogischen Arbeitsbereich in Kommunen, Kirchen oder sozialen Einrichtungen weiterbringen. Hast du dein Lehramtsstudium in mindestens einer Fremdsprache absolviert, kann außerdem eine Tätigkeit als Dolmetscher oder Übersetzer in Frage kommen. In Verlagen kannst du als Lektor tätig werden oder neues Lehr- und Lernmaterial konzipieren. Mit einem Aufbaustudium ist sogar die Rückkehr an die Uni nicht ausgeschlossen.

Voraussetzungen für den Beruf Hauptschullehrer

Zuallererst bringst du ja bereits das passende Studium mit, um den Beruf Hauptschullehrer ausüben zu dürfen. Das heißt, du hast entweder ein klassisches Lehramtsstudium mit dem Ersten Staatsexamen abgeschlossen oder den Master of Education in der Tasche. Im Anschluss hast du ein Referendariat absolviert und bist bereit, dein Wissen an Schüler zu vermitteln. Je nach Bundesland haben aber auch Quer- oder Seiteneinsteiger mit einem Hochschulabschluss die Chance, den Hauptschullehrer Beruf auszuüben. Dabei absolvierst du ohne entsprechendes Lehramtsstudium das Referendariat und hast anschließend ebenfalls die Möglichkeit, verbeamtet zu werden. Alternativ startest du ohne Referendariat in den Beruf des Hauptschullehrers und absolvierst parallel berufsqualifizierende Maßnahmen, wirst allerdings in der Regel nicht verbeamtet. Die spezifischen Bedingungen dieser Alternativen sind je nach Bundesland verschieden und es werden auch nicht zwangsläufig beide angeboten. Ob klassisches Lehramtsstudium, Seiten- oder Quereinstieg – du solltest in jedem Fall ein hohes Maß an Sozialkompetenz, aber ebenso an Durchsetzungskraft und Geduld mitbringen. Im Hauptschullehrer Beruf bist du für deine Schüler schließlich in vielen Fällen nicht nur der Ansprechpartner, wenn es um Bildungsfragen geht.

Spezialisierungsmöglichkeiten

Entscheidest du dich für den Beruf Hauptschullehrer, triffst du die Wahl deiner Unterrichtsfächer bereits zu Beginn des Studiums und unterrichtest diese dann später auch. Diese Entscheidung kann später großen Einfluss auf deine beruflichen Chancen haben: Je nach Region kommen auf eine Stelle unterschiedlich viele Bewerber. Gerade Fächer wie Deutsch oder Sport sind bei angehenden Hauptschullehrern beliebt, aber weniger gefragt. In naturwissenschaftlichen Fächern ist das Verhältnis dagegen genau umgekehrt. Nach der Fächerwahl sind weitere Spezialisierungen dabei nicht vorgesehen – allerdings hast du bei manchen Fächern die Möglichkeit, diese als sogenannte Neigungsfächer zu unterrichten, obwohl du sie nicht studiert hast. Ansonsten bietet der Hauptschullehrer Beruf verschiedene Möglichkeiten, sich zusätzliche Qualifikationen anzueignen und beispielsweise Vertrauenslehrer zu werden, sofern du dich für leitende Funktionen interessierst.

Spezialisierungen
Hauptschullehrer/in
Fachjargon
Sozialpädagogische Einzelfallbetreuung

Das Schulpersonal besteht natürlich nicht nur aus der Lehrerschaft. In vielen Hauptschulen übernehmen beispielsweise Sozialarbeiter zusätzliche Betreuungsaufgaben. Die sozialpädagogische Einzelfallbetreuung hilft Schülern mit den verschiedensten außerschulischen Problemen in Form von einem oder mehreren Einzelgesprächen.

ARIVA-Schema

Das ARIVA-Schema ist ein Artikulationsschema, das dabei helfen soll, den Ablauf von Unterrichtsstunden methodisch und didaktisch zu gestalten. „ARIVA“ steht dabei für „Ausrichten – Reaktivieren – Informieren – Verarbeiten – Auswerten“.

Eigenverantwortliches Arbeiten (EVA)

EVA ist eine Methode für den Schulunterricht, um bei Schülern bestimmte Schlüsselqualifikationen zu fördern, wie zum Beispiel Selbständigkeit, Methodenkompetenz oder Kreativität. Formen von EVA sind beispielsweise Projekt- oder Stationsarbeit, aber auch Wochenplanunterricht.

Wusstest du schon, dass...
  • die Schulpflicht in Deutschland bis in die 1960er Jahre hinein nur für Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit galt?
  • zwei von drei Lehrern weiblich sind? Mit 71 Prozent ist der Anteil der weiblichen Lehrkräfte deutlich höher als der männlicher Kollegen.
  • rund die Hälfte der Lehrer laut einer Studie denkt, dass das interaktive Whiteboard auf Dauer die herkömmliche Kreidetafel ablösen wird?
Was man kennen und können sollte
Fähigkeiten
  • Word
  • Excel
  • PowerPoint
  • Lehrer-Software
Persönliche Stärken
  • Geduld
  • Einfühlungsvermögen
  • Schlagfertigkeit
  • Durchsetzungskraft
  • Selbstbewusstsein
  • Gerechtigkeitssinn
  • Objektivität
Autor: Kim Grahl
Verwandte Berufsfelder:
Hauptschullehrer/in als Beruf - Aufgaben und Infos

Beruf als
Hauptschullehrer/in

Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: bis 55 Stunden: Vielbeschäftigt
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 3100 €
Männer/Frauen-Relation 4/6
Bewerber pro Stelle: 10-40 Bewerber
Spitzenverdiener 5400 €