Bewerbung als Gerichtsmediziner

Wie bei jedem anderen Beruf auch, ist der erste Eindruck für deine Bewerbung als Gerichtsmediziner natürlich besonders wichtig. Das fängt an bei dem Aufbau und Aussehen deines Lebenslaufs und geht bis zum Stil deines Anschreibens und natürlich ist auch dein Bewerbungsfoto kein unwichtiger Faktor. Viel wichtiger für eine Bewerbung in der Medizin ist allerdings, was dein Lebenslauf inhaltlich alles hergibt. Hast du einfach nur das Studium stupide durchgezogen und die besten Noten erzielt oder kannst du vielleicht schon mit Praxiserfahrung glänzen? 

Anschreiben und Lebenslauf

Für deine Bewerbung als Gerichtsmediziner steht fest: Dein Lebenslauf ist nach dem Anschreiben der entscheidende Erfolgsfaktor. Er gibt deinem Gegenüber nicht nur Aufschluss darüber, wie deine Werdegang war, sondern auch wie zielstrebig du warst. Hast du dich bereits nach der Schule für das Medizinstudium entschieden? Konntest du direkt einen Studienplatz ergattern oder hast du die Zeit mit einer Ausbildung im medizinischen Bereich überbrückt? Lücken im Lebenslauf sind natürlich nicht immer unbedingt was Schlechtes, sollten aber zumindest gut erklärt werden können. Hast du dein Studium in der Regelstudienzeit geschafft, ist das ebenfalls ein Argument, welches du für positiv für dich auslegen kannst. Hinzu kommen natürlich praktische Erfahrungen, die du vor, während und nach deinem Studium gesammelt hast. Je mehr du hier vorweisen kannst, desto besser, denn besonders in der Medizin ist die Praxis das A und O.

Das Anschreiben ist besonders für den ersten Eindruck sehr wichtig. Bereits die ersten Sätze müssen den Personaler dazu bringen, dass sein Interesse geweckt ist, er weiterlesen und mehr über dich erfahren möchte. Achte daher bei deiner Bewerbung zum Gerichtsmediziner unbedingt darauf, dass du dich zwar an formale Richtlinien, nicht aber an Standardfloskeln hältst. Formuliere eigene Sätze und gib deinem Anschreiben damit die nötige Persönlichkeit. Denn auch die spielt häufig eine Rolle. 

Gerichtsmediziner Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Was viele Bewerber unterschätzen, ist die Tatsache, dass auch beim Vorstellungsgespräch der erste Eindruck zählt. Zwar konntest du bereits mit deinen Bewerbungsunterlagen punkten, musst dich aber auch im persönlichen Gespräch noch einmal beweisen. Für die Bewerbung als Gerichtsmediziner heißt das vor allem, dass du seriös auftreten solltest.

Die häufigste Frage in einem Vorstellungsgespräch in der Gerichtsmedizin, ist in der Regel danach, warum du dich für ausgerechnet diese Fachrichtung entschieden hast. Hier ist es wichtig, dass du dir bereits vorab eine passende Antwort überlegst.

Ganz wichtig für deine Bewerbung als Gerichtsmediziner ist allerdings deine Körpersprache im Vorstellungsgespräch. Sich mit verschränkten Armen an den Tisch zu setzen, suggeriert direkt eine Abwehrhaltung, die für deinen Gesprächspartner als unsympathisch empfunden werden kann. Am besten ist es immer, wenn du ganz natürlich bist und nicht versuchst dich zu verstellen.  

Der Bewerbungsprozess

Eine Bewerbung als Gerichtsmediziner kann ganz unterschiedlich ablaufen. Viele Stellen werden gar nicht öffentlich ausgeschrieben, sodass ein normaler Bewerbungsprozess beinahe ausgeschlossen ist. Häufiger kannst du Glück haben und bereits während deiner Zeit als Assistenzarzt eine Stelle angeboten bekommen. Manchmal hilft auch das sogenannte Vitamin B, um auf eine Stelle aufmerksam zu werden. Und solltest du dich dann bewerben, heißt es in der Regel abwarten bis die Einladung oder Absage zum Vorstellungsgespräch kommt. Solltest du nach spätestens zwei Wochen keine Rückmeldung bekommen haben, kannst du dich ruhig auch telefonisch nach dem Stand deiner Bewerbung erkundigen. Das ist nicht zu aufdringlich und zeigt dein großes Interesse an der Stelle. Mit Assessment Centern oder Probetagen musst du in der Gerichtsmedizin in der Regel nicht rechnen. 

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Warum haben Sie sich für die Gerichtsmedizin entschieden?
  • Mit welchen Fällen hatten Sie in Ihren Praktika zu tun?
  • Wie verhalten Sie sich an einem Tatort?

Dresscode

Die Gerichtsmedizin ist ein sehr seriöses Feld, welches du besonders als Arzt nicht unterschätzen solltest. Hier wird in erster Linie nicht nur auf ein gepflegtes, sondern vor allem auf ein seriöses Outfit wert gelegt. Für ein Vorstellungsgespräch solltest du dich daher unbedingt anpassen. Sowohl für die Männer als auch für die Frauen gilt es ein schlichtes Outfit zu wählen. Grelle Farben und ausgefallene Trends sind hier nicht gerne gesehen. Für den Beruf selbst musst du als Gerichtsmediziner im Sektionssaal immer Schutzkleidung tragen. Das heißt, dass hier ein Kittel sowie Handschuhe und Überschuhe Vorschrift sind. In der Regel werden dir diese Kleidungsstücke allerdings vom Arbeitgeber gestellt. 

Autor: Marina Paar

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