Bewerbung als Geowissenschaftler

Auch mit einem exzellenten Abschluss besitzt du noch keinen Freifahrtschein für dein Berufseinstieg, denn eine wichtige Hürde steht dir noch bevor – die Bewerbung. Egal ob du dich für einen Job in der Wirtschaft oder in einer Behörde entscheidest, was im späteren Beruf bei einer Beurteilung wichtig ist, gilt genauso für deine schriftliche Bewerbung als Geowissenschaftler: Fakten, fehlerfrei, schlüssig. Worauf du bei Anschreiben und Lebenslauf achten musst, wie du letztlich zu deiner Stelle kommst und wie du ganz entspannt in das Vorstellungsgespräch gehen kannst, das haben wir für dich zusammengefasst.

Anschreiben und Lebenslauf

‚Der erste Eindruck zählt‘, das hast du sicherlich schon zu Genüge gehört. In der Praxis gilt das auch für jedes Bewerbungsverfahren. Da dein Anschreiben das Erste ist, was der Personaler von dir in den Händen halten wird, solltest du hier auf ganzer Linie überzeugen. Im Geowissenschaftler Anschreiben geht es in erster Linie darum, kurz und präzise deine Fähigkeiten darzulegen, um zu zeigen, warum du und die ausgeschriebene Stelle so gut zueinander passen.  Du bewirbst dich beispielsweise als Hydrogeologe und hast bereits Praktika absolviert, in denen du für die Grundwasserbeurteilung zuständig warst – dann sollte das unbedingt im Anschreiben erwähnt werden. Alles, was du dort als Argumente anführst, sollte aber auch irgendwie begründet sein. Wenn du etwa schreibst, dass du sehr gut eigenständig oder im Team arbeiten kannst, dann gehört danach kein Punkt, sondern eine Tätigkeit, bei der du diese Qualitäten unter Beweis gestellt hast. Gebe dich als Geowissenschaftler im Anschreiben selbstbewusst, aber drifte nicht in Arroganz ab. Am besten gibst du deinen Bewerbungstext zum Gegenlesen nochmal an Freunde und Bekannte, bevor du ihn endgültig abschickst.
Bei Lebensläufen setzt sich mittlerweile die antichronologische Variante durch. Das heißt, dass du zuerst deine letzten Tätigkeiten und Ausbildungsschritte nennst. Ganz oben stehen also deine Abschlüsse und dein Studium, schließlich haben Sie deutlich mehr Relevanz für deinen zukünftigen Arbeitgeber als deine AGs während der 6.Klasse. Wenn du Praktika oder Exkursionen (z.B. freiwillige) aufzählst, kannst du auch eine kurze Beschreibung deiner Tätigkeiten beifügen.
Geowissenschaftler Bewerbung - Tipps zu Anschreiben und Lebenslauf

Das Vorstellungsgespräch

Die Bewerbung, das war der erste Streich, und der zweite folgt sogleich. Wenn du in der ersten Runde überzeugt hast, wirst du zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Dort bekommst du die Möglichkeit, dich und deine Stärken nochmal persönlich zu präsentieren. Wahrscheinlich hat dein Gegenüber noch Fragen zu deiner Abschlussarbeit, zu deinen Praktika und Studienschwerpunkten. Darauf solltest du dich im Vorfeld gründlich vorbereiten, um später nicht zu stammeln.
Darüber hinaus sind auch fachliche Fragen im Vorstellungsgespräch für Geowissenschaftler nicht auszuschließen. Wenn du dich beispielsweise für die Baugrunduntersuchung in einem Architektur- oder Ingenieursbüro bewirbst, bekommst du möglicherweise ein Fallbeispiel vorgelegt und musst dann eine eigenständige Beurteilung abgeben. Das ist kein Ding der Unmöglichkeit, aber jede Vorbereitung und jedes Auffrischen deines Wissens kann hier Gold wert sein, um im Vorstellungsgespräch als Geowissenschaftler zu überzeugen.

Der Bewerbungsprozess

Der Weg von der Bewerbung bis hin zum Vertrag kann ein steiniger sein. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Berufen wirst du wahrscheinlich nie zu einem Assessment Center eingeladen, wo du dich ein ganzes Wochenende mit Konkurrenten messen musst. In der Regel sollte dein zukünftiger Chef nach einer vernünftigen Bewerbung und einem überzeugenden Vorstellungsgespräch genügend Eindrücke von dir gesammelt haben.
Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Welche geologischen Situationen haben Sie bereits in der Praxis kennengelernt?
  • Womit haben Sie sich während Ihrer Abschlussarbeit auseinandergesetzt?
  • Warum interessieren Sie sich besonders für die Arbeit in unserem Unternehmen?

Dresscode

Während du dich während deiner Chemiepraktika noch in den Laborkittel geworfen hast oder mit Stiefeln für eine Geländeerkundung über Stock und Stein geklettert bist, bist du als Geowissenschaftler im Vorstellungsgespräch mit einem etwas gediegeneren Outfit gut beraten. Am besten greifst du daher zu einer guten Hose und einem gebügelten Hemd, sogar ein Sakko oder ein Anzug können eigentlich nicht schaden.
Wenn du dann mit beiden Beinen im Beruf stehst, sieht deine Arbeitskleidung natürlich oft anders aus. Bei Terminen vor Ort musst du dich im Gelände bewegen, je nachdem ob nur ein Gebäude oder eine Brücke gebaut werden muss, ist auch das Terrain ein ganz anderes. Wenn du für einen Analysedienstleister Proben untersuchst, dominiert der Laborkittel, während es in Behörden oder als Geoinformatiker auch einfach die übliche Arbeitskleidung sein wird.

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