Beruf als Designer - Arbeiten in Design

Sie zählen zu den beliebtesten Berufen, sind aber sicherlich auch in einer der härtesten Branchen zu Hause: die Designer. Die Palette an Jobmöglichkeiten ist so vielfältig wie ein Farbmalkasten und darum findet hier jeder bunte Vogel seine Berufung. Modeexzentrische Fashion-Victims, die leidenschaftlich gerne über die neusten Trends der Fashionwelt bloggen, finden im Modedesign ihre Erfüllung. Computeraffine Technikfreaks kommen aber im Beruf des Designers genauso auf ihre Kosten: Als Grafikdesigner oder Webdesigner programmieren und gestalten sie beispielsweise Homepages oder kümmern sich direkt um das komplette Corporate Design eines Unternehmens. Und auch als Software und Game Designer verknüpfst du deine Ideen mit der Technik.

Arbeitsalltag und Aufgaben als Designer

Arbeitsalltag als Designer Designer/in werden

So unterschiedlich die Studiengänge und Aufgaben am Ende ausfallen, so gibt es natürlich auch viele Gemeinsamkeiten. Designabsolventen finden sich nach ihrem Studium meistens in Agenturen und Unternehmen wieder oder schlagen sich als Selbstständige durchs Leben. Eines ist dabei neben innovativen Ideen ganz wichtig: Sie müssen gut mit Menschen umgehen können und selbstbewusst auftreten, um ihre Projekte gewinnbringend an den Mann oder die Frau zu bringen.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass alle Designer zu echten Nachteulen mutieren und vor lauter Energydrinks im Kühlschrank, das Essen sicher bald im Keller lagern müssen. In Designer Berufen kann man von Überstunden, Nachschichten und Wochenendarbeiten nämlich ein Liedchen singen und es gibt kaum jemanden, der weniger als 60 Stunden in der Woche an einem Projekt herumbastelt.

Um Designer zu werden, musst du nicht unbedingt Design studiert haben, denn gerade in der Designbranche wird ein Studienabschluss nicht zwingend vorausgesetzt. Man lehnt sich vermutlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dass ein Uni-Absolvent bei gleichen Bedingungen den Vortritt erhalten würde, trotzdem haben aber auch Quereinsteiger große Chancen, sich als Freelancer oder in Werbeagenturen einen Namen zu machen. Denn wenn du schon seit Jahren an deinem Portfolio arbeitest und auch in deiner Freizeit, wie besessen designst und gestaltest, kannst du auf jeden Fall auch den Sprung in den Beruf als Designer schaffen.

Was die Aufgaben betrifft, ist es allgemein erst einmal egal, ob du in einer großen Agentur angestellt bist oder dir als Freelancer einen Namen gemacht hast. In beiden Fällen handelt es sich um eine Menge Büroarbeit und Papierkram, die du entweder im Büro oder im Schlafanzug von deinem Bett aus erledigen kannst. Du bearbeitest E-Mail-Anfragen und führst Telefonate. Wenn du Kundengespräche vor Ort hast, gehst du dort natürlich nicht im Schlafanzug dorthin.

Im Designer Beruf fährst du durchaus öfter zum Kunden, um ein persönliches Gespräch über seine Vorstellungen und deine Realisierungsmöglichkeiten festzulegen. Du verschaffst dir einen Überblick über die Lage und fährst dann wieder in dein Büro. Du erstellst Skizzen, Entwürfe und – falls du noch zu den traditionellen Künstlern gehörst, die erst per Hand vorzeichnen – beginnst dann, diese am Computer zu digitalisieren. Hast du dann zwei bis drei Entwürfe am PC erstellt, schickst du sie dem Kunden entweder per Mail oder präsentierst sie ihm persönlich. Im Idealfall gefallen dem Kunden deine Vorschläge sofort. Da das Leben aber kein Ponyhof ist, musst du dich im Regelfall noch einmal an den besten Entwurf setzen und ihn überarbeiten. Das kann auch während eines Praktikums zu Überstunden oder einer 50- bis 60-Stunden-Woche führen, im Vollzeitjob dann sowieso.

Ob du während deines Designer Berufs nur eines oder mehrere Projekte gleichzeitig betreust, bleibt dir selbst überlassen und hängt zum größten Teil von deiner Schnelligkeit und deiner Arbeitseinteilung ab. Als Selbstständiger bist du dort natürlich völlig frei, in Agenturen kannst du dir nicht immer aussuchen, wie viele Projekte du bearbeiten musst. 

Voraussetzungen für den Beruf Designer

Als Designer, vor allem im Bereich Mode, setzt du Trends. Du musst immer offen für Neues und Ausgefallenes sein und darfst keine Angst davor haben, gewagte und riskante Ideen in die Tat umzusetzen. Fahre ins Ausland und „spioniere“ die neusten Produkte aus. Vielleicht kennst du ja sogar auch Leute in anderen Ländern und kannst mit ihnen zusammen an Projekten arbeiten. Das ist sicherlich die spannendste Aufgabe an dem Beruf des Designers.  Du arbeitest mit den unterschiedlichsten Branchen und Menschen zusammen. Heute entwirfst du das Corporate Design für ein Start-Up-Unternehmen und in der nächsten Woche besuchst du eine Dönerbude, die ein neues Logo braucht.

