Bewerbung als Creative Director

Eine Bewerbung als Creative Director muss so kreativ wie nur möglich sein? Beispielsweise mit einem Steak anstelle eines Anschreibens, um zu zeigen, dass die Agentur Frischfleisch braucht? Oder verpackt in einem abgeschnittenen Ärmel, weil man sich sämtliche Ideen aus eben diesem schütteln kann? Ganz so verrückt muss – oder sollte – deine Bewerbung tatsächlich nicht ausfallen, denn der Trend geht klar zur Bewerbung mit Substanz. Wie du mit Inhalt überzeugen kannst und worauf es wirklich bei der Bewerbung als Creative Director ankommt, das erfährst du nun bei uns.

Anschreiben und Lebenslauf

Bewirbst du dich als Creative Director, solltest du schon reichlich Berufserfahrung auf deinem Konto haben. Anstatt mit der Aufmachung des Anschreibens als Creative Director zu punkten, solltest du ganz klar auf deine Erfahrung setzten. Welche Position hattest du in der Vergangenheit, welche Kunden und Projekte hast du betreut? Der übliche berufliche Übergang ist der vom Art Director oder Werbetexter zum Supervisor oder eben direkt zum Creative Director. Da du als Creative Director deutlich weniger kreativ bist, sondern die Koordination der Projekte und den Kundenkontakt übernimmst, solltest du auch die Frage beantworten, warum du diesen Karriereweg für dich gewählt hast. Der Creative Director Lebenslauf sollte entsprechend aussagekräftig sein und zeigen, dass du die nötige Erfahrung mitbringst.

Creative Director/in Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch als Creative Director wirkt zwar oft nach außen hin locker, auf die leichte Schulter nehmen solltest du es dennoch nicht. So herrscht in Werbeagenturen in der Regel das Du und das gilt auch fürs Vorstellungsgespräch. Sympathie spielt eine entsprechend große Rolle. Aber selbst als der netteste Bewerber hast du nicht die geringste Chance, wenn du nicht zeigen kannst, dass du auch die nötige Erfahrung und das Selbstbewusstsein für den Beruf mitbringst. Immerhin wirst du ein Team leiten und die Werbeagentur beim Kunden repräsentieren. Die Fragen werden sich also nicht nur um deine Persönlichen Interessen drehen, sondern sollen an erster Stelle filtern, wie du mit der großen Verantwortung umgehen würdest und was du bislang in der Werbebranche erreicht hast.

Der Bewerbungsprozess

Der Bewerbungsprozess als Creative Director hat es in sich. Denn ehe du die erste Hand beim Vorstellungsgespräch schütteln darfst, heißt es eine Bewährungsprobe zu bestehen. Und diese nennt sich Copytest. Hier werden deine kreativen Stärken getestet. Headlines texten, imaginäre Kampagnen planen, Texte verfassen, die einem den Atem rauben. Ziel ist es, eine Vorauswahl zu treffen, erst dann wird auch deine Bewerbung unter die Lupe genommen. Finden sich hier viele Angaben zu deinen Qualifikationen und lässt sich dann auch noch deine sprudelnde Persönlichkeit nicht mehr verleugnen, kann die Personalabteilung gar nicht anders entscheiden, als dich zum Vorstellungsgespräch einzuladen.

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Warum strebst du eine Karriere als Creative Director an und was qualifiziert dich?
  • Was waren deine spannendsten Kampagnen?
  • Was verbindest du mit unserer Agentur? Warum möchtest du hier arbeiten?

Dresscode

Anzug und Krawatte gehören nicht gerade zur Standardgarderobe in einer Werbeagentur, daher wird dieses Outfit auch nicht von den Bewerbern verlangt. Vielmehr solltest du auf einen lässigen Business Casual Look setzten. Also schicker, als du dich privat kleiden würdest, aber auch nicht, als hättest du einen Banktermin. Generell wird deiner Kleidung bei einem Vorstellungsgespräch als Creative Director nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Anders sieht das aber bei deiner Körperhaltung aus. Diese sollte offen, aufmerksam und selbstbewusst sein. Bist du erst einmal im Arbeitsalltag angekommen, brauchst du dir über deine Aufmachung kaum noch Gedanken machen, so bleibt jeder seinem eigenem Stil treu, Anpassung gibt es kaum – hier sind nun einmal Individualisten gefragt. Ausnahme sind Kundentermine, hier solltest du seriöser auftreten.

Autor: Sabine Zagar

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