Beruf als Facharzt für Augenheilkunde - Arbeiten in der Medizin

Im Beruf als Facharzt für Augenheilkunde verschaffst du anderen eine klare Sicht auf die Dinge – egal ob durch eine Operation, eine Brille oder Kontaktlinsen: Du bist der Fachmann für alles rund um die Augen deiner Patienten. Zwar gibt es schon eine ganze Reihe an Augenärzten, trotzdem ist guter Nachwuchs natürlich wichtig. Das Durchschnittsalter der Augenärzte liegt bei 49 Jahren. Als engagierter Jung-Arzt bist du deswegen sehr gefragt. Dabei beschäftigst du dich mit einem der empfindlichsten Organe des Menschen, das durch ausgeprägte Reflexe und die Muskelkraft des Augenlids für deine Zwecke oftmals ein wenig zu gut geschützt ist. 

Spezialisierungen
Facharzt/-ärztin für Augenheilkunde

Arbeitsalltag und Aufgaben als Facharzt für Augenheilkunde

Facharzt/-ärztin für Augenheilkunde werden

Da die Beschäftigungsfelder für Augenärzte so unendlich vielfältig sind, kann man gar nicht genau sagen, was du in deiner Stelle als Facharzt für Augenheilkunde alles machen wirst.

Wenn du eher darauf aus bist, einen ruhigen Arbeitsalltag und ein sicheres Einkommen zu haben, dann solltest du nach einer Stelle in einer Gemeinschaftspraxis suchen. Als angestellter Augenarzt hast du dort neben deinem Tagesgeschäft keine verwalterischen oder organisatorischen Aufgaben zu erledigen. Vielmehr bist du dort ausschließlich für die Untersuchung und Beratung deiner Patienten da. Wenn du zwar gerne Patienten behandelst und untersuchst, aber trotzdem auch gerne Führungsverantwortung übernehmen möchtest, ist hingegen die Eröffnung einer eigenen Praxis eine echte Alternative für dich.

Alles in einem hast du als Facharzt für Augenheilkunde, wenn du eine Stelle in einer Fachklinik antrittst: Hier betreust du Patienten, operierst selbst, führst Praxisübungen mit Studenten durch und organisierst deinen persönlichen Krankenhausalltag.
Natürlich kannst du als Facharzt für Augenheilkunde auch eine Stelle an einer Universität bekommen. Hier wirst du dich allerdings darauf einstellen müssen, dass du weniger praktisch, sondern vielmehr theoretisch arbeiten wirst. Hier wirst du zum Beispiel Vorlesungen halten, Seminararbeiten betreuen oder im Labor forschen.

Grundsätzlich können wir dich aber schon jetzt beruhigen: Langweilig wird es dir bei deiner Arbeit niemals werden! Schließlich hast du die Möglichkeit, deine Stelle als Augenarzt zu wechseln. Vielleicht willst du ja nach einigen Jahren in der Praxis, lieber in den Bereich der Forschung wechseln und dort weiter an deiner Reputation arbeiten – als Mediziner hast du die Möglichkeit, ständig in Bewegung zu bleiben und dich immer weiterzuentwickeln.

Voraussetzungen für den Beruf Facharzt für Augenheilkunde

Für die Ausbildung zum Facharzt für Augenheilkunde ist natürlich ein abgeschlossenes Medizinstudium die Hauptvoraussetzung. Wenn dir die Approbation erteilt worden ist und du somit als Arzt oder Ärztin arbeiten darfst, kannst du die Ausbildung zum Facharzt für Augenheilkunde beginnen. Die Ausbildung dauert in der Regel fünf Jahre. In dieser Zeit lernst du an einer Universitätsklinik oder in einer augenärztlichen Praxis alles, was mit dem menschlichen Auge zu tun hat. In der Facharztausbildung durchläufst du unterschiedliche Stationen und lernst alle Beschäftigungsfelder eines Augenarztes kennen: Du arbeitest in dieser Zeit in der Forschung, untersuchst akute Augenerkrankungen oder Verletzungen, führst Vorsorgeuntersuchungen durch und bist bei Operationen dabei.

