Geowissenschaftler Jobs – Stellenangebote in der Geologie

Jobs für Geowissenschaftlern gibt es in allen möglichen Branchen. Erkundung, Programmierung, Beurteilung – du bist ein potentieller Alleskönner. Konkrete Baupläne werden ohne dich nicht durchgeführt und wenn, dann sieht es später so aus wie der schiefe Turm von Pisa. Welcher Bauherr will das schon? Die Industrie braucht Rohstoffe, du sagst ihr, wo sie fündig werden und ob sich die Förderung von Erdöl dort wirklich lohnt. Supermarktketten expandieren und du zeigst ihnen anhand deiner ausgewerteten Geodaten, wo sie mit einer neuen Filiale am meisten Neukunden erschließen. Egal ob Endlager Gorleben oder industrielle Chemieabfälle, die ins Grundwasser gelangen könnten – bei der Altlastenkunde zeigst du mögliche Risiken für Mensch und Umwelt auf und vermittelst den richtigen Umgang mit Gefahrstoffen und Abfällen. Egal worauf du dich letztendlich spezialisierst, auf dich warten spannende und abwechslungsreiche Aufgaben. Sei dir aber gewiss, dass wenige Bereiche so stark von der Politik abhängig sind, wie die Geologie. Nichts wird öfter verworfen als Konzepte der Energie- und Umweltpolitik. Daher solltest du immer auch flexibel bleiben, was deine Berufswahl angeht. Wo Jobs für Geowissenschaftler zu finden sind und wie die Arbeit dort aussieht, das erfährst du hier.
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Stellen als Geowissenschaftler

Geowissenschaftler Jobs | Stellenangebote als Geowissenschaftler Geowissenschaftler/in werden
Etwa die Hälfte der Geowissenschaftler hat Jobs in Beratungsfirmen. Das sind mal eigenständige Büros, mal bist du in eine Architektur- oder Ingenieurbüro eingegliedert und hilfst bei der Planung und Durchführung von Bauvorhaben mit. 
Ein Fünftel der Geologen arbeitet in Behörden, also Kommunen, Landes- und Bundesämtern, die sich mit Natur- und Umweltschutz, Trinkwasser und Rohstoffen auseinandersetzen. Hier wirst du zum einen Betriebskontrollen durchführen, um den Umgang mit Schad- oder Gefahrenstoffen zu beurteilen. Andererseits kontrollierst du die Boden- und Grundwasserqualität auf mögliche Kontaminationen und beurteilst Bauvorhaben auf baurechtliche Fehler oder bewertest mögliche Konsequenzen und Folgen für die Umwelt.
Ein weiteres Fünftel der Geowissenschaftler arbeitet nach dem Studium in Forschungslaboren der Hochschulen und Universitäten. Hier steht je nach Arbeitsgruppe und Ausrichtung Grundlagenforschung oder aber angewandte Forschung auf dem Plan. Vom Klimawandel über Bodenstrukturen und Konzepte zur Erdvermessung gibt es eine Vielzahl möglicher Themen und Projekte.
Als Geoinformatiker bist du für die Entwicklung und Anwendung von GIS-Software verantwortlich. Solche Stellenangebote für Geowissenschaftler sind vor allem in Unternehmen der Telekommunikation, Navigation, Facility Management und Exploration zu finden. Die große Fülle an Daten ermöglicht es dir auch, Geomarketing für dich zu entdecken. Hier wirst du vor allem Standortanalyse und Unternehmensreichweite bzw. das Einzugsgebiet analysieren.

Der Job Geowissenschaftler lässt sich gar nicht so einfach in wenigen Worten beschreiben, denn so vielfältig wie die Erde ist, so sind es auch die Arbeitsfelder. Wie deine Labor-, Schreibtisch- und vor-Ort-Balance aussieht, das entscheidet sich vor allem darin, für welchen Job du dich entscheidest.

Geowissenschaftler sind überall auf der Welt zu finden. Das liegt aber nicht daran, dass die Kontinentalplatten sie über viele Breitengrade befördern, sondern weil sie für viele unterschiedliche Berufe qualifiziert sind und sie ihre Aufträge quer um den Globus schicken. Während die einen im Gelände wandern, um geeignete Bodenproben zu nehmen, sind andere dabei, intelligente Software zu programmieren, um Landschaften zu vermessen oder Naturschutzgebiete und Bauvorhaben zu visualisieren. Gleichzeitig kümmerst du dich im Bereich Altlasten um verlassene Fabrikgelände oder kontrollierst die Umwelt auf Kontaminationen oder Gefährdung durch Schadstoffe aus der Industrie. In der Forschung dagegen kann sich dein Arbeitsalltag hauptsächlich im Labor abspielen, je nachdem auf welches Themengebiet spezialisiert. 

Letztendlich geht es in den meisten Stellen als Geowissenschaftler darum, sich die geologischen Gegebenheiten vor Ort anzuschauen, Analysen von Bodenproben durchzuführen, um Daten zu sammeln und anhand dieser eine präzise Beurteilung zu erarbeiten. Viele Arbeitsschritte in diesem Prozess wirst du eigenständig ausführen. Die Beurteilung und die Diskussion wird oft auch mit anderen Kollegen oder fachfremden Kräften erfolgen, denn um einen ausreichenden Überblick über die Situation zu bekommen, wirst du dich interdisziplinär mit unterschiedlichen Fachgebieten und Fachkräften auseinandersetzen. Bei der Altlastenerkundung musst du beispielsweise oft Unterlagen, Akten, Berichte und Archive zu Hilfe nehmen und mit (ehemaligen) Mitarbeitern sprechen, um genügend Informationen zu sammeln. 

Bei der Lagerstättenkunde bist du für große Unternehmen oft im Ausland unterwegs, um Prospektion und Exploration voranzutreiben. Hier sind gute Fremdsprachenkenntnisse im Gespräch mit Kollegen und Fachkräften vor Ort nicht nur von Vorteil, sondern unbedingt nötig. Da es bei den Vorhaben zum einen um die Rohstofferkundung und –Erschließung geht, zum anderen aber auch um die Förderung, bist du hier oftmals in den kompletten Prozess mit eingebunden. Die Stellen als Geowissenschaftler fordern daher von dir auch interdisziplinäres Denken und wenn es um kritische oder risikoreiche Bauvorhaben geht, auch Arbeitsbereitschaft am Wochenende oder während der Schichtdienst.


Work-Life-Balance: 40-45 Stunden: Normal
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2500-2850 €
Männer/Frauen-Relation 8/2
Bewerber pro Stelle: 17 Bewerber
Spitzenverdiener 9500 €

Beruf als
Geowissenschaftler/in