Du merkst, um als Designer Erfolg zu haben, musst du über den Tellerrand hinausblicken und auch negative Kritik annehmen können. Sicher ist es nicht immer einfach, wenn ein Projekt, in das du so viel Zeit und Herzblut gesteckt hast, zerrissen wird. Aber sei nicht beleidigt, sondern setze die Änderungswünsche um. Ein Tipp: Behalte den ersten Entwurf, denn vielleicht ist dein nächster Kunde genau auf der Suche nach dieser Umsetzung! Schließlich kommen immer neue Kunden dazu, deshalb musst du kommunikativ sein und immer freundlich bleiben. Vor allem bei Gehaltsverhandlungen solltest du selbstbewusst auftreten und deinen Preis rechtfertigen. 

Spezialisierungsmöglichkeiten

Im Beruf des Designers gibt es die unterschiedlichsten Spezialisierungen. An öffentlichen Hochschulen ist das Studium meist sehr allgemein gehalten und eröffnet dir somit im späteren Berufsleben die Möglichkeit, in allen Bereichen arbeiten zu können. Wenn du an einer privaten Uni eingeschrieben bist, ist der Studiengang oftmals sehr spezialisiert. Als Grafikdesigner im interaktiven Bereich kümmerst du dich beispielsweise um Social Media Themen; du entwirfst Websites oder programmierst Apps für Smartphones. Dabei kannst du dich natürlich auch auf das Design von Interfaces oder Software spezialisieren. Als Modedesignerin bist du, wie der Name schon sagt, in der Modebranche tätig. Du schneiderst entweder selbst oder entwirfst neue Kollektionen für große Modefirmen. Mediendesigner im audiovisuellen Bereich kümmern sich um Videoproduktionen. Es gehört zu ihren Aufgaben, Bild- und Tonmedien anhand unterschiedlicher redaktioneller und gestalterischer zu produzieren und gestalten. 

Fachjargon
Portfolio

Egal ob Mediendesigner, Grafikdesigner oder Produktdesigner: Das Portfolio ist dein Heiligtum. Es ist deine Visitenkarte und bezeichnet die Sammlung deiner bisher angefertigten Projekte. Im Idealfall konntest du es schon während des Studiums ausbauen. Bei einer Bewerbung ist es unerlässlich, dass du dein Portfolio mitbringst oder einen Link zu deiner Website nennst, auf der dein Portfolio sichtbar ist. Das Portfolio zeigt, was du schon alles entworfen hast und liefert deinem potenziellen Arbeitgeber eine gute Einschätzung.

Corporate Design

Als Designer kümmerst du dich um das Corporate Design eines Unternehmens. Der Begriff bezeichnet das einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens. Gerade als Grafikdesigner bist du für die Gestaltung der Kommunikationsmittel einer Firma verantwortlich. Du entwirfst die Website, gestaltest Geschäftspapiere und kümmerst dich um Werbemittel. Deine individuellen Entwürfe sorgen für einen großen Wiedererkennungswert.

Zeitmanagement

„Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“ - Fristen, Termine, Deadlines. Das Leben des Designers wird durch sie bestimmt und alles richtet sich nach den Abgabeterminen. Zeitmanagement und Organisation sind im Designer Job daher das A und O, besonders bei Selbstständigen. Egal ob du dich nur auf ein Projekt konzentrierst und mehrere Kunden nebeneinander hast: Zu Beginn wir deine Deadline festgelegt und diese gilt es einzuhalten. Deine Woche hat also meistens mehr als 55 Stunden und Nachtschichten und Wochenendarbeiten gehören genauso zu deinem Job, wie der Einsatz deiner Kreativität.

Wusstest du schon, dass...
  • der deutsche Industriedesigner Dieter Rams 10 Designerprinzipien aufgestellt hat? Sie besagen unter anderem, dass gutes Design innovativ, ästhetisch und ehrlich ist.
  • Arial eine Groteskschrift ist, die von den Schriftgestaltern Robin Nicholas und Patricia Saunders geschaffen wurde, um eine bessere Lesbarkeit zu bieten?
  • die Mischung der Grund- beziehungsweise Lichtfarben R (Rot), G (Grün) und B (Blau) additive Farbmischung genannt wird?
Was man kennen und können sollte
Programme
  • Adobe Creative (Illustrator, InDesign, Photoshop)
  • Microsoft Office
  • CSS/HTML (im Webbereich)
  • Flash
Sprache
  • Englisch
Verwandte Berufsfelder: Design Medien Online
Designer als Beruf - Infos zur Arbeit im Design

Beruf als
Designer/in

Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: Bis 55: Vielbeschäftigt
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2000-2500 €
Männer/Frauen-Relation 5/5
Bewerber pro Stelle: 100 Bewerber
Spitzenverdiener 3500 €