Neben den Patienten, die zu normalen Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen zu dir kommen, wirst du auch viele Patienten haben, die unter den verschiedensten Beschwerden leiden. Andere Patienten haben eine ganz andere Sorge: Viele junge Patienten fürchten sich davor, eine Brille tragen zu müssen. Gerade Kinder haben auch heute immer noch Angst, von anderen Kindern als „Brillenschlange“ gehänselt zu werden. Du merkst schon, als Augenarzt braucht man – wie in allen medizinischen Berufen – vor allem eines: Einfühlungsvermögen

Spezialisierungsmöglichkeiten

Als Facharzt für Augenheilkunde kannst du dich auf ganz unterschiedliche Bereiche spezialisieren. Zum einen kannst du dich natürlich auf spezielle Krankheitsbilder spezialisieren, zum anderen kannst du dich auch zwischen verschiedenen Arbeitsorten entscheiden. Möchtest du in einer Fachklinik arbeiten? Interessiert dich die wissenschaftliche Forschung? Willst du Menschen operieren? Oder möchtest du vielleicht sogar deine eigene Facharztpraxis eröffnen?

Als Facharzt für Augenheilkunde hast du viele Spezialisierungsmöglichkeiten: Wie bereits erwähnt, kannst du zum Beispiel in einer Universitätsklinik arbeiten und dort dein Wissen stetig erweitern oder du deine eigene Forschung einen Beitrag dazu leisten, dass die Augenmedizin sich stetig weiterentwickelt.

Oder du spezialisierst dich auf ein bestimmtes Krankheitsbild. Möchtest du dich voll auf deine Karriere konzentrieren und über dich hinauswachsen? Dann solltest du am besten in einer Spezialklinik arbeiten – dort hast du die Möglichkeit, deiner Karriere einen ordentlichen Schwung zu geben und kannst als Chef- oder Oberarzt ganz oben in der Ärztehierarchie landen.

Wenn du deine eigene Praxis eröffnen möchtest, hast du natürlich die Möglichkeit deine Stelle als Facharzt für Augenheilkunde genau so zu gestalten, wie du es dir wünscht. Allerdings kommen dann auch Aufgaben auf dich zu, die weniger mit dem Beruf eines Arztes, als mit dem eines Wirtschaftswissenschaftlers zu tun haben. In erster Linie bist du dann nämlich der Geschäftsführer deines eigenen Unternehmens. Du musst dich um deine Mitarbeiter kümmern, die Finanzen im Blick behalten und gleichzeitig noch für deine Patienten da sein. Einen krisensicheren Job als Facharzt für Augenheilkunde findest du in Behörden – zum Beispiel im Gesundheitsamt. Dort führst du zum Beispiel Untersuchungen durch, die bei einigen Berufen zum Einstellungstest dazugehören, vor allem für die Polizei.

Spezialisierungen
Facharzt/-ärztin für Augenheilkunde
Fachjargon
Intraokulardruck

Die Messung des so genannten Augeninnendrucks gehört zu den absoluten Standarduntersuchungen der Augenheilkunde und wird bei beinahe jedem Patienten durchgeführt. Meist führt die Messung nicht der Augenarzt selbst durch, sondern eine Fachkrankenschwester. Der Intraokulardruck ist für die gleichmäßige Wölbung der Hornhautoberfläche und den gleichbleibenden Abstand zwischen Linse, Netzhaut und Hornhaut verantwortlich.

Glaukom

Umgangssprachlich wird das Glaukom auch „Grüner Star“ genannt – es bezeichnet alle Augenerkrankungen, die mit einer Schädigung des Sehnervs und mit Gesichtsfeldausfällen zusammenhängen. Das Glaukom ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung weltweit.

Hyperopie

Die Hyperopie wird umgangssprachlich auch „Weitsichtigkeit“ genannt. Sie entsteht daraus, dass die Länge des Augapfels in einem Ungleichgewicht zur Brechkraft des Auges steht. Das bedeutet: Der Patient hat einen zu kurzen Augapfel im Verhältnis zu einer normalen Brechkraft – daraus entsteht ein unscharfes Bild.

Wusstest du schon, dass...
  • es eine Fachzeitschrift gibt, die „Der Ophthalmologe“ heißt?
  • Augenerkrankungen gibt, die mit speziellen Kontaktlinsen behandelt werden können?
  • fast zwei Drittel der Deutschen eine Sehhilfe tragen?
Was man kennen und können sollte
Erkrankungen
  • Glaukom
  • Hyperopie
  • Katarakt
  • Keratitis
  • Amblyopie
  • Strabismus
  • Uveitis
Untersuchungen
  • Sehkraft
  • Augeninnendruck
  • Spaltlampenuntersuchung
  • Funduskopie
Autor: Eva Friese
Verwandte Berufsfelder: Medizin
Facharzt für Augenheilkunde als Beruf - Infos zur Arbeit in der Medizin

Beruf als
Facharzt/-ärztin für Augenheilkunde

Augenarzt, Ophtalmologe Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: Bis 45 Stunden: Normal
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 3800-4900 €
Männer/Frauen-Relation 7/3
Bewerber pro Stelle: 3 Bewerber
Spitzenverdiener 23.000 €