Karriere und Weiterbildung als Facharzt Innere Medizin

Eine der größten Hürden für einen Werdegang in der Medizin hast du mit dem aufwendigen und anspruchsvollen Studium schon gemeistert. Anschließend hast du beste Aussichten, als Facharzt Innere Medizin Karriere zu machen. Hast du erst einmal eine Einrichtung gefunden, die dich in deinem Bereich ausbildet, ist die weitere Karriere relativ planbar. Außerdem findest du in der Medizin ein üppiges Angebot an Fort- und Weiterbildungen, die dich vertiefend qualifizieren und deinen Wert als Arzt noch erhöhen. Du solltest aber immer im Hinterkopf haben, dass die Karrierechancen in ländlichen Gegenden deutlich größer sind als in Städten, in denen oftmals ein Überangebot an Ärzten herrscht. 

Karrierepfad als Facharzt/-ärztin für Innere Medizin

Facharzt für Innere Medizin Karriere und Weiterbildung
Weiterbildungen

Wie jeder andere Arzt wirst du permanent weiterbilden. Das ist nicht nur nötig, um die Karriere als Facharzt Innere Medizin voranzutreiben, sondern auch, um bei den rasanten medizinischen Entwicklungen auf dem neuesten Stand zu bleiben und neue Krankheitsbilder oder Therapiemethoden mitzubekommen. Das Lesen von Fachzeitschriften zählt ebenso dazu wie Tagungen, Seminare und Intensivkurse. Weiterbildungen werden dabei von den unterschiedlichsten Veranstaltern angeboten, von Unikliniken wie Krankenhäusern, von Akademien wie privaten Anbietern.

Zusatzbezeichnung

Neben deinem Spezialgebiet innerhalb der Fachrichtung Innere Medizin hast du die Möglichkeit, dir als Facharzt über eine Weiterbildung einen Zusatztitel zu sichern. Solche Weiterbildungen werden oft von den Krankenhäusern und Kliniken, aber auch von medizinischen Akademien angeboten. In der Inneren Medizin kämen unter vielen anderen beispielsweise die Zusatzbezeichnungen Allergologie, Betriebsmedizin, Notfallmedizin oder Flugmedizin in Frage. Die Voraussetzungen und Inhalte werden dabei von den Ärztekammern der einzelnen Bundesländer vorgegeben.

Oberarzt

Im Laufe deiner Karriere als Facharzt Innere Medizin und mit der Erfahrung von einigen Jahren kannst du dich auf offene Stellen als Oberarzt bewerben. Vielleicht kommen die Verantwortlichen auch auf dich zu und bieten dir einen solchen Posten an. Als Oberarzt hast du deutlich mehr Verantwortung und leitest meistens mehrere Assistenz- und Fachärzte auf einer Station an. Das wird großzügig belohnt, das Gehalt für Oberärzte bewegt sich in einem kommunalen Krankenhaus je nach deiner Berufserfahrung zwischen 6650 und 7500 Euro brutto im Monat. Manchmal wirst du zuvor aber erst zum Funktionsoberarzt ernannt. In dieser Position wirst du an die Aufgaben des Oberarztes herangeführt, bekommst aber erst mal nur den Lohn eines Facharztes.

Chefarzt

Als Chefarzt stehst du an der Führungsspitze eines Krankenhauses oder einer Klinik, höher kann dich die Karriere als Facharzt Innere Medizin nicht bringen. Ein Chefarzt ist Entscheider und Verantwortlicher für sämtliche Belange einer Einrichtung, von der Personalplanung bis zur Budgeteinteilung. Um den Sprung vom Oberarzt zum Chefarzt zu schaffen, ist aber nicht nur eine Menge Berufserfahrung nötig, du brauchst auch ein Netzwerk aus wichtigen Kontakten und einflussreichen Fürsprechern. Dafür lockt dann ein mehr als üppiges Gehalt, die höchstbezahlten Chefärzte kommen auf stolze 62.500 Euro im Monat. Mit der nötigen Zulassung darfst du als Chefarzt sogar nebenbei noch Privatpatienten versorgen.

Eigene Praxis

Entscheidest du dich gegen eine Karriere als Facharzt Innere Medizin in einem Krankenhaus oder einer größeren Klinik, kannst du dich auch mit einer eigenen Praxis niederlassen. Das musst du nicht alleine stemmen, sondern kannst auch zusammen mit anderen Fachärzten eine Gemeinschaftspraxis eröffnen. Je nach Bundesland oder gar Stadt herrschen für solche Vorhaben allerdings strenge Regeln. In Gebieten, in denen es zum Beispiel besonders viele Ärzte gibt, ist es nur möglich, eine frei werdende Praxis zu übernehmen, aber nicht, eine neue zu eröffnen. Der Vorteil einer eigenen Praxis ist natürlich, dass du dir deine Arbeit selbst einteilen kannst. Du bist auch an keine tariflichen Verträge gebunden und kannst quasi selbst entscheiden, wie viele Patienten du neben dem Pflichtpensum behandeln möchtest.

 

Beruf als
Facharzt/-ärztin für Innere Medizin