Bewerbung als Filialleiter

Vor der Leitung kommt die Bewerbung: Ob du als Azubi oder dank des dualen Studiums schon einen Fuß im Unternehmen hast, oder ob du dich als frischgebackener Hochschulabsolvent extern bewirbst –  um eine Bewerbung als Filialleiter kommst du nicht herum. Und die besteht aus mehr als nur Lebenslauf und Anschreiben, wenngleich diese beiden schon so ihre Tücken haben. Du musst nämlich außerdem mit umfangreichen Kenntnissen über Filiale und Filialist überzeugen und zudem noch deiner Führungsposition entsprechend auftreten. Wie du das alles unter einen Hut bringst und was es sonst noch bei der Filialleiter Bewerbung zu beachten gibt, das verraten wir dir hier und jetzt. 

Anschreiben und Lebenslauf

Im Filialleiter Lebenslauf gibst du eine Übersicht über die Art und, in Stichpunkten, die Inhalte deiner Ausbildung. Hast du eine klassische kaufmännische Ausbildung absolviert oder ein wirtschaftswissenschaftliches Studium, bestenfalls BWL, abgeschlossen? Vielleicht hast du beides ja sogar in einem dualen Studium kombiniert? Selbst wenn du deine Ausbildung bei einem Unternehmen genossen hast, das dich von vorneherein auf den Posten als Filialleiter vorbereitet, und du nun befördert werden sollst, musst du diese Stationen noch einmal aufführen. Der Form halber wird man dich bitten, einen Lebenslauf einzureichen, um deine Beförderung auch in den höheren Unternehmensebenen zu begründen. Daneben gehören auch Praktika aufgelistet sowie, falls vorhanden, Traineeprogramme und Erfahrungen durch ein Training on the job. Bei deiner allerersten Bewerbung als Filialleiter stehen dir letztere aber meistens noch bevor.

Im Filialleiter Anschreiben gehst du dann noch einmal etwas detaillierter auf die Inhalte deiner Ausbildung ein. Vor allem dient das Anschreiben aber dazu, dass du erklären kannst, warum du dich für genau dieses Unternehmen entschieden hast. Filialleiter gibt es schließlich in allen Branchen, und innerhalb der Branchen gibt es oft mehrere Unternehmen, die sich vom Angebot her stark ähneln. Warum also dieses Warenhaus und nicht jenes? Was hat diese Autovermietung, das jene nicht hat? Warum zieht es dich in dieses Modehaus, und nicht in jenes? Warum bewirbst du dich am Standort München und nicht in Hamburg? Du solltest also schon im Filialleiter Bewerbungsanschreiben durchklingen lassen, dass du dich ausführlich mit der Philosophie der Firma, dem Standort und den angebotenen Dienstleistungen oder Waren auseinandergesetzt hast. 

Filialleiter Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Das Unternehmen, der Standort und das Sortiment stehen dann auch im Mittelpunkt des Vorstellungsgesprächs als Filialleiter. Dass du als Bewerber das nötige fachliche Know-how besitzt und in dieser Hinsicht dem Anforderungsprofil entsprichtHihH, das wird schon durch deine Ausbildung deutlich, jetzt geht es darum, dem Gesprächspartner zu zeigen, wie sehr du dich mit dem Unternehmen identifizierst. Du kannst dich im Vorfeld also gar nicht schlau genug machen. Wie viele Mitarbeiter arbeiten im Unternehmen und in dieser Filiale? Wie sieht es umsatztechnisch aus? Wie präsentiert sich der Filialist in der Öffentlichkeit, was würdest du an der Außendarstellung ändern? Welche strukturellen Änderungen würdest du planen? Kennst du schon die Lieferanten, was weißt du über das Kundenverhalten? Mit Sicherheit wird man dir im Gespräch auch eine Fallstudie vorlegen und Lösungsvorschläge für konkrete Probleme hören wollen. Auch auf Fangfragen oder das berühmt-berüchtigte Benennen der eigenen Stärken und Schwächen solltest du vorbereitet sein.

Zu guter Letzt musst du aber nicht nur mit deinem Wissen, sondern auch deinem Auftreten überzeugen. Als Filialleiter bist du das Bindeglied zwischen den Mitarbeitern der Zweigstelle und den höheren Unternehmensebenen, insofern solltest du nicht vor Unsicherheit stottern oder Arroganz, Voreingenommenheit und mangelnde Selbstreflexivität ausstrahlen. 

Der Bewerbungsprozess

Die Bewerbung als Filialleiter läuft klassisch aus: Freie Stellen werden auf den Firmenhomepages oder auf Jobportalen wie dem unseren ausgeschrieben, und im ersten Schritt schickst du deine Bewerbungsunterlagen, bestehend aus Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf und allen relevanten Zeugnissen, zum Bespiel Zeugnissen oder Teilnahmenachweisen von Lehrgängen, ab. Sofern freie Stellen überhaupt ausgeschrieben werden, denn oft werden Filialleiter vom Arbeitgeber aus der eigenen Belegschaft rekrutiert und zu besetzende Posten an langjährige und verdiente Mitarbeiter oder an den eigenen Nachwuchs, sprich die Azubis, hauseigenen Studenten oder Trainees, vergeben. In allen Fällen kann es aber sein, gerade wenn es um große und umsatzstarke Filialen geht, dass du nach deiner schriftlichen Bewerbung zu einem Assessment Center eingeladen wirst. Auch, wenn „nur“ ein Vorstellungsgespräch folgt, kannst du dich bei der Filialleiter Bewerbung auf die eine oder andere Probeaufgabe einstellen.

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Was wissen Sie über diesen Standort, unseren Kundenkreis und unser Sortiment?
  • Was läuft Ihrer Meinung nach gut in dieser Filiale, und was würden Sie ändern?
  • Welche Schritte würden sie als erstes einleiten, um den Gewinn zu steigern?

Dresscode

Anzug oder Uniform? Als Filialleiter ist beides möglich. Sitzt du vor allem im Büro und managst von dort aus das Geschehen in deiner Filiale, dann trägst du vermutlich häufiger Hemd und Krawatte oder ein schlichtes Kostüm. Auch bei Terminen mit den Verkaufsleitern, Verhandlungen mit Lieferanten oder bei Kundengesprächen kleidest du dich entsprechend seriös. Packst du in der Filiale dagegen häufig selbst mit an, dann schlüpfst du auch in den Supermarktkittel oder den Firmenpullover.  Am besten hast du beides im Kleiderschrank – und repräsentierst so zu gleichen Teilen deine Führungsposition als auch die Unternehmensidentität. Im Vorstellungsgespräch als Filialleiter solltest du aber auf jeden Fall auf die schickere Variante setzen. 

Beruf als
Filialleiter/in